Das Jahr 1999

Persönlicher + sportlicher Rückblick ...

Mein Streben und Ehrgeiz hinsichtlich guter Zeiten ist im 14. Lauf- und Wettkampfjahr in den Hintergrund getreten. Auf nur 2185 Laufkilometer inclusive der 11 Wettkämpfe plus ebenfalls nur 213 Trainingskilometer auf dem Fahrrad brachte ich es im Laufe des gesamten Jahres. Von diesen 11 Wettkämpfen lief ich auch nur 3 für mich auf Zeit, denn bei den übrigen 8 Läufen begleitete bzw. betreute ich Mitläufer/innen.   Die bei weitem meisten Laufkilometer kamen dabei im Rahmen der 6 mal wöchentlichen frühmorgendlichen Zustellung der "Kieler Nachrichten" zusammen. Den Lauftreff der LGA besuchte ich nicht mehr regelmäßig. Meine Motivation war eine andere geworden. Im Spätherbst  des Vorjahres spürte ich, dass auch meine Frau Regina Lust am Ausdauersport bekam und wir waren angefangen zu wandern. Aus diesen Wanderungen wurden in diesem Jahr wöchentliche bis 42 km lange ausgedehnte Walkingtouren, wobei wir den Ansporn hatten, unter anderem alle Seen Schleswig-Holsteins zu umrunden. Höhepunkt war dann für Regina und mich als Begleitung und Betreuung ihr erstes Marathonfinish beim Monschau-Marathon im Rahmen der LGA-Jahresfahrt. Zusätzlich konnte ich Günter Heyer während seiner Grillfeier zu seinem 61. Geburtstag aus einer Bierlaune heraus davon überzeugen, dass es auch im Alter nie zu spät ist, mit dem Ausdauersport zu beginnen (siehe hierzu auch ein Lauf-Spezial-Extra-Bericht in meiner Laufbiografie vom Friedrichsorter Straßenlauf am 4. September). Ich tüftelte einen seinem Alter entsprechenden Trainingsplan aus mit dem Ziel, zwei Monate später bereits die 10 Meilen vom Kiel-Lauf und genau 9 Monate später den nächsten Hamburg-Marathon gemeinsam zu finishen. Ab Mitte August begleitete ich dann regelmäßig wöchentlich Günter Heyer mit seinem Dalmatiner Nico auf seinen Trainingsrunden, wobei die Distanzen ganz vorsichtig immer länger wurden und ich ihn bei drei seiner Wettkämpfe betreute und das entsprechende Tempo dosierte. Das Vereinsleben war aber für uns damit nur unwesentlich in den Hintergrund getreten, denn die Teilnahmen an den monatlichen Stammtischen gehörte genauso dazu wie das ehrenamtliche Helfen bei Laufveranstaltungen der LG Albatros, aber auch des TuS Holtenau. Auch am vorbildlichen geselligen Leben im Rahmen von Vereinsfeiern und an der großen Jahresfahrt nahmen wir gerne teil. Weiterhin verfasste ich Berichte für die Albi-Info und war auch gerne bereit, jedes Quartal per Fahrrad unsere Albi-Info den Mitgliedern zukommen zu lassen, um dem unserem gemeinnützigen Verein Portokosten zu ersparen. Unser 1997 ins Leben gerufener Leuchttürmelauf erlebte bei seiner 3. Auflage eine Premiere durch die Verlängerung auf Marathonlänge und dem Anlaufen des dritten Kieler Leuchtturm in Friedrichsort. Das überschwengliche positive Feedback darauf machte uns glücklich und stolz. Vom Zippel´s Kiel-Cup konnte ich an den erforderlichen vier der fünf Veranstaltungen aktiv bzw. passiv bei unserem Hochbrückenlauf als Helfer dabei sein. Ein T-Shirt (s. o.) war der Lohn, aber einen der vielen wertvollen Preise aus der Verlosung konnte ich nicht ergattern. 


... sowie aus Sicht der LG Albatros Kiel

Für unseren Werbeträger, die vierteljährlich erscheinende "Albi-Info" fand sich mit Hans-Hermann Ott (seit 2004 "Kern"), Dietrich TreichelPeter Kaers und Günter Stachel ein neues Team. Am 16. Januar fand zum 10. und auch letzten mal der legendäre "Peter-Gröpper-Gedächtnislauf" um den u. a. Lanker See mit 8 Albis statt, um den sich viele Anekdoten zum aktiven und passiven Teil hinterher ranken, was genauso für die Punschparty immer am Tag drauf in Günter Stachels Kellerbar zutrifft. Im Februar dann der 3. Leuchttürmelauf mit bereits 27 Aktiven. Die Jahresversammlung am 1. März lief harmonisch ab, wobei u. a. beschlossen wurde, den Mitgliedsbetrag auf immer noch günstige 3 DM monatlich ab dem Jahr 2000 zu erhöhen. Der Hochbrückenlauf Ende März wurde mit einem neuen Teilnehmerrekord ein voller Erfolg. Peter Kaers feierte seinen 50. Geburtstag am 2. Mai groß mit einem Gruppenlauf um den Westensee, bei dem ich für die mobile Verpflegung unterwegs sorgte. Ab dem 20. Mai wurde durch unseren Siegfried Schmitz (Initiator!) und Hans-Hermann Ott jeden Donnerstagabend läufergerechte Gymnastik in der Sporthalle Süd des MFG5 angeboten und gut angenommen. Beim 2. Termin waren bereits 10 Aktive hiervon begeistert. Die LGA-Jahresfahrt führte im August eine große Schar Albis dieses Jahr in die Eifel mit der Teilnahme am schweren Monschau-Marathon mit vielen Höhenmetern. Mitte September gab es dann unseren bereits 9. 100-km-Lauf in Neuwittenbek, der organisatorisch zwar wieder reibungslos über die Bühne ging, aber unter den schwachen Meldezahlen der Einzelläufer litt. Die vielen gesellschaftlichen internen Veranstaltungen begeisterten viele der immer mehr werdenden Mitglieder. Unser neuer Sportwart Siegfried Schmitz sorgte mit viel ehrenamtlichem Engagement für einen zusätzlichen Boom unserer Laufgemeinschaft und einer Zunahme an Teilnahmen an Laufveranstaltungen in nah und fern.  Mit unserem immer  besser frequentierten Lauftreff in der Bezirkssportanlage Projensdorf durften wir zum Ende des Jahres auch öffentlich werben, da entsprechende Prüfungen bei Lehrgängen in Malente uns dafür qualifizierten. Den Jahresabschluß feierten wir letztmals in Neuwittenbek in unserer liebgewordenen Heimat, dem Gasthof "Zur Linde" unter der Leitung von Christel Schentek. Eine Ära, wo 10 Jahre lang Vereinsgeschichte geschrieben wurde, ging zu Ende. Würde als Ersatz der weiter entfernte Landgasthof nahe Altenhof/Schnellmark, der "Grüne Jäger" an der B76 genauso gut angenommen werden, fragten sich zu Recht viele Mitglieder.     


  3. Kieler 3-Leuchttürmelauf -42,3 km- am 14. Februar (Gruppenlauf)

Durch das erstmalige direkte Anlaufen des Friedrichsorter Leuchtturmes gab es erstmals die offizielle Marathonlänge. Der Lauf wurde offiziell vom Verein angemeldet, ich ließ mir große Leuchttürmeposter von Günter Stachel laminieren, führte zweimal zuvor einen 13,5 km-Rückweg-Laufstrecke-Erkundungslauf mit Hans-Hermann und Heleena Ott, Gerd Kurschus, Frank Zimmermann, Peter Budzuhn, Benno Richter und Eckart Nicolaus als vorgesehene Gruppenführer durch, wofür ich meinen Pkw frühmorgens mit Tee und Verpflegung bei der Schilkseer Schule deponierte. 3 Tage vor dem Lauf fuhr ich mit meinem wertvollsten Helfer Peter Kaers, der auch für das schöne Design und Herstellung der Urkunden sorgte, die Strecke ab und zeigte ihm die Stationen der mobilen Verpflegung während des Laufs, welche er übernehmen wollte. Der Freitag und Samstag vor dem Ereignis war dann für Regina und mich ausgefüllt mit Vorbereitungen jeglicher Art. Am Sonntag dann hieß es früh aufstehen. Regina kochte 25 ltr. Tee und sorgte für das Nudelbuffet, um die 30 Mäuler nachmittags satt zu bekommen. Die Hoffnung, dass das klare Frostwetter mit Sonnenschein bis zum Event anhalten würde, erfüllte sich leider nicht ganz, denn frostiger Nebel und keine gute Panoramasicht herrschten vor. Nach 4:57 Std. incl. 3 Fotostopps und 4 Verpflegungsstationen -nie zuvor war ich zeitlich länger laufend unterwegs!- fand die schnellste Gruppe, der auch ich angehörte, den Weg zurück. Über alles vom Lauftag könnt ihr euch auf dieser Homepage unter "Berichte und Fotos von...." und "Rückblick auf 18 Leuchttturm...." informieren. Auch die zwei Wochen nach dem Lauf waren wir noch viel und oft im Zusammenhang mit dem Lauf wie Aufräumen, Abwaschen, Fotos nachbestellen usw. beschäftigt. Ein Laie kann sich gar nicht vorstellen, an was man alles denken muss, damit es hinterher nix zu meckern gibt. Nach dem Abschluss aller Arbeiten stellte ich noch eine Kostenaufstellung zusammen und meine Frau und ich kamen auf Ausgaben von insgesamt 377 DM. Geteilt durch die 27 Läufer sind dies Kosten von 14 DM je Person und somit 4 DM mehr als was ich an Startgeld von 10 DM genommen hatte. Auch daran kann jeder erkennen, mit welchem Idealismus wir an diesem Event hingen.  

