Das Jahr 2006

Persönlicher und sportlicher Rückblick

Chronische Haglund-Exostose-Beschwerden -vor allem nach den Läufen- waren zum ständigen Begleiter geworden. Ansonsten lief alles bis Ende Oktober wie in den Jahren zuvor ab. Am 31. Oktober verunglückte ich jedoch unverschuldet auf dem Weg zur Arbeit mit dem Fahrrad und zog mir neben unzähligen aber folgenlosen Schürfwunden eine langanhaltende schmerzhafte Rippenprellung zu, die mir beim extrem schmerzhaftem Atmen die Luft nahm. Zwei geplante Landschaftsmarathonläufe in den 3 Wochen danach musste ich deswegen ausfallen lassen. Dennoch kam ich bis zum Ende des Jahres auf 26 Finishes bei Wettkämpfen. Ich kam auf insgesamt 2.847 Laufkilometer in diesem Jahr. Diese verteilten sich mit 1.223 Wettkampf- und 1.624 Trainigskilometer auf insgesamt sogar 12 km mehr als im Vorjahr, die wieder fast nur durch die 6 x wöchentlich frühmorgendliche Zustellung der ´Kieler Nachrichten` zusammenkamen. Hinzu kamen wie im Vorjahr noch 1.225 intensive Fahrradfahrkilometer. Die Wettkampfkilometer verteilten sich auf 2 kürzere Läufe in Kiel, 19 Marathonläufe und 5 Ultraläufe.

  

Die Vereinslogos: Mein Erstverein war die ´LG Albatros Kiel, wofür ich auch seit 1994 einen Startpass besitze. 2004 erwarb ich mir mit meinem 100. Marathon/Ultra-Finish zusätzlich die Mitgliedschaft beim ´100-MC` und trat auch der mit 1.500 Mitgliedern großen ´DUV` bei

Die Highlights des Jahres waren für mich neben dem eigenen 10. Dreileuchttürmelauf die abenteuerliche An- und Abreise zum somit unvergeßlichen Marathon im März auf Malta, meinem ersten Inselmarathon, sowie dem legendären 100 Kilometerlauf in Biel, meiner für immer währenden längsten gefinishten Distanz und einzigem Lauf in der Schweiz. Die Identifikation mit meinem Heimatverein seit 1994, der ´LG Albatros Kiel`, war aufgrund der Ausrichtung hin zu einem normalen Lauftreff immer geringer geworden. Für mich persönlich waren die längeren Distanzen und das ´Sammeln` von Marathon+mehr-Läufen in der immer größer werdenden großen ´Familie` beim ´100-Marathon-Club` immer beliebter geworden. Auf das ganze Jahr verteilt versuchte ich wieder für eine 100MC-Bestenliste 5 mal an meine Grenzen zu gehen und Jahresbestzeiten zu laufen. Ende es Jahres hielt ich weiterhin daran fest, mir die große Mühe zu machen, die Albatros-Jahresbestenliste über die Distanzen von 5 und 10 km sowie dem Halbamarathon und dem kompletten Marathon gewissenhaft weiter zu führen. Hiervon habe ich meinen Bericht und die Statistiken über die beiden längsten Distanzen ganz am Ende dieser Jahres-Chronik eingefügt.


7. Alter Elbtunnel-Marathon in Hamburg am 29. Januar

Vor diesem ersten Wettkampf hatte ich bereits sportlich gesehen mit Kathrin K. an der Zippels-Cup Siegerehrung 2005 bei der Sparkasse teilgenommen und dabei einen Gutschein für ein Trainingsseminar in Damp gewonnen. Am Tag drauf am 07. Januar nahm ich dann gerne zusammen mit einigen anderen Lauffreunden eine Einladung von Hans-Hermann & Kathrin Kern zum Neujahrslauf um den Westensee an, der diesmal erstmals nicht mehr als offizieller Vereinslauf der LGA ausgeschrieben war. Leider hatte ich wegen schmerzhafter Blasenbildung an der Ferse dann doch nicht den gebührenden Spaß am Lauf auf weich und rutschig gewordenen Schneewegen auf den insgesamt 34,5 Kilometern, die ich eigentlich zur Schonung meiner Haglund-Exostose-Fersen überwiegend im Powerwalking-Schritt bestreiten wollte. Wollte schon bei der letzten mobilen Verpflegung bei km 28 mit in das mobile Verpflegungsfahrzeug von Carola Waesch steigen. Habe aber letztendlich doch den Schweinehund besiegt und hab die volle Distanz bewältigt. Gefeiert wurde danach noch gesellig mit viel Bier und geräuchertem Fisch vom Hobbyangler Benno Richter  bis 18:30 Uhr in der privaten Grill- und Saunahütte in Kerns Garten in Altenholz-Stift.

Jetzt aber zu meiner dritten Teilnahme am ´Alten-Elbtunnel-Marathon`, ausgerichtet vom Verein ´100 Marathonclub`. 3:33 Std. 2004 und 3:29 Std. 2005 war ich hier in den Vorjahren unterwegs gewesen für die insgesamt 48,5 Runden a 870 Meter, wollte und konnte in diesem Jahr wegen der Haglund-Exostose-Fersenbeschwerden es per Powerwalking langsamer gestalten. Mit Günter sowie Christa Heyer und meiner Regina als unentbehrliche Helfer bei der Verpflegung reisten wir Richtung St.-Pauli-Landungsbrücken an, in deren unittelbarer Nähe sich diese Elbverbindung befindet. Ab der 1. beginnenden vollen Runde benötigte ich gehenderweise für die ersten 3 Runden (also 2.610m) 16:02 Minuten, ein Schnitt von 6:08 Minuten je km. Aber kontinuierlich wurden die Zeiten für die jeweils folgenden 3 Runden immer ein paar Sekunden langsamer. Die letzten 3 Runden reichte es mit 18:21 Minuten lediglich noch zu einem Schnitt von 7:02 Minuten je km. Die Ursache lag erneut an der Bildung von schmerzhaften Blasen an den hinteren Fersenkanten, die die Schrittlänge von Runde zu Runde immer mehr verkürzten. Trotzdem war ich mit der Endzeit von 4:38:30 Stunden, einem Schnitt von immerhin 6:36 Minuten auf den Kilometer mehr als zufrieden. Der 154. Platz von insgesamt 181 männlichen Finishern und 20. Platz von 26 in der Altersklasse M50 war an diesem Tag für mich nebensächlich. 3 weitere Albatrosse kamen ins Ziel. Schnellster und Gewinner der AK M45 war dabei unser Norbert Wiesner mit 3:01:47 Stunden als Gesamt-7. Mit dem 2. Platz von 9 Finishern in der AK M60 war in einer Zeit von Harald Petersen sehr zufrieden. Günter Heyer genoß mit seinen 67 Jahren den Lauf mit den fast hundert 180-Grad-Kurven mit einer Zeit von 5:14:53 Stunden am ausgiebigsten. Der Gesamtsieger Joachim Haßlinger benötigte mit 2:40:04 Stunden nur ein wenig mehr als die Hälfte dieser Zeit und hat somit z. B. unseren Günter ca. 23 mal überrundet. 6 Läufer blieben unter einer Zeit von 3 Stunden.Für alle der lediglich 13 weiblichen Finisherinnen gab es in allen Altersklassen für jede einen Podestplatz. Gesamtsiegerin wurde mit einer Zeit von 3:26:47 Stunden Britta Schulz. Die kompletten Ergebnislisten sind bei  Interesse im Internet zu finden und deshalb hier nicht extra eingefügt.