Wchtl. km Laufen bis incl. des Wettkampfes: 39 - 44 - 44 - 50 - 61 - 60 - 56 - 57 - 66 - 63


5. Schwedenkai-Marathon Kiel am 20. Februar(mit Rolf Frank)

Nur 6 Tage später bereits der nächste Marathon mit nur 21 km Training im Rahmen der morgendlichen KN-Zustellung seit dem Lauf um die Leuchttürme. Ich hatte keinerlei Ambitionen auf eine gute Wettkampfzeit bei meiner zweiten Teilnahme nach 1997, wo ich immer die Förde rauf und runter noch in einer Zeit 3:08 Stunden bester deutscher Läufer gewesen war. Von Beginn an traf ich auf meinen sympathischen Laufkollegen und Ultraläufer Rolf Frank mit den bis dahin meisten Marathon- und Ultrafinishes unseres Vereins, der gut 2 Monate später am 24. April zu den 13 Gründungsmitgliedern des bekannten 100 Marathon-Clubs zählen sollte. Mit Rolf lief ich von Beginn an bis km 40 zusammen. Durch die nette anregende Unterhaltung dabei blieb es kurzweilig. Als dann jedoch der 15 Jahre ältere damalige Itzehoer Rolf das Laufen mehr oder weniger einstellen musste, schickte er mich los, das Tempo etwas anzuziehen. Dieses war auch in meinem Sinne, denn weiterhin wollte ich einen Wettkampf-Marathon nicht langsamer als 1 Stunde von meiner persönlichen Bestzeit entfernt von 2:50:41 Stunden finishen. Der Leuchttürmelauf 6 Tage zuvor als Gruppenlauf zählte für mich somit sowieso nicht als richtiger Wettkampf dazu. So erzielte ich am Ende ohne Probleme noch eine Zeit von überraschenden 3:44:13 Stunden. Die Ursache aber war, dass die Streckenlänge 1,5 km zu kurz geraten war, wofür sich im Nachhinein dann in der Ergebnisliste auch der Veranstalter, die "LG Power-Schnecken Kiel e.V.", entschuldigte. Das war schon sehr ärgerlich, denn viele der 110 männlichen und nur 3 weiblichen persönliche Bestzeit gelaufenen Marathonis -wie die Handycap-Läuferin Jeannine Rathjens (3:49:48!) wussten jetzt nicht, wie sie dieses Resultat werten und bekannt machen könnten. Es war weiterhin hauptsächlich ein Lauf vieler Schweden und anderer Nordländer, die aus diesem Grunde extra morgens mit der Fähre angereist waren. 65 Skandinavier standen nur 48 deutsche Finisher gegenüber. Beste nationaler Läufer war unser Frank Zimmermann (2:47:49!) als Gesamt-5. vor Arne Franck (2:51:58!), Ralf Veers (2:54:39!), Uwe Cizinski (3:02:34!), Gerd Kurschus (3:03:21 - M50!), Karl-Josef Brinktine (3:05:29!), Ralf Teller (3:05:39!), Mogens Pedersen (3:08:05!) und Harald Petersen (3:12:10 - M55!). Nach mir kamen noch folgende 2 Albis ins Ziel: Rolf Frank (3:51:01) und Rainer Finnern (4:02:42). 2. und 3. Frau waren übrigens Rosemarie von Kocemba (4:04:55) und Barabara Szlachetka (4:27:32). Hier nun die Entschuldigungen sowie die nicht  bestenfähigen Ergebnisse:

 

 

Wchtl. km Laufen bis incl. des Wettkampfes: 63


  27. Husumer Wintermarathon am 06. März

Nur 2 Wochen später mein bereits dritter Lauf über die Marathonlänge innerhalb 3 Wochen. Zum dritten mal wollte ich hier dabei sein, obwohl ich an Zeiten von 3:09:56 Std. (1991) und 2:53:54 Std. (1993) diesmal nicht mal mehr zu träumen wagte. Diesen Trainingsumfang von damals wollte und konnte ich meinem Körper nicht mehr zumuten, um auch weiterhin über Jahre noch fit zu bleiben. Zusammen in meinem Golf II machte ich mich mit den Vereinskollegen Frank Zimmermann, Gerd Kurschus und Uwe Cizinski  bei regnerischem Wetter bereits um 9:15 Uhr per Pkw auf den Weg, obwohl der Start erst für 12:30 Uhr angesetzt war. Aber rechtzeitiges Ankommen ohne Stress unterwegs war für mich immer das oberste Gebot. In Husum angekommen wurde es dann zwar trocken, aber 5 Windstärken aus West bei 5 Grad "Wärme" sollten einem doch auf der windanfälligen Strecke zu schaffen machen. Vorgenommen hatte ich mir einen realistisch eingeschätzten km-Schnitt von 5 Minuten. Klappte auch ganz gut, aber etwas schneller war es dann in der windschützenden Läufergruppe, die ich nicht verlassen wollte, doch geworden, wie die 5-km-Abschnittszeiten von 23:41 - 23:20 - 24:11 - 24:24 - 23:55 und 24:26 Minuten bis km 30 belegen. Dieses sollte sich dann auch rächen, denn von da an traf mich der sogenannte "Hammer" und die km-Zeiten schnellten nach oben. Es war schon peinlich, wie ich danach mit 27:34 und sogar 31:28 Minuten für die weiteren je 5 km von km 30 bis 40 etliche Läufer davonziehen lassen musste bzw. diese mich überholten. Immerhin war ich mit einer Endzeit von 3:37:47 Stunden im Ziel noch weit von dem in Husum immer knappen Zeitlimit von damals mit 4:30 Stunden entfernt. Und auch die 8 der insgesamt 150 männlichen und 21 weiblichen Finisher mit einer Zeit über dieses Limit bis 4:47 Stunden wurden noch gewertet. Nach dem Umziehen ging es dann zum Theodor-Schäfer Berufsbildungswerk ins Thermal-Warmbadebad zum Aufwärmen und Regenerieren. Es folgte im großen Saal noch das legendäre Labskausessen, wofür jeder incl. einem Getränk einen Gutschein erhalten hatte. Dabei wurde auch die von der LAV Husum immer recht zügig über die Bühne gehende Siegerehrung auf der Bühne durchgeführt. Gesamtsieger wurden wie im Vorjahr das Ehepaar Volker und Andrea Krajenski mit Zeiten von 2:35 und 3:07 Stunden. Es war dann bereits dunkel, als wir uns noch auf die lange Heimfahrt von Husum nach Kiel begeben mussten. Hier nun eingefügt die komplette Ergebnisliste:

        

Wchtl. km Laufen bis incl. des Wettkampfes: 52 - 72


2. "Uwe Cizinski" Geburtstagsmarathon am 02. April

Nach 4 Wochen Wettkampfpause bereits mein 4. Marathon in diesem Jahr. Diesmal keine weite Anreise. Hier hatte ich bei der Premiere vor einem Jahr völlig unerwartet und überraschend erstmals einen Marathonlauf als Sieger beendet. Heute wollte ich nicht "volle Pulle" laufen, wie man so schön sagt. Einfach mehr Spaß haben als 4 Wochen zuvor beim Husum-Marathon und nicht zu viele Kraftreserven verschwenden. Vor allem langsam beginnen, war meine Devise. Ich begann mit den 1,3-km langen Rundenzeiten von über 7 Minuten. Ich fühlte mich gut und ab km 15 wurden die Rundenzeiten allmählich immer schneller mit bis runter auf 6:30 Minuten. Die letzten 2 Runden waren mit 6:20 und 6:18 Minuten dann meine schnellsten Runden. Hat einfach viel mehr Spaß gemacht heute als noch vor 4 Wochen, zumal ich noch einige Laufkollegen auf der 2. Laufhälfte ein- und überholen konnte. Mit der Endzeit von 3:39:35 Stunden war ich zwar nur 43 Sekunden langsamer als bei der Premiere dieser Veranstaltung im Vorjahr, erreichte aber statt Platz 1 diesmal lediglich den 8. Gesamtplatz. Aber ein Jahr zuvor hatte die Veranstaltung nur 18 Anmeldungen und 15 Finisher, in diesem 2. Jahr schon 25 Finisher bei 34 Anmeldungen. Das schreit regelrecht nach einer weiteren Auflage im nächsten Jahr, wenn die Organisatoren, Rundenzähler und anderen Helfer Uwe und Antje Cizinski, Petra Krüger, Brigitte Schippels, Gerhard Schiweck, Waltraud Hüser, Helga Tollknäpper sowie Angelika und Siegfried Schmitz bei der Stange bleiben.

   

Uwe Cizinski schrieb in einem Bericht für die Albi-Info folgendes: Eigentlich sollte es bei einem Geburtstagsmarathon bleiben: zu meinem 42. Geburtstag 1998. Aber die Anfragen nach Wiederholung häuften sich und so fragte ich unser Verpflegungs- und Zählerteam, ob es Lust zur 2. Auflage habe. Sie waren dabei und so konnte der Vereinsvorsitzende German Benk den 2. Holtenauer Geländemarathon starten. 24 Läufer und 2 Läuferinnen stellten sich diesem Marathon der besonderen Art. Darunter Deutsche Meister, Vizemeister im Ultrastreckenbereich, oder "Eisenmänner" sowie 3-fach-Triathleten. Auch der Weltrekordler mit den meisten absolvierten Marathons und Ultras war wieder dabei. Im letzten Jahr absolvierte Horst Preisler seinen 785. Und nun seinen 875. Marathon bzw. Ultralauf; und das im 62. Lebensjahr! ---  Auf dem Rundkurs aus Aschenbahn und Kieswegen war diesmal bei Kaiserwetter (12-16 Grad, sonnig, kein Wind) gut zu laufen. Nach 2 Stadionrunden ging es hinaus in die Kleingartenanlage, auf dem Rundkurs wieder zurück ins Stadion, dort eine Runde und wieder hinaus in die Kleingartenanlage - und dann "nur" noch 31 dieser Runden! --- Die Stimmung war wie das Wetter: heiter! Vorne wurde "geackert", denn Holger Ohm und Matthias Kuchinke haben lange gemeinsam geführt. Aber wie es im Marathon so ist, schob sich Runde für Runde ein Mann aus Schleswig näher an die beiden heran und zum Schluß hieß der Sieger Dierk Knauff von Spiridon Schleswig. Bei den Damen dominierte die deutsche Meisterin über 100 km, Marianne Dahl, TV Großburgwedel, über ihre Konkurrentin. Im Mittelfeld nahmen wir es locker und waren gut gelaunt. Die vorherigen Skeptiker wie Holger Ohm und Matthias Waesch fanden von Runde zu Runde mehr Gefallen am Rundendrehen in guter Gesellschaft - hier ist keiner lange allein auf der Strecke. Klaus Hüser drehte nur ein paar Proberunden, er hatte gerade eine schwere Erkältung hinter sich und "Eisenmann" Karl-Heinz Jost zeigte sich in guter Form, er hatte sich von seiner Erkältung erholt. Rolf Frank feierte seinen 100. Marathon auf der Strecke und blieb kurz vor dem Ziel stehen. Er wollte wie ich auch seine Zielzeit erreichen - und das war bei genauerem Hingucken das Geburtstagsdatum  des Urhebers dieses Marathon´s: 04:04:56 - Rolf hat immer solche Gags parat! --- Nach dem letzten Zieleinlauf wurde schnell abgebaut und danach spazierten alle gemeinsam in das Restaurant direkt am NO-Kanal und den Hochbrücken, der "Villa Hoheneck". Bei Spaghettiessen konnte in Ruhe geklönt werden und die kleine Siegerehrung rundete diesen harmonischen Lauf ab. Viele Läufer, aber auch Helfer, haben einige Appetit bekommen, im nächsten Jahr erneut dabei zu sein.


12. Kieler Hochbrückenlauf am 28. März

Aktiv nicht als Wettkämpfer sondern als Helfer dabei!! Unsere bereits 12. Auflage dieses Events über die beiden Kieler Hochbrücken über den Nordostseekanal wurde zum 2. mal von unserem 2. Vorsitzenden Peter Kaers organisiert. Viel verantwortungsvolle ehrenamtliche Arbeit ist damit verbunden und ca. 100 Helfer werden benötigt. Ein Dank geht an die Unterstützung diesbezüglich an den TuS Holtenau. Peter empfand es als schmerzlich, mitzuerleben, wenn Helferabsagen kurzfristig kommen und noch qualitativ gleichwertiger Ersatz gefunden werden muss. Aber eine Veranstaltung gilt als gelungen, wenn kein Läufer Pannen bemerkt und wie vorhanden, das Wetter gut ist. Obwohl gerade mal 8 Grad nicht angenehm für die Helfer ist und die Sonne erst um die Mittagszeit etwas anfing zu wärmen. 641 Läufer/innen kamen über die Ziellinie, ein nie dagewesenes Läuferfeld. Siegerehrung draußen von unserem 1. Vereinsvorsitzenden Günter Stachel auf dem Stadionfeld souverän durchgeführt, Läuferherz, was willst Du mehr! Leider "brachen" unsere Chipmatten auseinander und wir mussten als Alternative eine aufwendige mühsame Handauswertung vornehmen. Die neuen EDV-Männer Hans-Hermann Ott und Rainer Först retteten die Situation bravourös. Bei 700 Anmeldungen hatten wir erstmals zusätzlich einen Toilettenwagen angemietet. Staus gab es aber kleinere im Stadionbereich, der Turnhalle selbst und an der Verpflegungsstelle bei der Schweinsgeige. Wenn der Aufschwung der Teilnehmerzahlen sich fortsetzt, müssen wir im Vorwege überlegen, wie die Qualität der Veranstaltung gewahrt werden kann. Eine Möglichkeit wäre die der Teilnehmerbegrenzung. Nie wurde von den Angehörigen, hauptsächlich Frauen, soviel Kuchen gebacken wie dieses Jahr, der trotzdem ratzfatz alle war. Das Rennen wurde geprägt durch den Vorjahressieger und Kieler Frank Hahn, der im Ziel einen Vorsprung von 7 Minuten auf den Zweiten aufwies. Bei den Frauen dominerte die Hamburgerin Gabriele Schult mit einem Vorsprung von sogar 12 Minuten auf die Zweite. 457 Finisher bedeuteten einen Anstieg von 37 auf der Langstrecke gegenüber dem Vorjahr. Der Kurzlauf wurde von Thilo Mierswa bei den Männern und Anke Tiedemann bei den Frauen gewonnen. Übrigens verzeichnete die Zahl der Finisher über die Kurzlaufstrecke von 140 auf 184 prozentual einen noch größeren Anstieg.

Für meine Frau und mich stand dieser Hochbrückenlauf mit allem was dazugehört ganz im Zeichen des Helfens und der Unterstützung, um das Event zu einem guten Abschluß zu führen. Schon Dienstagabend hatte ich alle km- und Streckenschilder von Peter Kaers geholt und bereits am Freitag mal einen Test hinsichtlich der Befestigung der km-Schilder auf der Hochbrücke unternommen. Samstagvormittag dann aktiv bei unserem gut angenommenen Helferlauf auf der Originalstrecke über 30 km dabei, weil wir ja selbst am Tage der Veranstaltung nicht mitlaufen dürfen und zum Helfen "verpflichtet" sind. Samstagnachmittag erst die Schlüssel vom Wasserschiffahrtsamt für die Schranken zu den Kanalwegen besorgt und dann von 13 bis 18 Uhr helfen beim Aufbau auf dem Sportplatz des Ernst-Barlach-Gymnasiums wie Absperrungen einrichten, mehrere Zelte mit Benno aufbauen und noch vieles mehr. Wegen der Sommerzeitumstellung in der Nacht zum Sonntag war diese noch kürzer als sonst, denn bereits um 6:30 Uhr traf ich mich mit Peter Gröpper zum gemeinsamen Km-Schilder auf den beiden Strecken anzubringen. Danach dann Helfer bei der Parkplatzeinweisung der Aktiven und nach dem Start des Laufes Streckenposten auf zwei Positionen in Suchsdorf und am Abzweig vom Kanal auf den "Polterberg" in Knoop. Danach erneut die gesamt Laufstrecke abgefahren und die km-Schilder wieder eingesammelt. Damit war dann aber noch nicht Schluß, denn es muß ja auch alles wieder im Stadionbereich abgebaut und wegtransportiert werden. Erst um 18.30 Uhr war mein 12-Stunden andauernder "Arbeitstag" zu Ende. Aber auch Regina identifizierte sich mit dem Verein, backte mehrere Kuchen, kochte Kaffee für einige unserer 1,7 lt.-Pumpkannen vor  und half am Sonntag erst bei der Startnummernausgabe und anschließend beim Kaffee- und Kuchenverkauf.

wchtl. km Laufen bis incl. des Wettkampfes: 35 - 66 - 50 - 62


14. Shell - Hamburg-Marathon am 25. April

Zum dritten Mal nach 1988 und 1995 mit der Durchführung der Deutschen Meisterschaften und einer großen Steigerung der Teilnehmerzahlen und auch Finisher/innen. Auch der Frauenanteil erreichte eine neue Rekordhöhe mit 14,6 %. Der 14. große Hamburger Stadtmarathon war auch mein 14. Lauf durch Hamburg mit vielen Sehenswürdigkeiten. Immer kam ich ins Ziel und das sollte auch diesmal so werden. Aber von Anfang an: Am Samstag, dem Vortag, fuhren meine Frau und ich sehr früh morgens Richtung Hamburger Fernsehturm und fanden auch ganz in der Nähe der Messehallen einen Parkplatz. Am dortigen Frühstückslauf und anschließendem Frühstücksbuffet -früher im Startgeld enthalten!- nahmen wir wegen der Extrakosten nicht teil. Wir genossen noch die Ruhe und relative Leere an den vielen Ständen der u. a. bekannten Laufschuh- und Sportkleidungsfirmen, sammelten wieder massenhaft Ausschreibungen und sonst lesenswertes ein und holten meinen BILD-Beutel mit den Startunterlagen ab. Alles dies deponierten wir ins Auto und genossen danach das schöne Wetter bei einem Bummel durch den prächtig blühenden angrenzenden Park "Planten und Blomen". In Hamburgs City genossen wir im Freien im Sonnenschein unser Mittagessen mit einem Weizenbier. Nachmittags ging es, bevor wir zurück nach Hause fuhren, noch mal kurz auf die Messe, um mich noch mal kohlenhydrathaltig bei der Pastaparty zu stärken. Um 17:30 Uhr waren wir wieder zu Hause, ich packte gleich anhand der Wettervorhersage für den nächsten Tag meinen Sportbeutel mit allem was dazugehört wie Essen und Trinken bis zum Start um 9 Uhr am Folgetag. Meine Frau servierte mir dann noch mal kohlenhydratreiche Kost mit u. a. Pellkartoffeln, denn ich hatte schon geplant, eine dem Trainingsaufwand und -zustand gute Zeit am Sonntag zu laufen.