 

Links ein interessanter in der Runners-World erschienener Bericht - Rechts die Urkunde  

Wchtl. km Laufen bis incl. des Wettkampfes: 58 - 30 - 30 - 72


10. Kieler Drei-Leuchttürmelauf am 12. Februar (Gruppenlauf - kein Wettkampf)

Jubiläum! Von diesem -unserem eigenen- Lauf ist es an dieser Stelle nicht erforderlich, hier noch extra von zu berichten. Auf dieser Homepage findet ihr an vielen anderen Stellen ausführlich alles über diesen mittlerweile Kultstatus erlangtes Event. Da bisher nur ein einziger Fotobericht unter ´Berichte+Fotos von 18 Leuchttürmeläufen` hier veröffentlicht war, habe ich jetzt -viele Jahre später!- noch viele weitere nicht nur Berichte und Fotos von diesem Jubiläunslauf dort veröffentlicht. Gerne erinnere ich mich an diese Jahre zurück! Als Jubiläumsgabe gab es für jeden Läufer und Helfer ein passendes Funktions-T-Shirt, welches unverwüstlich ist und immer noch -jetzt viele Jahre später!- von mir sehr gerne getragen wird. Motivation zum Weitermachen auch nach diesem Jubiläumslauf waren trotz der unzähligen damit zusammenhängende ehrenamtliche Aufgaben u.a. die vielen netten kleinen Geschenke und Rückmeldungen sowie einige tolle Gedichte und Berichte der Teilnehmer. Stolz machte mich der am Tag drauf in den "Kieler Nachrichten" erschienene Bericht und später eine große "Chronologie"  zum Jubiläum in der Zeitschrift der "DUV".

Wchtl. km Laufen bis incl. des Wettkampfes: 57 - 73


          12. FAMILA-Kiel-Marathon             am 25. Februar

Unser Haus war nach dem Leuchttürmelauf wieder für uns hergerichtet und alle damit verbundenen zahlreichen Nacharbeiten gerade abgeschlossen, als -wie in jedem Jahr- 13 Tage später mit dem Famila-Kiel-Marathon der nächste ´Zähler` beim Marathonlauf-Sammeln für mich gelaufen werden sollte. Meine 9. Teilnahme! 1.700 Teilnehmer insgesamt waren gemeldet für alle Distanzen, wovon 240 sich für die längste Strecke, dem Marathon entschieden hattenRechtzeitig sehr früh reiste ich an und fand so noch nicht nur noch eine Parkmöglichkeit im nur 400 m entfernten Schwanenweg, sondern konnte dann im ´Ostseekai` alle ankommenden Läufer begrüßen. Den zahlreich auch beim Leuchttürmelauf zuvor teilgenommenen Aktiven konnte ich so portosparend die versprochenen Fotos und die Ergebnisliste persönlich aushändigen und bereits viele weitere Anmeldungen incl. Startgeldentrichtung  zu diesem Event entgegennehmen. Unsere guten Freunde Günter Heyer und seine Christa kamen mit meiner Regina später nach. Die Frauen wollten gemeinsam nett frühstücken gehen, wenn wir laufen und uns dann zum Ende des Laufs hin im Ziel zujubeln und in Empfang nehmen. Ich wollte diesen Lauf fersenschonend im Powerwalkingstil bestreiten. Dies entsprach Günter Heyers Lauftempo, weswegen ich mit ihm diesen Lauf wie viele andere zuvor ebenfalls bis zum Ziel zusammenlaufen wollte. 1:13, 1:18 und 1:21 Std./Min. dauerten die ersten 3 der 4 Runden. Günter wurde zwar langsamer, aber ich kannte seinen Ehrgeiz, den Lauf gerne siegreich gegen mich später gewinnen zu wollen. Da ich den Lauf aber gerne im Powerwalkingstil pur beenden wollte und ich ihm diesem Gefallen nicht gönnte, zog ich das Walkingtempo auf den letzten 6 Kilometern an, um ihm etwas die Kraft zum Endspurt zu nehmen, so dass ich ihm dann noch folgen konnte. Mein Plan ging -wie ich noch genau in Erinnerung habe- zu 100 % auf, denn tatsächlich versuchte er auf den letzten 200 Metern mir davonzulaufen, was ihm aber trotz Bemühens nicht gelang. War die erste Hälfte der letzten Runde nochmals 2 Minuten langsamer als die 3. Runde, so waren wir auf der 2. Hälfte dieser letzten Runde lt. meinen Aufzeichnungen 3 Minuten schneller. 1:20:33 Stunden hatten wir so insgesamt für Runde Nr. 4 benötigt. Die Gesamtzeit von 5:16:11 Stunden und der Gesamtplatz 216 waren aber ja nebensächlich. Die komplette Ergebnisliste liegt mir zwar nicht vor, findet sich aber im Internet. Mit 218 Zieleinläufen auf der Langstrecke gab es 34 mehr als im Vorjahr. Eingefügt habe ich aber die von Christian Hottas veröffentlichten Resultate von 100-MC-Mitgliedern und auch vielen weiteren mir gut bekannten Läufern und Läuferinnen über die Marathondistanz, in der jedoch Thorsten Themm mit seinen tollen 3:07:58 Stunden fehlt.. Es fehlen hier lediglich 4 weitere Albatros-Finisher: Norbert Wiesner (1. M45 - 3:03:42 Std.), Frank Zimmermann ((3:18:24), Gerd Kurschus (3:48:45) und Dr. Regine Schultz (2. W60 - 4:18:36). Über die 21,1 km-Distanz finishten zusätzlich 9 männliche und 6 weibliche Albis und über die 10,5 km kamen noch 4 Frauen und 2 Männer der LG Albatros ins Ziel. Der Sieg ging übrigens an den für die Schweiz startende Thomas Winkler in souverän in 2:51:08 Stunden. Die Frauenwertung gewann Cornelia Heinze in 3:22:09 Stunden. 