Sonntagmorgen um 5 Uhr aufstehen, frühstücken und mit dem Pkw nach Ellerbek gefahren. Von hier fuhr ich mit dem vom LTV-Kiel-Ost gecharterten Bus mit vielen anderen Gleichgesinnten nach Hamburg. Dort angekommen suchte ich den vereinbarten Treffpunkt meines Vereins, der LG Albatros Kiel, auf. Nicht nur hier wurde es mit der Zeit immer voller und die Anspannung unter uns Albis stieg. Umkleiden, Startnummer und Champion-Chip befestigen, ein letztes mal leichte Kost zu sich nehmen mit ausreichend Iso oder anderen Getränken. Rechtzeitig auf den Weg gemacht zur strapaziösen Kleiderbeutelabgabe. Danach begab ich mich zu meinem Startblock in der Karolinenstraße. Es war bedeckt bei ca. 10 Grad, aber in der Menschenmasse im Startblock fühlt es sich immer wärmer an. Dann der Startschuß. Langsam setzten wir uns in Bewegung, erst gehend und dann nach dem Überschreiten der Nettozeit-Meßmatten drückte ich meinen Startknopf auf meiner Laufuhr. Jetzt fing ich mit dem richtigen Laufen an. Ich hatte mir eine Endzeit von ca. 3:20 Stunden vorgenommen, was einer km-Zeit von ca. 4:43 Minuten entspricht. Klappte bei den Blicken auf meine gestoppten Zwischenzeiten auch von Beginn an gut. 2 Sekunden schneller im Schnitt nach 10 km, wo ich auf 46:50 Minuten kam, schienen mir optimal, aber bloß nicht noch schneller werden, so meine Gedanken auf der Elbchaussee wieder Richtung Osten und Landungsbrücken, wo es bergab geht. Speicherstadt, Binnenalster, Außenalster, so ging es weiter. Km 20 wurde erreicht bei 1:33:47 Stunden. Alles im Lot und okay, aber im Schnitt wieder 1 Sekunden schneller als geplant. Aber das Wetter war weiterhin bedeckt und nicht zu warm und ich fühlte mich gut. Der Meßpunkt der Halbmarathonmarke wurde erreicht bei 1:38:54 Stunden. Ich war zufrieden und hoffte, dieses Tempo beibehalten zu können, denn dann hatte ich mein gestecktes Ziel von unter 3:20 Stunden erreicht. Von den anfeuernden Zuschauermassen ließ ich mich nicht anstecken, sondern lief weiter in meinem gleichbleibenden Trott. Übrigens habe ich von Beginn an alle möglichen Verpflegungs- und Getränkestellen frequentiert und ausreichend Flüssigkeit in Form von überwiegend Wasser und auch Iso zu mir genommen. Mein Befinden blieb gut und die Kilometerzeiten blieben weiterhin konstant, wie auch später die 46:52 Minuten für den dritten 10-km-Abschnitt aussagten. Noch 12 km bis zum Ziel jetzt. Ich spürte, dass mir das Laufen im gewohnten Tempo schwerer fiel, konnte es aber vorerst weiter beibehalten. Der allerdings kleine "Hammer" kam dann aber doch ab ca. km 37. Die km-Zeiten pendelten nach oben bis auf 4:45 Minuten pro km bis km 40. Die 47:19 Minuten für den 4. Zehner-km-Abschnitt waren immer noch okay, aber ich spürte, dass ich nicht noch viel langsamer werden durfte, so meine Hochrechnungen, um unter meine Wunsch-Endzeit von 3:20 Stunden zu kommen. Aber noch einmal 4:45 und 4:52 Minuten für km 41 und 42 und 51 Sekunden für die restlichen 195 m reichten locker für mein realistisches mögliche Ziel. Die Netto-Endzeit betrug bei meinem 40. Marathon 3:18:31 Stunden und ein km-Schnitt von 4:42 Minuten.

Es gab die wieder mir bekannte Shell-Medaille und ich begab mich erschöpft aber zufrieden in die Zielverpflegungszone, bevor ich meinen Kleiderbeutel abholte und mich unter den recht "müden" und "sparsamen" Duschen erfrischte. Danach traf ich noch einige Albis zum Smalltalk zum Lauf, bevor ich mich zum Treffpunkt der LTV-Kiel-Ost-Läufer begab. Hier war dann noch längeres Warten angesagt, bis auch der oder die letzte langsamte Läufer/in erschien, denn erst jetzt konnte die Bus-Heimfahrt angetreten werden. So wurde es doch mit 17:30 Uhr spätnachmittags, als ich erst wieder zu Hause eintraf. Im nächsten Jahr werde wohl auch ich das Angebot der Bahn mit dem günstigen Wochenendticket für 5 Personen in Anspruch nehmen, wofür viele der insgesamt 27 finishenden Albis sich bereits dieses Jahr entschieden hatten. Hätte auch noch den Vorteil, vor der Rückfahrt gemeinsam im Park "Planten + Blomen" kräftig mit zu feiern, weil liebe Angehörige leckeres zu Trinken und Essen mitgebracht und aufgetischt hatten.

   

Für den Veranstalter war es wieder einmal ein Erfolg auf der ganzen Linie, wenn man sich die eingefügten Statistiken ansieht. Auch das Wetter spielte -wie immer!- auch wieder mit. Nur für die Langsameren wurde es wegen zunehmender Sonnenscheinintensität und dadurch höheren Temperaturen etwas zu warm. --- Wochen später nach Erhalt der dicken Ergebnisbroschüre dann auch die Resultate aller anderen mir bekannten und dabei gewesenen Läufer. Auch konnte ich etwas stolz darauf sein, noch mit meiner Zeit in die erste Mannschaft der LG Albatros Kiel gekommen zu sein. Aber zwei Mannschaftsplätze besser war noch die SV Friedrichsort, mein früherer Verein, mit Peter Grams (2:55:33), Matthias Kuchinke (3:05:01) und Rainer Westerhelweg (3:11:57). Die genau 100 Seiten dicke Ergebnisbroschüre liegt mir vor!  

 

Wchtl. km Laufen bis incl. des Wettkampfes: 52 - 54 - 62


23. Monschau-Eifelmarathon am 08. August (gemeinsam mit meiner Frau Regina!)

Über 100 Tage waren vergangen seit meinem letzten Wettkampf. Ehrenamtlich half ich/halfen wir in dieser Zeit gerne Peter Kaers am 02. Mai bei seinem 50.-Geburtstags-Lauf um den Westensee (Streckenverpflegung! - siehe Foto rechts!, Uwe Cizinski am 08. Mai beim leider verregneten  Duathlon des TuS Holtenau(Aufbau+Streckenposten), vier Wochen später am 05. Juni Siggi Schmitz beim Holtenauer Abendlauf (Kreiden/Beschildern + Streckenposten) und am 10. Juli beim 2. Holtenauer 24-Stunden-Happening (Aufbau und Rundenzähler), das leider wegen eines Todesfalls in der Nacht plötzlich sein trauriges unglückliches Ende fand und abgebrochen wurde. Sehr viel bewegt haben meine Frau Regina und ich uns aber weiterhin. Mein reines Lauftraining bestand so gut wie nur aus dem 6 x wöchentliches  KN-Zustellen. Viel mehr Freude an der  Bewegung brachten meiner Frau und mich ausgedehnte Powerwalking-Wanderungen bis 42 km u. v. a. mit dem Umwandern sämtlicher größerer und größten Seen Schleswig-Holsteins. Wir hatten das gemeinsame Ziel, dass auch Regina es einmal selbst miterlebt, einen Marathon zu finishen. Und dieses sollte im Rahmen der LGA-Jahresfahrt der zudem noch anspruchsvolle Monschau-Marathon werden, der hierfür ein ausreichendes Zeitfenster von 8 Stunden bot. Im Gegensatz zu den meisten der anderen 23 Jahresfahrt-Teilnehmer fühlten wir uns statt im später stark kritisierten Hotel im Vorort Mützenich direkt in Monschau in einer Ferienwohnung sehr wohl. Für diese Lösung hatten wir uns entschieden, weil wir außer den wenigen Tagen der offiziellen Jahresfahrt hier auch gleich unseren längeren großen Jahresurlaub genießen wollten. Anreisetag war bereits 4 Tage zuvor in dieses 20 km südlich von Aachen gelegene schöne bezaubernde Städtchen, die auch "Rheinisches Rothenburg" oder "Eifelperle" genannt wird. Am 2. Tag lernten wir als sogenanntes "Abschlußtraining" bei einer ausgedehnten und mit 36 km länger als geplanten Wanderung bereits das bergige Plateau mit langen Steigungen näher kennen. Am Freitag ließen wir es mit Besichtigungen u. a. anderer Städte und Burgen zum Regenerieren ruhiger angehen. Am Abend trafen wir dann auf die an diesem Tag angereisten anderen Jahresfahrtteilnehmer beim gemeinsamen Abendessen und Feiern hinterher. Samstag ging es dann gemeinsam in das sehenswerte Aachen mit seinen vielen Sehenswürdigkeiten. Auf dem Rückweg kamen wir durchs einige km nördlich gelegene Konzen, dem Startort des Marathons, nahmen unsere Startunterlagen in Empfang und stärkten uns auf bei der Nudelparty. Abends zurück in der Fewo kochte Regina dann noch einmal viele Nudeln zur Auffüllung der Kohlenhydratspeicher. Die Anspannung auf den nächsten Tag stieg und wir schliefen nachts unruhig. Zudem ließen wir uns früh um bereits 4:30 Uhr wecken, denn wir wollten als Walker und Langsamläufer die flexible frühstmögliche Startzeit um 6 Uhr für in Anspruch nehmen. Noch einmal füllten wir mit einem großen Teller Müsli mit Bananenscheiben unsere Energiespeicher. Für die große Masse von der Läufer/innen war der Start für ebenfalls noch frühe 8 Uhr angesetzt. Als wir um 5:30 Uhr den Startpunkt in Konzen bei der Kirche erreichten, wurden wir zugleich gefragt, ob wir schon los wollten, was möglich wäre. Wir zögerten keinen Augenblick. Optimal nach unserer Ansicht. Wir machten uns schnell startklar und dann wurden wir per handgestoppter Zeit um 5:43 Uhr auf die Reise geschickt, wofür sich Regina ein halbes Jahr lang intensiv mit mir vorbereitet hatte. Von 530 m Höhe ging es auf den ersten 7,5 km mal mehr und mal weniger bergab bis nach Monschau über den Fluss Rur auf ca. 360 m Höhe. Trotzdem ließen wir es mit einem km-Schnitt von noch knapp über 9 Minuten ruhig angehen, denn ein Marathon ist mit 42,2 km sehr lang und diese Gefälle müssen ja auch wieder bergauf gemeistert werden. Zudem hatte uns das bekannte Höhenprofil mit langen Passagen bergauf und bergab schon im Vorwege zur Vorsicht geraten. Schließlich sollte der Lauf auch bis zum Ziel später nicht zur zu großen Qual werden, sondern die Lust auf evtl. noch weitere Marathonfinishes wecken. Weiter ging´s nun wieder bergauf, dann erneut bergab und ab km 12 im Holderbachtal war auf 2 km ein langer Anstieg zu bewältigen, der uns 160 m höher brachte. Hier versuchte ich vergeblich, Regina tempomäßig etwas zu bremsen, war aber, oben angekommen, erstaunt, dass sie dies konditionsmäßig problemlos im kaum langsameren Tempo als zuvor geschafft hatte. Weiter ging es rauf und runter und wir wurden mit km-Zeiten von unter 9:00 Minuten sogar schneller, obwohl wir erst bei km 28 mit einer Höhe von ca. 580 m den höchsten Punkt der Strecke in Kalterherberg erreicht hatten. Hier fing es für eine Weile an, unangenehm zu regnen. Aber ich hatte an alle möglichen Eventualitäten  wie hinsichtlich der Verpflegung incl. Magnesium- und Salztabletten vorgesorgt und spannte einen mitgenommenen Regenschirm auf. Ein Drittel der Strecke lag zwar noch vor uns, aber wir wurden immer zuversichtlicher, dass wir es schaffen könnten. Störte uns auch nicht, dass es jetzt so weit war, dass uns die regulär später gestarteten Spitzenläufer ein- und überholten. Wir ließen uns nicht beirren und Regina behielt annähernd ihr Tempo bei, obwohl ich immer versuchte, sie etwas zu bremsen. Grund war, dass es weiterhin bergauf und bergab ging und zum Schluss dann die letzten 2 km bis zum Ziel sogar stetig bergauf gehen würde. Aber gerade da, als Regina das Ziel wohl schon regelrecht riechen und dann auch den Moderator im Zielbereich bereits hören konnte, lief Regina zu ihrer Bestform auf und schaffte bergauf sozusagen als Endspurt km-Zeiten von 8:48 und 8:30 Minuten. Dann kam das Ziel in Sicht, Konzens Kirche schlug gerade 12 Uhr, und ich spürte regelrecht Reginas Stolz über das sogleich Erreichte: Ihr erstes offizielles Marathonfinish. Ihre erste offizielle Medaille. Auch über ihre Zeit von genau 6:19:05 Stunden war sie happy. Jetzt erst mal sich stärken bei Speis und Trank, wozu auch zünftig ein "richtiges" Bier gehörte . Danach konnten wir uns unsere Urkunde abholen und es wurden Fotos geschossen. Was für ein unvergesslicher schöner erlebnisreicher Tag heute für Regina, aber auch für mich. Auch alle anderen Albis freuten sich mit uns. Der Nachmittag neigte sich dem Ende zu und wir fuhren zum Duschen, etwas Ausruhen und Regenerieren zurück in unsere Fewo nach Monschau. Abends dann nach Mützenich ins Hotel der anderen Vereinsteilnehmer zum geselligen Abendessen und viel feuchten gesunden und ungesunden Getränken. Eine prima Stimmung bis spät in die Nacht. Die drei km bergab danach nach Monschau in unser eigenes Bett unternahmen wir dann sicherheitshalber schon wieder zu Fuß.

    

    

   

Am Montag war dann aber erst einmal Regeneration angesagt, obwohl wir auch wieder stundenlang auf den Beinen waren. Für Dienstag hatte ich bereits wieder eine ausgedehnte Wanderung ins "Hohe Venn" ausgesucht. Nach 2 Stunden setzte jedoch Regen ein, der auch nicht wieder aufhören wollte. Darauf laut Wettervorhersage nicht vorbereitet, hatten wir weder Schirm noch Regenzeug dabei heute. Weil wir durchnässt trotz Tempoverschärfung anfingen zu frieren, gaben wir irgendwann auf und suchten uns den kürzesten, aber auch noch fast zwei Stunden dauernden Weg tempomäßig so schnell wie möglich zurück nach Monschau in unsere Fewo. Am Mittwoch, dem 11. August, fuhren wir in zwei Stunden ganz durch die Eifel nach Trier an der Mosel, denn hier sollte -je weiter südlich, umso intensiver- die seltene Sonnenfinsternis um die Mittagszeit am stärksten den Tag verdunkeln. Das Wetter spielte hervorragend mit und es war ein Erlebnis, wie es um die Mittagszeit während einer Stadtführung immer dunkler und dann nach ca. 15 Minuten wieder heller und sonnig wurde. Abends die jetzt fast 5-stündige Rückfahrt von 18 bis 23 Uhr werden wir aber wegen eines gewaltigen Staus aus Trier heraus genauso wenig vergessen. Für den Donnerstag hatte ich wieder eine lange ausgedehnte Wanderung um den Rursee und der gleichnamigen Talsperre ausgesucht, die wir aber nach "nur" 30 km(!!) abkürzen und vorzeitig beenden konnten, denn Regina war jetzt doch etwas sehr ausgepowert nach 8 anstrengenden Tagen mit insgesamt 200 km in den Beinen. Den letzten Tag genossen wir noch in geruhsam in Eupen/Belgien, bevor es am Samstag, den 14. August wieder heimwärts nach Kiel ging. Aufregende und anstrengende 11 Tage lagen hinter uns. Als wir einige Zeit später die Ergebnisliste in den Händen hatten, konnten wir feststellen, dass nach uns noch über 100 Aktive mit einer langsameren Zeit ins Ziel kamen.

  Dieser Natur- und Landschaftsmarathon konnte in diesem Jahr einen kräftigen Teilnehmerzuwachs um 27 % auf 1518 Finisher verzeichnen. Bestzeiten sind hier aufgrund der vielen kräfteraubenden zu bewältigenden Höhenmeter nicht möglich. Dies sagen auch die Siegerzeiten des Briten Shane Downes (2:39:18) bei den Männern und Birgit Lennartz (3:02:42) bei den Frauen aus. So mussten auch wir Albis als Flachlandtiroler uns mit ungewohnten mäßigeren Endzeiten zufriedengeben. Dies was aber nebensächlich, denn das gesellige Beisammensein stand in diesen Tagen absolut im Vordergrund: Hier die Resultate aller 15 Albis: Harald Petersen (3:43:52), Ursula Schiweck (3:59:21), Klaus Hüser (4:11:34), Peter Kaers (4:33:32), Dietrich Treichel (4:44:33), Rainer Först (4:49:49), Lothar Gehrke (4:50:56), Heleena Keski-Kujala-Ott (4:57:20), Hans-Hermann Ott (4:58:44), Sigrid Nielsen (5:09:42), Günter Stachel (5:56:00), Regina und Heinz Behrmann (6:19:00) und Angelika und Siegfried Schmitz (7:55:00).

Wchtl. km Laufen (+ Fahrrad) bis incl. des Wettkampfes: 20 - 30 - 35 - 30 - 30 - 30 - 30 - 37(36) - 35(36) - 30(36) - 38 - 26 - 28 - 32 - 10(!)


10. Friedrichsorter Straßenlauf am 04. September - 12,4 km (teilweise mit Günter + "Nico"!)

Jubiläumslauf der SV Friedrichsort, meinem früheren Verein. Auch ich gehörte 1990 zum 100-jährigen Vereinsjubiläums zu den Initiatoren und Organisatoren der ersten Veranstaltung mit Start und Ziel damals noch bei Minimal (jetzt REWE). Jetzt befand sich der Start direkt in der Nähe des Vereinsheims und der Umkleideräumen mit den Toiletten, was logistisch die bei weitem bessere Lösung war. Das Ziel befand sich aber in zumutbarer Entfernung 400 m entfernt zuschauerfreundlich in der Fußgängerzone. Diese waren auch deshalb zahlreich vertreten, weil am gleichen Wochenende Friedrichsort immer sein Stadtteilfest feierte. Etliche Male hatte ich als Helfer zu jener Zeit nicht selbst mitlaufen können. Daher auch erst mein insgesamt 3. Start hier. Einmal alleine, einmal mit Tochter Lena und diesmal war es wieder ein besonderer Anlass, auf den ich hier gerne noch mal zurückblicken möchte:

Wie der 61-jährige Günter Heyer vom Langlaufvirus infiziert wurde!