 

Wchtl. km Laufen bis incl. des Wettkampfes: 30 - 72


21. Malta - Marathon am 05. März

Raus aus dem Winter - hinein in den Frühling! So war unser Gedanke gewesen, als wir uns für eine Läuferreise nach Malta von Uwe und Antje Cizinski aus Kiel-Holtenau (Ceventours!) entschieden hatten. Auch viele Albatrosse, Holtenauer und Marathonsammler des 100MC wollten mal so eine Läuferreise mitmachen und hatten sich angemeldet. Los ging es per Taxi von unserem Zuhause in Holtenau bereits um 7 Uhr zwei Tage vor dem Lauf am Sonntag. Zu diesem Zeitpunkt ahnten wir noch nix davon, dass wir erst 22,5(!) Stunden später um 5:30 Uhr am nächsten Tag unser Hotel in Sliema beziehen konnten. Die Zugfahrt nach Frankfurt zum Flughafen erfolgte noch pünktlich zur Mittagszeit, aber dann hieß es warten, warten und warten. Grund war der Kälteeinbruch, verbunden mit kräftigem Schneefall nicht nur in Frankfurt, sondern auch südlicher, wovon unser Flugzeug kommen sollte. Viele Flüge wurden gestrichen oder erhielten wie auch unser immer neue spätere Abflugzeiten. Wir freundeten uns notgedrungenermaßen schon damit an, im Hotel in Frankfurt übernachten zu müssen, falls auch unser Flug ganz gestrichen werden sollte. Kostete schon Nerven und einige Mitglieder bereuten schon, nicht in Deutschland geblieben und beim Winter-Marathon im wesentlich näheren Husum am nächsten Tag an den Start zu gehen. Galgenhumor machte die Runde. Gegen 22 Uhr -also 10 Stunden Wartezeit auf dem Flughafen- hieß es dann aber doch noch ´Einchecken`.

 

Stundenlanges Warten auf dem Frankfurter Flughafen: Foto links: Regina Behrmann - Christa&Günter Heyer (schläft schon!) + Carola Waesch --- Foto rechts: Siggi Schmitz + Heinz Behrmann gönnen sich einem Becher Bier.

Wer aber glaubte, es ginge jetzt bald los, sollte sich irren. Erst um ca. 23:30 Uhr ging es endlich ins Flugzeug und wir nahmen Platz im engen Sessel. Aber auch hier hieß es jetzt noch mal über 2 Stunden lang warten und warten und warten, bis es dann endlich losging. Um 3:30 Uhr nach der Landung auf Malta und der Gepäckabholung war natürlich auch unser bestellter Shuttle-Bus zum Hotel "Windsor" nicht mehr da, so dass wir uns auf einige Taxis verteilt von denen nach Sliema zum Hotel gebracht wurden, wo gegen 5 Uhr schon wieder die Morgendämmerung einsetzte. Übermüdet ins Bett ging es dann erst um 5:30 Uhr. Aber mit Ausschlafen war ja auch nicht, denn das Frühstück im Hotel würde nicht auf uns warten und zudem war zu um 10 Uhr von der Reiseleiterin Antje Cizinski die Programmvorstellung der komenden Tage angesetzt. Danach ging es dann für alle los zur Stadtbesichtigung von Valletta und wir -mit Waesch´s und Themm´s als Sextett-  waren bis abends zur Startnummernabholung ohne Schlafnachholung erneut auf den Beinen, wobei abends bei der Fährübersetzung mir eine Windboe die Albatros-Kappe vom Kopf riss und ins Mittelmeer segeln ließ.

 

Nicole & Thorsten Themm, Carola & Matthias Waesch (Fotograf) + Heinz & Regina Behrmann beim Stadtbummel

Nach dem Abendessen war dann noch ein Promenadenbummel angesagt, bevor es endlich total müde und erschöpft ins Bett ging, denn um 5 Uhr am nächsten Morgen musste uns der Wecker schon wieder aus allen Träumen reißen. Nach einem Schnellfrühstück ging es dann in ca. 45 Minuten per Shuttle-Bus für alle Marathonis nach Mdina ins Inselinnere. Hier umziehen, die Sporttasche zurück in den Bus für den Rücktransport zum Ziel und dann ging es früh um 8 Uhr auch schon los. Im mir vorliegendem Marathonbericht von Thorsten Themm, der später auf der Seite des 100MC veröffentlicht wurde, wird erwähnt und ich habe es in etwas langsameren Tempo genauso erlebt, dass z.B. ´Gegenwind phasenweise schon ziemlich gewaltig` war, ´einige Schleifen im Landesinneren einem erheblich Kraft raubten`, ´der stinkende einem begleitende Autoverkehr auf den letzten 16 km ständig zunahm` und er ´bei ca. km 32 in der Regel wesentlich langsamere bekannte Marathonis erst ein- und dann überholte`. Laut späterer Auskunft von z. B. Sigrid Eichner und Leo Sentis sind sie bei einem wohl zweimal frequentiertem Kreisverkehr -von wo aus übrigens auch die 2 Stunden später gestarteten Halbmarathonis mit auf die Strecke gelangten- von Streckenposten auf dem Motorrad falsch direkt hinaus Richtung Ziel geleitet worden, statt vorerst noch für die 42,2-km-Läufer eine etliche Kilometer lange weitere Runde zu laufen, bevor dieser Kreisverkehr erneut erreicht wird. Sie bemerkte dieses anhand des nächsten Kilometer-Streckenschildes, die mit der gelaufenen Zeit bis dahin nie stimmen konnte. Sie versuchte noch, sich mit mit einem Motorrad zum Kreisverkehr zurückfahren zu lassen, was aber aufgrund einer mangelhaften Verständigung auf maltesisch nicht möglich war. So kamen die langsamsten Marathonis in Anlehnung an die Geschichte des Wettrennens von "Hase und Igel" unverschuldet zu für sie unglaublich schnellen guten Laufzeiten, wie uns einige davon diese in identischer Form erstaunt erzählten. Dieses dürfte unserer Ansicht auch für Günter Heyer mit seinen gefinishten 4:28:57 Stunden gelten, der aber bis heute dieses abstreitet und den Grund für die schnelle Zeit alleine auf den vom Start bis zum Ziel ununterbrochenen Rückenwind schiebt. Dieses können wir schon aus folgenden Gründen und Argumenten nicht nachvollziehen, was uns bis heute ärgert: 1.: Günter Heyers persönliche Bestzeit im gesamten Jahr zuvor war beim fast 1 km zu kurzen Plön-Marathon 4:46:49 Stunden. 2.: Günter hatte erst 8 Tage zuvor mit mir gemeinsam zusammen einen anstrengenden Marathon in Kiel in 5:16 Std. gefinisht, wobei ich ihn spürbar an seine Grenzen gebracht hatte. 3.: Günter redete immer von ´Füßchen schonen` und dass er aus dem Grunde die besten Zeiten läuft, wenn er nur alle 2 Wochen einen Marathon bestreiten würde > diesmal waren es nur 8 Tage dazwischen. 4.: Eineinhalb Tage zuvor war erst die anstrengende strapaziöse Anreise mit viel viel auf den Beinen und Füßen und gaannz wenig Schlaf von Freitag auf Sonnabend. 5.: Sonst schont Günter immer am Tag vor dem Lauf seine ´Füßchen`, aber diesmal war er mit der Reisegruppe am Vortag auch noch den ganzen Tag auf den Beinen gewesen. 6.: Günter lief als einer der wenigen Läufer immer ohne eine Läuferuhr, mit der man die einzelnen Kilometer und Zeiten hätte festhalten und speichern können, womit er uns seine gelaufenen Kilometerzeiten und deren Anzahl hätte beweisen können. Abschließendes Fazit zu dem Thema: Es ärgert uns auch aus dem Grunde, weil er mich als erfahrener Marathoni, der sehr gut sein Leistungsvermögen immer einschätzen konnte, uns als dumm und nichtsahnend damit kränkt.