Es fing an mit einem Geburtstag unserer jahrelangen Friedrichsorter Freunde, der Familie Heyer. Günter Heyer wurde 61 Jahre. Hier hatten wir auch bis 1993 vor und unserem Umzug ins eigene Haus in Holtenau gewohnt. Es war Tradition geworden, Günters Geburtstag mit einer Grillparty auf deren Terrasse zünftig zu feiern. Sohn Roland mit Gattin, wohnhaft nahe Frankfurt, hatten sich auch dafür Zeit genommen und waren angereist. Unser Geschenk bestand dieses Jahr -nett in einer Kiste präsentiert- aus 20 Flaschen Bier verschiedenster Sorten und Geschmäcker, z. B. Kölsch, Pilsener, Weizen-, Schwarz- sowie auch Stark- und Bockbieren. Wir kamen auf die Idee des Probierens, nach und nach diese Biere immer durch uns 3 Männer aufzuteilen. So wurden im Laufe der Stunden die vollen Flaschen weniger und die auf der Fensterbank aufgereihte leere Flaschenbatterie immer länger. Natürlich gab es dazu auch öfter noch mal einen sogenannten "Verteiler", der die zusätzliche Wirkung nicht verfehlte und unsere Stimmung immer geselliger werden ließ. So kamen wir auch auf das Thema "Laufen" zu sprechen, zumal ich ja gerade Regina zur ausdauernden Marathon-Walkerin trainierte. "Mit dem Langlauf kann man noch in jedem Alter beginnen, um dann bis zum Lebensende mehr Lebensqualität zu genießen", so mein Tenor. 20 Jahre kannten wir uns und seit 14 Jahren betrieb ich jetzt diesen Ausdauersport, ohne dass Günter jemals daran Interesse hatte, auch wenn er in früheren Jahren öfter mal bis zu 5.000 m gute Zeiten auf der Bahn gelaufen war. Jetzt war der ehemalige Kapitänleutnant bereits seit Jahren Pensionär, hatte mit Ausdauersport nix mehr am Hut und klagte gelegentlich auch schon mal über Knieschmerzen. Also Thema "Laufen" war angesagt und wurde immer mehr ausgeschmückt. "Wäre doch auch für seinen Dalmatiner "Nico" eine Freude, auf diese Weise mehr Bewegung zu genießen", nur ein Spruch von mir damals. Ich bot Günter an, sozusagen als "Personaltrainer" ihn vorsichtig aufzubauen und auch mit ihm wöchentlich gemeinsam zu laufen. Günters Sohn Roland pflichtete mir und seinem Vater auch zu und so wurde per Handschlag besiegelt. "Das machen wir!" Gleich erstes gemeinsames Lauftraining kurz darauf vereinbart und er solle zur Knie- und Muskelstärkung nebenbei etwas mehr Fahrrad fahren. Zufällig war dieser Tag ein 16. Juli und mir war schon bekannt, dass der nächste Hamburg-Marathon genau am 16. April stattfinden würde. "Günter, ich baue Dich vorsichtig auf zum Marathoni und in genau 9 Monaten lauf ich mit Dir gemeinsam Deinen ersten Marathon", so mein im Nachhinein vollmundiges Versprechen und Befeuern in diese Mammutaufgabe. "Als Vorbereitung darauf steigern wir die Wettkampfdistanzen und fangen an mit dem heimischen Straßenlauf ganz dicht hier in Friedrichsort an - und dann genau am Geburtstag, dem 12. September, Deiner lieben Ehefrau Christa läufst Du Deinen zweiten Wettkampf im Rahmen des  ebenfalls 12. Kieler 10-Meilen-Laufes", mein akzeptierter Vorschlag. "Dann haben wir abends noch einen weiteren Grund des ausgiebigen Feierns" Dann weiter: "Unter welchem originellen Vereinsnamen melden wir Dich an", überlegten wir, und kamen auf die phantastische Idee "Lokomotive Zatopek". Wer kennt ihn nicht, diese tschechische Kampfmaschine und 3-fache Olympiasieger 1952 über die 3 längsten Laufdistanzen. So vergingen die geselligen Stunden und wir schafften es tatsächlich, alle 20 Flaschen verschiedenster Biersorten zu leeren, was sicher nicht gesund war. Aber dieser kräftige kopfschmerzenfördernde Alkoholgenuß war nun eben auch der Auslöser dafür, dass Günter in der Folgezeit bis heute fast 18 Jahre später ein viel gesünderes Leben führen sollte mit vielen sportlichen Höhepunkten und bald 400 Marathon- und Ultralauf-Finishes. Eine wahrhaft unglaubliche Geschichte! Daran hat damals an diesem entscheidenden Tag wahrhaftig niemand ernsthaft gedacht. Und all dies war auch nicht am nächsten Tag vergessen, auch wenn ich abends zuvor nach unserem 5 km-Nachhausetorkeln mir direkt vor unserer Haustür noch eine Platzwunde am Kopf zuzog. Unsere Sinne hatten wir aber alle noch soweit beisammen, dass wir am nächsten Tag wussten, was alles ge- und versprochen worden war und was jetzt in Zukunft auf Günter und auch auf mich zukommen würde. Schließlich hatte ich dadurch auch die Verantwortung für das Beibehalten von Günters Gesundheit als wichtigste Priorität übernommen. Übrigens sind Regina und ich am Folgetag fast 40 km nach Gettorf zum dortigen Flohmarkt und zurück marschiert!

Jetzt aber zurück zum eigentlichen diesen Lauf, was Günter Heyer´s erstes Wettkampffinish bei schönstem Spätsommerwetter werden sollte. Auch deshalb mein Start hier. Günter hatte ich nach erst 7 Wochen vorsichtigem Trainingsbeginn für die Kurzstrecke über tatsächliche 4,6 km (und nicht 4,2 km laut wie Ausschreibung und Ergebnisliste) angemeldet. Gute, für Günter auch orthopädisch passende Laufschuhe hatten wir natürlich ebenfalls schon vor einigen Wochen bei "Zippel´s Läuferwelt" besorgt.

    

Günter Heyer mit "Nico" beim Zieleinlauf nach 4,6 km - Heinz Behrmann hat noch 2 Runden vor sich --- anschließend alle happy!

Los ging´s:  Diese erste Runde lief ich mit ihm und seinem Dalmatiner gemeinsam. Nach 26:30 Minuten im Ziel wurde der bereits 61-jährige Günter gebührend von den applaudierenden Frauen empfangen. Ich lief dann die beiden weiteren Runden schneller alleine. Für diese restlichen 7,8 km benötigte ich 34:27 Minuten, was ein Schnitt von "nur" 4:25 Minuten bedeutet. Die letzten km war ich aufgrund der wohl zu starken Tempobeschleunigung in der zweiten Runde so "kaputt", dass ich total einbrach. Aber egal auch heute - wie auch die Endzeit von 1:00:57 Stunden. Duschen, Umziehen und dann wieder feiern bei Günter und Christa. Leider erst später erfuhren wir, dass Günter sogar den 3. Podestplatz in der AK erzielt hatte. Dies war der 1. Lauf und  der 2. sollte bereits in nur 8 Tagen folgen!

Insgesamt 193 Männer und Frauen finishten die lange Strecke und auch noch 79 die Kurzstrecke laut einer mir vorliegenden Ergebnisliste. Ein gute Beteiligung, woran auch die große Schar von 19 Albis einen kräftigen Anteil hatte. Da es sich jedoch um einen Lauf, der mit in die Wertung für den Zippel´s Kiel-Cup einfließt, war eine größere Beteiligung zu erwarten gewesen. Vor zwei Jahren, meiner letzten Teilnahme hier, finishten 138 bei der Lang- und 74 bei der Kurzstrecke.   Auf der Langstrecke siegte bei den Männern Frank Hahn (42:30 - 1.M30) vor Lutz Sellmer (44:24 - 1. M35) und Reinhold Adam (45:03 - 1. M45). Die Frauenwertung gewann hier Anke Tiedemann (49:48) vor Verena Becker (51:06) und Gerda Schönborn (54:31).

Hier nun die komplette Ergebnisliste > zuerst über die Lang- und danach über die Kurzstrecke:

Wchtl. km Laufen(+ Fahrrad) bis incl. des Wettkampfes: 0 - 28 - 51 - 47(58)


   12. Kieler 10-Meilen-Lauf am 12. September  (mit Günter + "Nico"!)

    

Der 12. Lauf seit 1986 sollte auch mein 12. Finish an diesem 12. September hier werden. Zum bereits 4. Male besuchten uns unsere Finsterwalder Freunde. Die Familie Werner mit 3 Kindern übernachtete bei uns wieder von Freitag bis Montag. Den Samstag verbrachten wir mit denen beim Tag der offenen Tür des NDR sowie beim Spielefest an der Kiellinie und am frühen Abend bei einer leckeren Pizza in der "Traumfabrik". Gerd Werner wollte nach 5 Jahre Pause mal wieder Kiel laufend genießen und tat dies als Fußballspieler in guten 1:18:40 Stunden, einem km-Schnitt von 4:53 Minuten. Nach einem Jahr Pause im vergangenen Jahr hatten sich dieses Jahr 1.484 Teilnehmer angemeldet, darunter 273 Frauen, das heißt 18,4 % und neuer Rekord im Gegensatz zu den 16,6 % zwei Jahre zuvor. An der Wettkampfklasse waren hiervon 365 Männer und 77 Frauen interessiert. Die große Mehrheit von 769 Männer und 196 Frauen jedoch entschied sich für die Breitensportklasse. Dies wohl auch wegen der vielen zu gewinnenden lukrativen Preise. Ein Vergleich zu den Meldezahlen 2 Jahre zuvor ergab kaum Änderungen - auch nicht hinsichtlich der Verteilung auf die verschiedenen Klassen. Ich habe mir die Mühe gemacht, aus der Ergebnisliste die Finisher in dieser Breitensportklasse zu zählen. Dies sind 583 Männer und 110 Frauen, also gesamt 693. In der Wettkampfklasse erreichten 349 Männer und 67 Frauen das Ziel, also gesamt 416. Somit finishten tatsächlich 1.109 von den insgesamt 1.484 Anmeldungen, was eine Quote von knapp 75 % ergibt. In der Wettkampfklasse siegte bei den Frauen Anke Tiedemann (1:03:32 Std.) vor Anita Carstensen (1:05:03) und Verena Becker (1:07:24). Auf die guten Plätze 5 bis 7 konnte sich das Trio nördlich vom Kanal mit Gerda Schönborn (1:11:54 - 1. W45), Marion Arnold (1:12:41) und Christine Schuster (1:13:48) platzieren. Bei den Männern siegte Slawomir Kwiatkowski (52:16 Std.) vor Dirk Schumann (54:45) und Frank Hahn (55:51). Tolle Zeiten aber auch von dem bereits 64-jährigen Weltklasse-Ultraläufer Alfred Schippels mit 1:08:43 Stunden und unserem noch fast 2 Jahre älteren Benno Richter in 1:08:20 Stunden. Wie die 31 gefinishten Albis so abgeschnitten haben und mit welchen Platzierungen (Wettkampfklasse) könnt ihr der eingefügten Tabelle aus der Albi-Info entnehmen. Wegen des unerwartet heißen Sommerwetters in diesem September und insbesondere am Kiel-Lauf-Tag konnten trotz Spitzenläufer am Start keine neuen Bestzeiten erzielt werden. Alle hatten mit der Hitze und dem Durst zu kämpfen. Die Organisation des veranstaltenden Verein SC Fortuna Wellsee mit insgesamt wieder 130 Helfern lief wieder wie gewohnt professionell ab.