Bei dem gekennzeichneten Kreisverkehr, wo auch die 2 Stunden später gestarteten Halbmarathonläufer auf die Marathonstrecke gelangten, kam es zu den verhängnisvollen Fehlern der Streckenposten, die alle Läufer direkt Richtung Ziel gen Osten führten - und nicht noch langsame Marathonis auf die Extrarunde gen Nordosten zu leiteten

Jetzt aber zu meinem Lauf. Vor der Reise hatte ich mir noch vorgenommen, eine gute schnelle persönliche Zeit zu laufen. Aber in Anbetracht der strapaziösen Anreise nur 36 Stunden zuvor, ganz wenig Schlaf und dann noch am Vortag den ganzen Tag in Valletta auf  den Beinen gewesen zu sein mit nicht gerade der gesündesten Ausdauerernährung sowie einigen Bierchen war mir klar, dass lediglich eine noch realistische Zeit von gerade mal unter vier Stunden möglich wäre. Obwohl die Kilometerschilder oft nicht immer genau in 1000-m-Abständen postiert waren, wie meine hier eingefügten Kilometerzeiten anzeigen, kam ich ohne Einbruch sondern allmählich immer schneller werdend, in 3:55:59 Stunden ins Ziel. Meine 10-km-Zeiten betrugen 57:02 - 56:09 - 54.56 und 51:37 Minuten bis zum Kilometerschild 40. Ergab Gesamtplatz 77. Und genau 77 weitere Läufer und Läuferinnen sollten noch folgen. Schnellster unserer Reisegruppe und bester Deutscher war Matthias Waesch in 2:53:22 Stunden. Thorsten Themm als 20. in 3:17.07 Stunden war 5.-bester aus Deutschland. Ich war mit meinen 3:55:59 Stunden beim vom Anhang unserer im Zielbereich uns begeistert zujubelnden Frauen auch sehr zufrieden, weil es mein erster Lauf seit Mitte Oktober war, den ich durchgehend ohne powerwalkend im Laufschritt bestritten hatte. Auf Dieter Wolf (4:15:05) folgte als 72-jähriger bereits unser Benno Richter in 4:20:33 Stunden. Danach folgten dann die mit den überraschend schnellen Zeiten: Auf Leo Sentis (4:26:47) folgten Günter Heyer (4:28:57), Sigrid Eichner (4:48:16) bei ihrem 1100. Marathon/Ultra, und Siggi Schmitz (4:48:29), der aber auf unsere 2 Stunden später gestarteten Halbmarathonis Sabine Hammer-Stehnken und Sabine Timmermann (beide 2:48.25) nach dem Zusammentreffen am Kreisverkehr gewartet hatte. Die Organisatorin und Reiseleiterin Antje Cizinski lief den Halbmarathon solo in 2:19:02 Stunden. Nach dem alle Aktiven im Ziel waren und sich erholt hatten, gönnten wir uns zur Entspannung noch eine Hafenrundfahrt mit den Ehepaaren Waesch und Themm.

 

Links die Ergebnisse aller 154 Marathonis - Rechts meine Pose unter dem Zielbogen nach dem Duschen und Umziehen im nur ca. 500m entfernten Hotel Windsor und ich überrascht war, dass bereits alle Marathonis unserer Reisegruppe im Ziel waren.Die Albis Sabine Timmermann und Sabine Hammer-Stehnken hatten den 2 Stunden später gestarteten Halbmarathon in 2:48:24 Stunden gefinisht und kamen gemeinsam mit dem 42,2-km-Läufer Siegfried Schmitz ins Ziel.

 

Links die Gesamt- und Altersklassensieger/innen: Anke Rohwer  wurde als 2.-schnellste Frau (Ostroher SC) die schnellste Deutsche - genauso wie Matthias Waesch (LG Albatros Kiel) bei den Männern in 2:53:22 Stunden. Sigrid Eichner (4:48:16 Std. - 100MC konnte die AK W65 gewinnen und 2. Plätze gab es durch Benjamin Richter (4:20:33 Std. - LG Albatros Kiel) in der AK M70 und Dieter Wolf (4:15:05 Std. - 100MC) in der AK M65.

Die folgenden Tage waren vollgepackt mit individuellen Aktivitäten in La Valletta, El-Zurrieg mit der ´Blauen Grotte`, den ´Dingless-Klippen`, den ´Buckett-Garden`-Park, der Stadt Mdina und Mosta mit der weltgrößten Kirchenkuppel und einer Gruppenreise per Bus auf die Insel Gozo.

 

Links auf der Fährüberfahrt auf die Insel Gozo: Meine Frau Regina - Nicole & Thorsten Zhemm - Carola & Matthias Waesch --- Rechts kämpfen wir beide (hinten) und Sonja Rohde, Helga Richter und Angelika Schmitz auf der Insel mit dem kräftigen Wind.

 

Das Foto links zeigt Heinz & Regina Behrmann während der Busrundreise auf der Insel Gozo an einem Aussichtspunkt an der Küste ---- Das Gruppenfoto rechts von den 100MC-Mitgliedern Siegfried Schmitz, Heinz Behrmann, Dieter Wolf, Sigrid Eichner und Thorsten Themm schossen wir am letzten Tag vor der Rückreise vor unserem Hotel Windsor.