  

Vor dem Start: "Nico"- Günter Heyer - Heinz Behrmann - Roland Heyer - Gerd Werner ----------- Bei km 3 am Bootshafen

Jetzt aber zu meinem bzw. unserem eigenen Lauf. Wir alle, das waren zum einen die gesamt 5-köpfige Familie Werner, Günter und Christa Heyer samt Nico und meine Frau Regina und ich trafen uns rechtzeitig vor dem Start pünktlich am vereinbarten Treffpunkt vor dem Kieler Rathaus. Vor allem Günter und ich waren von uns allen am meisten vor dem Start aufgeregt und angespannt. Wie würde es heute für den 61-jährigen Günter Heyer bei seinem bis dato längsten Lauf und einer nur relativ kurzen Vorbereitungszeit laufen, in der ich Günter ja einige Male bei seinen von mir vorgegebenen Trainingseinheiten betreut und begleitet hatte. Selbstverständlich wollte ich heute nicht für mich auf Zeit laufen, sondern Freude daran haben, Günter mit seinem "Nico" dabei zu betreuen. Schließlich hatte mir schon eine ähnliche Betreuung als Begleitung meiner Frau bei ihrer Marathon-Premiere in Monschau 5 Wochen zuvor viel Freunde und auch etwas Stolz eingebracht. Wieder herrschte herrlichstes warmes Spätsommerwetter und wir konnten uns schon frühzeitig unsere Wettkampfkleidung anziehen. Vor dem Start das Treffen mit all den anderen Albis vor dem Opernhaus und Aufstellen zum Gruppenfotoshooting. Dies machte sicher auch auf Günter Eindruck und er wurde dann ja danach auch Mitglied der LG Albatros Kiel. Dann Aufstellung zum Start. Wir, das waren auch noch Günters Sohn Roland und seine Frau Elizabeth, reihten uns ganz hinten am Ende des großen Starterfeldes ein. Dies auch aus Rücksicht auf andere Läufer wegen Günters ebenfalls mitlaufendem Hund "Nico", ein Dalmatiner. Zudem hieß unsere Devise: Gesund, glücklich und happy bei der zu erwartenden Wärme zu finishen ohne auf die Zeit zu gucken. Es dauerte nach dem Startschuß eine Weile, bis auch wir die Startlinie überquerten. Dann ging es zudem ja noch die Rathausstraße hinauf bis zum Exer. So brauchten wir für den ersten km genau 7 Minuten. Am Bahnhof bei km 2 dann erschrocken festgestellt, dass wir mit 5:58 Minuten sicher zu schnell unterwegs sein würden und versuchte, etwas Tempo rauszunehmen, was aber nicht so einfach war, denn "Nico" zog Günter regelrecht nach vorne. 6:02  und zweimal 6:25 Minuten die nächsten 3 km. Zu schnell nach meiner Meinung, zumal die Schwierigkeiten vom Profil her hoch zur Forstbaumschule ja noch vor uns lagen. So war ich mit den km-Zeiten von 7:03, 6:42, 6:40, 6:52 und 6:22 für die zweiten fünf km trotzdem mehr als zufrieden und war erstaunt über die Ausdauer des 61-jährigen seit dem Laufeinstieg vor 7 Wochen. Die Wende in der Wik am Ende der Holtenauer Straße im Norden Kiels war geschafft. Jetzt ging es den langen Weg direkt an der Fördekante entlang wieder grobe Richtung Ziel. Wie schon bei km 6 kam jetzt auf dem 11. km die 2. Verpflegungsstelle, wo wir -und vor allem, auch Hund "Nico"- wieder ausreichend Flüssigkeiten zu uns nahmen. So brauchten wir für diesen km 8:15 Minuten. Dann ging es normal weiter. Zeiten von 6:21, 6:29, 6:29, 6:25 und nochmal 6:25 Minuten von km 12 bis 16 machen deutlich, dass Günter genügend Reserven hatte, auch die lange Steigung die Brunswiker Straße hinauf bis zum Dreiecksplatz ohne Tempoabfall zu meistern. Ja - und dann war es ganz nah, das Ziel. Noch einmal links herum und dann die Zielkurve, wo unser Anhang fotografiernd stand, bis zum Zeitmessung genau wieder vor dem Opernhaus. Wir waren alle geschafft, aber glücklich und happy, als wir die Medaille um den Hals gehängt bekamen. Was für ein Moment! Ehrlich gesagt, hatte ich diese gute Endzeit von 1:46:30 Stunden, ein km-Schnitt von 6:37 Minuten, nach diesen acht Wochen Training von Günter nicht erwartet. Sein Sohn Roland, der die ersten km mit uns noch gemeinsam gelaufen war, war auch erst 4:26 Minuten zuvor ins Ziel gekommen. Wir begaben uns zu unseren Frauen und fuhren zurück nach Hause. Den Nachmittag verbrachten wir mit unseren Finsterwalder Freunden und abends wurde in Friedrichsort nicht nur  Christa Heyers Geburtstag an diesem Tag kräftig und gebührend gefeiert, wobei natürlich schon weitere läuferischen Pläne für die Zukunft geschmiedet wurden.

Hier nun alle Ergebnisse der Wettkampfklasse: Zuerst die der Frauen nach Altersklassen getrennt und danach die Männer-Gesamt-Einlaufliste (ohne AK-Wertung):

      

Wchtl. km Laufen bis incl. des Wettkampfes: 42


LGA-Vereinsmeisterschaft am 23. Oktober (mit Regina)

Zum 4. mal nach 1995, 1996 und 1998 nahm ich hieran teil. Aber diesmal nicht solo, sondern gemeinsam mit meiner Ehefrau Regina. In den vergangenen Wochen hatte auch Regina -meistens mit mir gemeinsam- nach und nach längere kleine Laufphasen neben dem Powerwalken mit eingestreut. Und genauso abwechselnd laufend und walkend wollten wir jetzt ihren 2. Wettkampf gemeinsam mit mir über die offiziell vermessene 10 km-Runde in Neuwittenbek bestreiten. Bei erstmals ungemütlichem Regenwetter nach vielen Wettkämpfen bei schönstem Wetter im Sommer und Herbst. Gute 7:16 und 7:35 Minuten benötigten wir für die ersten beiden Kilometer, waren aber trotzdem am Ende des davoneilenden Läuferfeldes. Dann musste Regina aber mit 8:14 und 8:17 Minuten für die km 3 und 4 gegen den Wind etwas Tempo rausnehmen, bevor es mit 7:44, 8:03, 7:36, 7:36, 8:01 und zum Schluss 7:43 Minuten je km wieder schneller vorwärts ging. Auf die Endzeit von 1:18:04 Stunden und somit einem km-Schnitt von 7:48 Minuten konnte Regina aber stolz sein. Ein guter Grund, anschließend kräftig gesellig noch bis 23 Uhr in der "Linde" gemeinsam mit den anderen Albis zu feiern, bevor wir anschließend noch ausgiebig die frische Luft -ohne Regen- auf unserem 9 km langen Heimweg nach Holtenau ohne Auto zu Fuß mit Taschenlampe genossen. Und aus meinem Tagebuch entnehme ich, dass wir am Sonntag, dem Folgetag, morgens um 9 Uhr bereits wieder gemeinsam auf den Beinen waren und meinen Pkw als 9-km- Walkingeinheit abholten.

   


9. Internationaler 100-km-Lauf am 18. September 

Wie fünf Wochen später bei der Vereinsmeisterschaft hatte uns auch hier bei der bereits 9. Auflage dieses Ultra´s das seit Jahren deswegen schon bekannte schöne sonnige Stachelwetter bei unseren Veranstaltungen verlassen. In solchen Fällen macht es aber immer noch mehr Spaß, selbst aktiv zu laufen anstatt als Helfer für das Gelingen der Veranstaltung beizutragen. Diese freiwillige Pflicht galt auch für mich für die 3 Tage von Freitag 14 Uhr bis Sonntagmittag. Freitag stand bis 18 Uhr der Aufbau mit allem was dazugehört im Mittelpunkt. Am verregneten Lauftag waren wir von 7 Uhr morgens bis abends um 20 Uhr in Neuwittenbek als Helfer im Einsatz. Meine Frau u. a. beim T-Shirt- und Souvenirverkauf sowie Kaffee- und Kuchenausschank und ich als Haupttätigkeit mit dem Rundenzählen der Einzel- und später Staffelläufer. Sonntagvormittag von 9 bis 12 Uhr half ich dann u. a. beim Großreinemachen in der Turnhalle und beim Abbau und Abtransport der Zelte und was sonst alles zum Abgrenzen benötigt worden war. Einem Bericht in der Albi-Info ist nix hinzuzufügen, weswegen ich ihn hier einfach einfüge.