Nach einer Woche stand dann bei warmen sonnigen 25 Grad die Heimreise auf dem Programm. Auch die sollte wieder zum langanhaltenden Abenteuer ausarten. Aber der Reihe nach: Zuerst klappte mit der Busabfahrt morgens um 11 Uhr ab dem Hotel und dem anschließenden Flug über München nach Frankfurt alles reibungslos und pünktlich. Auch die Zugabfahrt ab Frankfurt war noch termingerecht, obwohl es bereits draußen wieder bei noch Temperaturen knapp über 0 Grad zu schneien angefangen hatte. Eine Kaltfront aus Richtung Norden ließ dann die Temperaturen schnell sinken und den zuerst feuchten Schnee gefrieren. Es kam mit dem ICE zu ersten längeren Wartezeiten an einigen Punkten unterwegs, bis es dann ab Uelzen gar nicht mehr weiter ging. Es gab immer wieder neue Zugdurchsagen, die uns zuerst noch hoffen ließen. Aber die Geduld wurde mehr und mehr auf die Probe gestellt, je länger wir standen. Die Weichen waren eingefroren und vereist. Zudem schneite es draußen wie verrückt. Unsere letzten Speise- und Getränkevorräte wurden vertilgt. Dnanach dann die Durchsagen, dass wir sozusagen die Inhalte des Speisewagens auf Kosten der Bahn ´plündern` durften und dass der Zugverkehr mittlerweile spät abends ab Hamburg nach Kiel wegen großer Schneemengen eingestellt worden war. Es dauerte mehrere Stunden, bis sich der ICE wieder ab Uelzen zur Weiterfahrt nach Hamburg wieder in Bewegung setzte. Als dann auch noch die Durchsagen kamen, dass auch die vorher versprochenen Weiterfahrten in den ´echten Norden` per Taxis nicht mehr möglich waren, ging sogar unser Galgenhumor allmählich den Bach runter. Wohin bei der Kälte dann auf dem Bahnhof mitten in der Nacht. Als wir dann in HH-Hbf. alle noch ratlos um kurz nach 2 Uhr in der Nacht ausgestiegen waren, kamen dann aber doch noch Taxifahrer auf uns zu, die das Risiko tragen wollten, uns auf Kosten der Bahn direkt nach Hause fahren zu wollen. Sehr gerne nahmen wir das Angebot an und werden nie vergessen, wie rasant durch die hohen Schneemassen und -verwehungen auch auf der Autobahn unser Taxifahrer uns dabei um unser Leben fürchtend direkt nach Kiel-Holtenau nach Hause transportierte. Durch über 30 cm Neuschnee gelangten wir so um 3:30 Uhr morgens die letzten Meter zu Fuß mit den Koffern zu unserer Haustür. 16:30 Stunden lang hatte so unsere Rückfahrt vom Hotel auf Malta bis nach Hause wieder gedauert. Und dieses alles noch Anfang März 10 Tage vor dem kalendarischen Frühlingsanfang und nicht mehr im tiefsten Winter.

Wchtl. km Laufen bis incl. des Wettkampfes: 62


3. H.P. - Kraftwerk-Marathon in Raisdorf am 19. März

5. Marathon im laufenden Jahr. Harald Petersen bot wieder einen seiner Landschaftsmarathonläufe an. Diesmal sollte es zum 4. mal wieder die etwas längere 4,7 km-Runde um den Rosensee bis hin zum Kraftwerk am westlichen Ende sein. Temperaturen um den Gefrierpunkt sorgten auf der festen Schneedecke anfangs für erhebliche Glätte an etlichen Stellen der Runde mit den vielen Schrägen, Steigungen und Gefällstrecken. Da die Temperaturen im Laufe des Tages anstiegen auf über den Gefrierpunkt, wurde die Schneedecke weicher und mulchiger und noch rutschiger und tückischer. Wer da so schnell im Ziel wie z. B. der Gesamtsieger Arne Frank nach 3:51:25 Stunden war, spürte davon noch am wenigsten. Dies dürfte auch noch für Dirk Wandschneider (4:07:13) sowie Frauensiegerin Tanja Goile (4:22:00) und dem Organisator Harald Petersen (4:27:05) auf den nächsten Plätzen gegolten haben. Peter Wieneke (4:48:37) sowie Rosemarie von Kocemba mit ihrer Schäferhündin Sina (4:59:39) knackten ebenfalls noch eine >Sub-5-Stundenzeit. Mir -Heinz Behrmann- als Gesamt-7. war die Endzeit von 5:07:19 Stunden wie anderen auch nebensächlich. Ich fing ganz ruhig an mit einer Rundenzeit von 37:25 Minuten, die sich trotz immer tiefer werdenden Geläuf von Runde zu Runde bis 30:58 Minuten für die letzte der 9 Runden verbesserte. Berganpassagen immer powerwalkend und abwärts immer laufend wurden die Laufeinheiten auf den flachen bzw. ebenen Stücken immer mehr ausgedehnt und verlängert. Nach mir kamen dann noch Siegfried Schmitz (5:21:27) und Günter Heyer (5:58:54) ins Ziel, mit denen ich anfangs noch eine längere Zeit zusammengelaufen war.

Wchtl. km Laufen bis incl. des Wettkampfes: 0 - 73


       9. Holtenauer Geländemarathon      am 01. April

Kein Wochenende ohne meinem Hobby Laufsport. Dies galt auch an dem Wochenende vor diesem Geländemarathon, wo am Tag der Umstellung von Winter- auf Sommerzeit -diesmal am 26. März- immer traditionell der deutschlandweit bekannte Kieler Hochbrückenlauf meines Vereins ausgerichtet wird und es vieler helfender Mitglieder bedarf. Auch wir waren seit unserem Vereinseintritt seit 1995 ununterbrochen als unentbehrliche Helfer dabei. Kein Kaiserwetter mit Sonne diesmal, sondern komplett verregnet war der Lauftag für alle Helfer und den ca. 1200 Startern. Zuerst als Parkplatzeinweiser beim Ernst-Barlach-Gymnasium fuhr ich danach zurück nach Holtenau unterhalb der Hochbrücke, wo Regina und ich hauptverantwortlich waren für die Verpflegung aller Läufer und Läuferinnen - zuerst des Kurz- und dann des Langlaufs (16,1 bzw. 29,1 km). Uns zur Seite gestellt worden waren Klaus Becker, Frank Mischke, Inge Soltsien, Claudia Reckin und Tanja Herzog. Aufgrund des Regens hatten wir unsere Tische und die Verpflegungszone im Trockenen direkt unter der Hochbrücke aufgestellt, wo es allerdings sehr zugig und windig war. Leere Becher auf den Tischen wehten um oder weg. So hatten wir alle Hände voll zu tun z. B. beim Befüllen der Becher und beim Wiedereinsammeln der weggeworfenen Becher. Wir waren mehr als froh, als wir nach stundenlangem Stehen und auch teilweisem Frieren unseren Job beenden konnten. Der Sieg über die Langstrecke ging übrigens an den Kronshagener Torben Detlefsen (1:46:57) vor dem Itzehoer Matthias Rotzoll (1:48:17) und Thomas Wenck (1:48:25) aus Aumühle. Bei den Frauen ging der Sieg souverän an die Kielerin Verena Becker (2:08:18) vor der Hamburgerin Manuela Sporleder (2:10:51) und Tina Versemann (2:16:55) aus Scheeßel. 