  

Wie die Veranstaltung in den Medien ankam, geht aus dem ebenfalls nachfolgend eingefügten Bericht in den Kieler Nachrichten am Tag drauf hervor. Außerdem sind hier die einige Ergebnisse mit aufgeführt.

  

Wchtl. km Laufen bis incl. des Wettkampfes: 20 - 43 - 43 - 25 - 24 - 24


16. Lütjenburger Binnenseelauf am 31. Oktober (mit Günter + "Nico"!)

5 Wochen waren seit meinem letzten "Wettkampf" vergangen. Außer dem regelmäßigen 6 x wöchentlichen Intervall-Lauftraining im Rahmen der KN-Zustellung verbrachte ich gerne viel Freizeit damit, mit Regina sehr lange Walkingtouren (-u. a. die 42,2 km-Marathonrunde in Finsterwalde während unseres Urlaubs dort-) sowie zzgl. immer öfters richtigen Laufeinheiten. Auch mit Günter Heyer trainierte ich regelmäßig mindesten einmal wöchentlich, wobei wir die Laufdistanzen nach und nach vorsichtig bis jetzt 14 km verlängert hatten.  Zum 4. mal nacheinander stand somit jetzt ein Wettkampf auf dem Programm, den ich selbst nicht wettkampfmäßig laufen wollte. Es machte mir einfach mehr Spaß, eine Aufgabe als Betreuung und Begleitung von relativ unerfahrenen "Laufneulingen" auszufüllen. Bei meinem 3. Start hier nach 1996 und 1998 in Lütjenburg -somit kannte ich die Strecke mit ihren Tücken und Schwierigkeiten- wollte ich den 61-jährigen Günter Heyer nach etwas mehr als 3 Monaten vorsichtigem Langlauf-Aufbautraining zu seinem bis dato längsten Lauffinish führen. Gemeinsam mit Günter, Christa und Regina sowie "Dalmi Nico" fuhren wir dazu nach Lütjenburg. Hier wollten wir starten, um erstmals den "bierigen" Preis als Verein mit den meisten Anmeldungen zu gewinnen, den bisher in jedem Jahr der LTV-Kiel-Ost abräumen konnte. Dies war ein zusätzlicher Grund gewesen, dass ich Günter Heyer und Frau davon überzeugen konnte, Mitglied der "LG Albatros Kiel" zu werden. Bei herbstlichen aber trockenem und schönem, aber windigem Wetter gingen wir diese lange Laufdistanz von 21,2 km an. Eine GPS-Uhr hatte ich noch nicht. Nur eine normale CASIO-Stoppuhr mit 50 Zwischenspeicherspeicher. So musste auch ich mich bis zum ersten km-Schild "noch 15 km!" ganz auf mein Tempogefühl verlassen. 41:22 Minuten hatten wir bisher benötigt bis hierher. Okay, nicht zu schnell, war ich zufrieden mit dem km-Schnitt von 6:47 Min. bis hierher. Am Ende gesund und noch fit ´Ankommen` und finishen hieß unser gemeinsames Ziel. Das nächste Distanz-Streckenhinweisschild 5 km später erreichten wir nach 30:45 Minuten. Ein km-Schnitt von 6:09 Minuten war fast zu schnell, aber der Rückenwind auf diesem Abschnitt nach Hohwacht war mit ein Grund dafür gewesen. In Hohwacht dann die einzige Verpflegungsstelle. Hier gönnten wir uns eine Pause von ca. 2 Minuten, denn auch Günters Hund, der Dalmatiner "Nico" lief ja mit und sollte ungestreßt sich mit einem Leckerli und ausreichend Wasser verpflegen können. So brauchten wir bis zum km-Hinweis "noch 5 km" diesmal dadurch 35:11 Minuten. Aber alles prima bisher und Günter zeigte keine Schwächen. Das letzte Streckenschild dann nicht erst im Ziel, sondern genau 1 km davor. 25:31 Minuten, einen Klasse-Schnitt von 6:23 Minuten je km. Und jetzt den letzten km ließ ich Günter auch laufen, wie er wollte. Und er konnte noch zulegen incl. eines Endspurts, wie die km-Zeit von 6:03 Minuten aussagte. Die Endzeit von 2:18:53 Stunden ergab einen km-Schnitt von 6:35 Minuten und war damit erneut schneller war als sein letztes Finish 7 Wochen zuvor beim immerhin 5 km kürzeren Kieler-10-Meilen Lauf. Das wir den Preis der größten Vereinstruppe dann im Rahmen der Siegerehrung im Vereinsheim dann doch nicht ganz schafften, lag immerhin nicht an uns. Einen schönen diesbezüglichen Bericht von Hans-Hermann in der Albi-Info deshalb mit den Ergebnissen aller anderer Albis hier eingefügt.

  

Auf dem Rückweg nach Hause machten wir im "Selenter Hof" zwecks Mittagessen Rast und machten bereits neue Pläne. Übrigens ging der Männer- und Frauensieg an die Favoriten, dem frisch getrauten Ehepaar Hahn. Frank Hahn lief in einer Zeit von 1:18:46 Stunden 4 Sekunden vor Stefan Unfug ins Ziel bei 121 finishenden Männern. Bei 32 ins Ziel kommenden Frauen siegte Anke Hahn mit einem Vorsprung von fast 15 Minuten in 1:29:50 Stunden. Die Gesamt-Finisherzahl von 161 des Vorjahres beim 15-Jahr-Jubiläum konnte mit 153 Einläufen fast wieder bestätigt werden und war das zweitbeste Ergebnis der 16 Veranstaltungen seit 1984 überhaupt. Die komplette per Hand geschriebene Ergebnisliste liegt mir vor!

Wchtl. km Laufen bis incl. des Wettkampfes: 64


16. Klausdorfer Nikolauslauf am 05. Dezember (mit Günter + Nico!)

15 Jahre Nikolauslauf in Klausdorf! Im Winter wird das Angebot an Laufveranstaltungen immer wesentlich geringer. Das Wetter ist oft kälter und ungemütlicher. Eine Veranstaltung bei widrigen Wetterverhältnissen mit evtl. viel Wind, Frosttemperaturen, Schnee oder Eis durchzuführen ist für die Organisatoren und den Helfern eine größere Belastung als in normalerweise wärmeren Monaten und Jahreszeiten. Vor allem den Helfern draußen im Freien als Streckenposten, bei den Verpflegungspunkten und im Zielbereich machen kalte Hände und Füße ect. nicht unbedingt Spaß. Aber gerade diese Besonderheiten haben diesen Nikolauslauf in all den bei den Jahren längst zu einem Kultlauf für jung bis alt werden lassen. So gab es neue Teilnehmer- und Finisherrekorde auf den beiden angebotenen Distanzen und bei beiden Geschlechtern: Über 9.555 m: Frauen 133 Anmeldungen / 108 Finisher - Männer: 416 Anmeldungen / 346 Finisher. Über 4.955 m: Frauen 179 Anmeldungen / 153 Finisher - Männer: 176 Anmeldungen / 155 Finisher. Auf der langen Strecke siegte Christian Güssow (31:44) vor Peter Donndorf (32:16) und Frank Hahn (32:51). Bei den Frauen siegte überlegen Anke Hahn (37:12) vor Verena Becker (40:43) und Christiane Lemor (40:56). Beeindruckend aber auch die Leistung unseres bereits 66-jährigen Benno Richter in 39:28 Minuten. Die anderen Ergebnisse der Albis auf dieser Strecke sind eingefügt und stammen aus der Albi-Info -genauso wie der Bericht. Auf der Kurzstrecke mit auch vielen Schülern und Schülerinnen siegte Sven Neumann (16:28) vor Thilo Mierswa (16:43) und Hans Peters (17:18). Der 15-jährige junge und spätere Weltklasseläufer Steffen Uliczka wurde hier bereits 6. mit 18:11 Minuten. Auch zwei Albis waren hier noch am Start und finishten: Siggi Schmitz (26:14) und Ehefrau Angelika Schmitz (34:14), denen ich drei Wochen zuvor bei ihrem Umzug vom Grönhoffweg zum Eckener Platz noch geholfen hatte.

   

Für mich war es die 8. Teilnahme insgesamt hier. Zum 4. mal wollte ich wieder Günter Heyer bei diesem vom Profil und Bodenbeschaffenheit eher einem Crosslauf ähnelnden Event begleiten, obwohl er diesen Lauf sicher auch ohne mich durchlaufen hätte können. Aber diese Begleitung machte mir einfach mehr Spaß als alleine eine gute Zeit zu finishen. Zumal es auch in dem Fall für einen Podestplatz in der AK niemals reichen sollte. Um 10 nach 10 Uhr morgens war Start. Nachts hatte es bei Temperaturen um den Gefrierpunkt ganz leichten Schneefall gegeben, der aber jetzt an vielen Stellen und auf den Wegen wieder weggetaut war, aber das Geläuf schwer, leicht matschig und rutschig hat werden lassen. Bloß nicht ausrutschen, sich ne Zerrung holen, hieß unsere Devise. Dennoch ließ ich Günter mit Hund "Nico" laufen und ihm das Tempo selbst gestalten, nachdem ich ihm im Vorwege einige Tipps über die Strecke gegeben hatte. Heraus kam eine tolle Endzeit von 56:16 Minuten, ein km-Schnitt von 5:53 Minuten, wobei er auf der zweiten Streckenhälfte noch an Tempo zulegen konnte. Wir waren alle sehr zufrieden genossen am Abend bei uns das gemeinsame Abendessen und Spieleabend, nachdem ich nachmittags noch mit Regina bei schönstem Wetter 11 km am NO-Kanal entlang gewalkt war. Die komplette Ergebnisliste liegt mir vor!

Wchtl. km Laufen bis incl. des Wettkampfes: 20 - 40 - 46 - 47 - 30


 

 

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