Jetzt aber zum 9. Holtenauer Geländemarathon: Meine 8. Teilnahme in der unmittelbaren Nachbarschaft nur 700 m von unserer Haustür entfernt, organisiert von Uwe & Antje Cizinski vom TuS Holtenau Kiel. 32 Runden a 1.320 m durch das Kleingartengelände und eine Runde um den Sportplatz sind jeweils zu absolvieren. Überwiegend im schnellen Powerwalkingschritt mit nur kleinen Laufanteilen wollte ich späteren Haglund-Fersen-Schmerzen vorbeugen. Mit einigen Läufern und Läuferinnen, die man immer wieder auf den vielen Runden begegnet, bin ich auch mit denen etwas plaudernd zusammengelaufen. Die Endzeit von 4:15:14 war nebensächlich. 32 Rundezeiten will ich hier nicht veröffentlichen und es auf die 4 Viertel beschränken. Die jeweils ersten und letzten 8 Runden lief ich Gesamtzeiten von je ca. 1:05:40 Stunden. Der zweite Abschnitt war mit 1:02:09 Stunden wesentlich schneller, sollte aber noch getoppt werden mit 1:01:40 Stunden für die dritten 8 Runden. Den Lauf mit 30 Finishern gewannen Paul Muluwe und Matthias Waesch gemeinsam Hand in Hand zeitgleich. Es sorgte dann aber doch für verständlichen Ärger bei Matthias Waesch bei der Siegerehrung, als Paul Muluwe zum alleinigen Sieger ausgerufen und mit einem Pokal geehrt wurde. Die Frauenwertung gewann Martina Ramthun (3:48:09) vor Tanja Goile (3:57:42). Leider gibt es diesmal keine Fotos, weil meine Regina zu Hause geblieben war und Carola Waesch zum Frühstück zu Besuch hatte. Am Abend wurde dann gesellig bei Siggi & Angelika Schmitz gefeiert, wo Rita Gehrke ihren Geburtstag nachfeierte und wir in den Geburtstag von Lothar Gehrke reinfeierten.

 

Wchtl. km Laufen bis incl. des Wettkampfes: 30 - 72


    11. Finsterwalder Dutzend-Marathon     am 08. April

Meine 5. Teilnahme seit 1990, als es im April noch die "DDR" gab. Zu diesem Ereignis und für uns immer ein Highlight des Jahres will ich hier gar nicht mehr viel extra schreiben, da ich schon hier auf dieser Homepage unter den Teilnahmen in den Jahren 1990, 1991, 1996, 2003 und 2005 ausführlich berichtet habe.

Zusätzlich als Zweitmitglied des MC hatte ich viel Werbung für diese Veranstaltung betrieben und anschließend einen Bericht für die Seite des 100MC geschrieben habe, den ich hier unter vielem anderen noch mal veröffentliche:

Mit folgendem Flyer (links) hatte ich im Vorfeld bei Laufveranstaltungen für dieses Event geworben und konnte daraufhin (siehe rechts) diese Interessenten gewinnen und mit anmelden:

 

 

Unser leider nicht ganz vollständiges Gruppenfoto vor dem Start. Von links: Enno Keibel - Heinz Behrmann - Günter Antoni - Rolf Frank - Martina Ramthun - Lothar Gehrke - Günter Heyer - Harald Petersen - Siegfried Schmitz

 

Meine Frau Regina und Christa Heyer -zwei unserer begleitenden Läufer- bereiteten uns mit der Leuchtturmlauffreundefahne beim Zieleinlauf bei wunderbarem Wetter einen tollen Empfang. Die Meldung rechts erschien einige Tage vor dem Ereignis in den ´Lausitzer Nachrichten`

Martina Ramthun (3:55:10) - Harald Petersen (4:20:52) - Rolf Frank (4:37:43) + Enno Keibel (4:40:26) - Siegfried Schmitz (4:56:00). Heinz Behrmann powerwalkte im gleichmäßigem genauen 7:00 Min/km-Schnitt mit 4:55:39 noch 21 Sekunden vor Siggi über die Ziellinie, der wegen einer fehlenden "Hahnzeit" vor der Ziellinie wartete. Zuvor war ich den kompletten Marathon mit ihm zusammengeblieben. Bis nach der Halbmarathonmarke waren wir auch noch mit Günter Antoni als Trio zusammen. Günter Heyer musste bereits vor der HM-Marke uns ziehen lassen.

Günter Antoni(5:16:16) und Günter Heyer(5:21:32) freuen sich, von der Frau unserer Finsterwalder Freunde -Heike Werner- nett in Empfang genommen zu werden. Lothar Gehrke (5:24:14) kam 41 Sekunden nach Christian Hottas ins Ziel und machte als Gesamtvorletzter die Zieleinläufe aller 11 Kieler und den 100MC-lern komplett, denn auch der Brandenburger 100MC-ler Marcel Heinig war als Schnellster (3:39:34) aber genau so schnell wieder den Heimweg nach Hause angetreten.

 

Nach dem Zieleinlauf erhält Lothar Gehrke von Christian Hottas ein Bier zum Empfang. Rechts neben den beiden unser Finsterwalder Freund Gerd Werner. Übrigens hat Christian Hottas ebenfalls einen ausführlichen und mir vorliegenden Bericht auf seiner "Fun & Erlebnis"-Marathonseite veröffentlicht, in dem er sich von der Veranstaltung begeistert zeigt. Als Erinnerungsgeschenk erhielt jeder Finisher einen Tontopf (Foto rechts)

 

Links die Ergebnisliste der diesmal immerhin 40 Finisher der großen Runde durch 12 Orte  des Marathonlaufes. Rechts die Urkunde, wo wir alle wieder beeindruckt waren von der gestochen scharfen Handschridt der Schreiberin.

 

Für die After-Run-Party hatten wir in "Radigk´s Brauhaus" einen großen Tisch reservieren lassen, wo wir den Abend gesellig ausklingen ließen und unsere Energiereserven wieder auffüllten mit Speis und Trank. -- Von links auf den Fotos zu sehen: Rolf Frank, Günter Antoni, Heinz Behrmann, Gerd Werner und Enno Keibel 

Übrigens haben wir diesen Trip in die Lausitz mit unseren Freunden Günter & Christa Heyer mit einem 4-tägigen Kurzurlaub verknüpft. Auf der Anreise statteten wir noch der Stadt Potsdam einen 4-stündigen Besuch ab und besuchten am Freitag ganztags das immer wieder sehenswerte Dresden. Bei schönstem Wetter führte die Elbe allerdings starkes Hochwasser. Sandsäcke schützten vor Überflutungen. An allen Tagen wurden wir von unseren befreundeten Famlien Werner und Fröhlich mit Speis und Trank (Pellkartoffeln und Nudeln satt sowie Frühstück) verwöhnt, dass auch unsere anderen Kieler und Hamburger Freunde genießen durfte. Hierfür -und auch, dass sie für uns günstige Übernachtungsquartiere bis hin zur Turnhallenübernachtung organisierten, noch einmal ein ganz großes "Dankeschön". Wird für uns immer in unvergeßlicher Erinnerung bleiben.

Wchtl. km Laufen bis incl. des Wettkampfes: 62


21. Hamburg - Marathon am 23. April

Dieser 21. große Hamburg-Marathon sollte auch mein persönliches 21. Finish werden. Erstmals wurde ausgerechnet im Jahre meines wettkampfmäßigen Laufbeginn 1986 -wie auch der Kiel-Lauf als mittlerweile größter Lauf Schleswig-Holsteins- dieser von Beginn an zweitgrößte Marathon Deutschlands nach dem Berlin-Marathon ausgerichtet. Von 23.108 (5 mehr als im Vorjahr!) Anmeldungen sollten jedoch dieses Jahr -wohl bedingt durch den kalten und langen Winter- sollten jedoch nur 17.132 an den Start gehen und auch mit 16.375 Finishern 1.110 Aktive weniger erfolgreich den Lauf beenden. Für mich jedoch galten diese Veranstaltungen in Hamburg und Kiel als sogenannte Pflichtteilnahmen. Ich hatte das Glück, zu keinem Termin dieser beiden Läufe verletzungsbedingt oder aus sonstigen Gründen nicht finishen zu können. Dieses Jahr jedoch hatte sich zuerst Regina und danach ich mir 5 Tage vor dem Event einen grippalen Infekt eingefangen. Dabei wollte ich doch eigentlich wie in den Vorjahren hier wieder eine gute Zeit hinsichtlich der ´Top-Five-Wertung` dieses Jahres des 100 MC laufen. Darauf hatte ich mich in den Wochen zuvor schon etwas spezieller vorbereitet. Ich fühlte mich von Mittwoch bis Freitag sehr krank, schwach und maddelig. Samstag, am Tag vor dem Lauf, fühlte ich mich zwar wieder besser und wir machten uns morgens früh auf nach Hamburg zur Marathonmesse. Ich war aber so heiser, bekam keine Worte mehr raus und kröchelte dort hüstelnd nur rum. Nach der Abholung der Startunterlagen und nur einem kürzeren Rundgang durch die Messehalle mit der trockenen Luft machten wir uns daher wieder auf den Heimweg nach Kiel. Natürlich hatte ich mir vorgenommen, wenn ich schon an den Start gehe, dann aber nur mit dem Ziel, meinen Gesundheit zu schonen und in einer langsamen Zeit zu finishen.

  

Die Laufvorbereitungen vor dem Lauf und mein Jubel unterwegs bei ca. km 15. Das diesmal rote T-Shirt hatte ich aufgrund einer Spendenaktion der Hamburger Morgenpost & Asics für einen guten Zweck günstig für 10 € erworben. Die knallgelben Nike-Free-Schuhe tauschte ich für den Lauf aber noch gegen Laufschuhe der Marke Mizuno um.

Der Lauftag: Frühmorgens holten wir Günter & Christa Heyer mit unserem roten Skoda Fabia-Combi ab. Waren so rechtzeitig da, dass wir relativ nah an den Messehallen und dem ´Planten&Blomen`-Park einen Parkplatz fanden. Vereinbarter Treffpunkt der Albis und einiger 100MC-er war der Stand von ´Andreas`. Immer mehr bekannte Gesichter konnten wir mit einem "Hallo! - Fit?!" begrüßen. Natürlich war bei vielen Aktiven wieder Tiefstapeln. Die Anspannung stieg, vor allem bei z. B. den Albis Björn Neumann, Martin Huhndorf und Falk Zundel, die hier wie sicher viele andere auch, ihren 1. Marathon finishen wollte. Dann das obligatorische laufgerechte Umziehen und rechtzeitig sich auf den Weg machen, den Kleiderbeutel zur Sammelstelle in einer anderen Halle zu bringen, wohin es schon mal zu Staus kommen kann. Dann trennten sich die Wege vieler Aktiven hin zu zu den 3 verschiedenen Startstraßen und dort dann in den auf den Startnummern gekennzeichneten Block. Maßgebend dafür war die bei der Anmeldung angegebene erwartete Zielzeit. Je schneller, umso weiter vorne. Ich hatte zwar eine ´schnelle` Startblockberechtigung für die Karolinenstraße, sortierte mich aber problemlos weiter hinten ein, um nicht von den wirklich schnell laufenden Läufern über den Haufen gerannt zu werden. Und entscheidend für die spätere Zeitnahme war ja eh die Nettozeit. Das bedeutet, dass die Messung erst beim Überschreiten der Startmatten aktiviert wird. Ein Marathonlauf im nicht zu schnellen Powerwalkingstil -also ohne Belastung der Lunge ect.- war aufgrund der o.g. Vorgeschichte angesagt. Dies war dann -ausführlicher will ich mich hierzu bei diesem Lauf gar nicht äußern- auch gar kein Problem: Nach erst 78:14 Minuten (7:49-er Schnitt) war km 10 erreicht. Dann hatte ich mich auf unangestrengte Weise ´warmgewalkt`, so dass ich für die folgenden 10-km-Abschnitte -siehe hierzu auch meine per Champion-Chip gemessenen und auf der Urkunde verzeichneten 10-km-Zwischenzeiten- eine geringere so Zeit benötigte. Endzeit war mir egal mit 5:24:33 Stunden, einem km-Schnitt von 7:42 Minuten. Hauptsache zum 21. mal gefinisht hier. Bei Temperaturen von kühlen 5° C. zum Start und auch nur 11° C. im Ziel verpflegte ich mich danach nur kurz, um nicht auszukühlen, und holte dann schnell meinen Sportbeutel und suchte die Duschen in Halle 8 auf. Der nächste Gang führte mich zur Sofort-Urkunden-Ausdruckstelle. Anschließend verließ ich das Messegelände und schlenderte in den Park "Planten & Blomen", wo seit Jahren sich Albis und 100MCer zur privaten familiären After-Run-Party trafen. Viele der mitgereisten Frauen -aber auch Männer!- hatten wieder was gebacken oder was an Eß- oder Trinkbarem mitgebracht. So gut wie alle Albis + 100MC-Finisher waren aufgrund meiner langsamen Zeit schon da. Ich konnte mich aber noch an vielen Leckereien und Trinkbarem laben, bevor danach sich aufgrund der kühlen Witterung recht bald auch schon die After-Run-Party auflöste und wir bereits um 17.30 wieder in Kiel waren und eine Zusammenfassung im TV verfolgen konnten. Ich habe mir jetzt noch einmal die Mühe gemacht, alle mir leider nicht so vorliegenden Ergebnisse der Läufer und Läuferinnen des 100 MC aus der mir vorliegenden Ergebnis-DVD herauszusuchen und hier neben den Resultaten  der erfolgreichen Albatrosse nachfolgend einzufügen. Auch das tolle Ergebnis des Holtenauers Holger Meihsner mit 2:38:52 Stunden erwähne ich hiermit gerne.

 

Links alle 22 Finisher der ´LG Albatros Kiel` und rechts die 23 Finisher des 100 MC, die unter der korrrekten Vereinsbezeichnung in den Mannschaften ect. zu finden waren.

  

Alle Sieger im Porträt. Bei den Männern wie auch den Frauen gab es einen neuen Streckenrekord.

Die Ergebnis-CD, aus der ich mir die Mühe machte, noch sämtliche Finisher/innen des 100MC herauszufiltern

 

Links die Ergebnisse der 80 schnellsten Männer plus dem Resultat von dem Radrennprofi Rolf Aldag sowie die 22 schnellsten Frauen. Rechts die mir im Ziel überreichte Finishermedaille.

 

Links ein kritischer Bericht aus einer Laufsportfachschrift --- Rechts die Soforturkunde

Wchtl. km Laufen bis incl. des Wettkampfes: 25 - 67


16. Hannover - Marathon am 07. Mai

Da ich 2 Wochen zuvor auf eine schnellen Marathon aufgrund gesundheitlicher Nachwirkungen verzichtet hatte, wollte ich es auf der bekannt schnellen Hannoveraner Strecke versuchen, eine weitere ´Top-Five`-Jahresbestzeit zu laufen. Samstagmorgen um 06:00 Uhr, unittelbar nach der ´Kieler-Nachrichten`-Zustellung mit um 03:45 Uhr in der Nacht aufstehen, dem Duschen und einem Schnellfrühstück, holten uns Günter & Christa Heyer schon mit ihrem Pkw ab. In Hannover steuerten wir sogleich die Tiefgarage unseres Hotels, dem ´Maritim`, direkt gegenüber dem inposanten Rathaus mit dem alljährlichen Start- und Zielbereich des Marathons an. Zusammen besuchten wir den großen Flohmarkt am Leineufer, bevor sich unsere Wege trennten. Regina und ich besuchten bei schönstem Wetter -alles auf Schuster´s Rappen- die Herrenhäuser Gärten und den Berggarten, wanderten dann durch die Innenstadt zurück, checkten im Hotel ein und besuchten dann die Marathonmesse incl. der Startunterlagenabholung. Mit vielen anderen Kieler und Hamburger Läufern, die ebenfalls das Marathon-Schnäppchen des Maritim-Hotels in Anspruch genommen hatten, saßen wir dann abends zusammen beim läufergerechten Abendessen vom Buffet und ließen dort einen gesellig werdenden Abend ausklingen. Darunter war u. a. auch die bekannte und schnelle Kielerin Verena Becker, die die 3-Stunden-Grenze knacken wollte, es aber mit 3:03:16 Stunden knapp verpasste, aber immerhin als Gesamt-3. aufs Podest schaffte (siehe auch rechts einige der in der Runners World veröffentlichten Ergebnisse). Auf das AK W60-Podest sollte es auch Dr. Regine Schultz mit 4:14:44 Stunden schaffen. Weiterer Finisher von den Albis war der sympathische Ulf Junge, der den Lauf mit 4:25:01 Stunden sichtlich genoß. Der LAUFTAG: Frühmorgens sahen wir dann viele beim Frühstück wieder. Im fast oberen Stockwerk des Hotels mit Blick aufs Rathaus beobachteten wir noch den Start der Halbmarathonis, bevor auch wir uns ca. 10 Minuten vor unserem Marathonstart auf den Weg machten. Aber was war das denn vor dem Fahrstuhl: Unruhe und Chaos brach aus. Der Fahrstuhl war anscheinend defekt. Jedenfalls kam er nicht! Alle Läufer und Läuferinnen wollten wohl zur gleichen Zeit runter - und nun ging anscheinend gar nichts mehr und es dauerte. Zu guter Letzt, die Zeit bis zum Start wurde immer knapper, ging es dann schnell die Treppen runter und raus an die Startlinie. Nicht einmal Zeit zum vernünftigen Verabschieden von meiner Frau blieb mehr! So war der Adrenalinspiegel schon mal gleich und unbeabsichtigt auf dem Höhepunkt. So war es kein Wunder, dass der erste Kilometer mit 5:16 Minuten mich erschrecken ließ. Zu schnell! Wollte doch bei realistischer Einschätzung den Lauf langsam mit höchstens 5:30-er Tempo angehen, um dann auf der 2. Hälfte statt einzubrechen ggfs. noch zulegen zu können. Als Endzeit hatte ich aufgrund meiner Einschätzung bei heutigen sehr warm vorhergesagten sonnigen Temperaturen 3:45 Stunden > also ein Schnitt von 5:20 Min/km. Die folgenden Kilometer dann aber über 5:30-er Zeiten, bevor sich die geplanten km-Zeiten wie gewünscht einpendelten. Zur Halbzeit und dem Ende der ersten von zwei Runden mit 1:54:18 Stunden war ich genau im gewünschten Limit und es lief noch locker und unverkrampft. Jetzt wurden die km-Zeiten etwas schneller und ich kam beim Überholen von anderen Läufern und Läuferinnen fast in einen sogenannten Flow. Nur nicht überpacen, wollte ich aber auf Signale vom Hirn hören, zumal es immer heißer in der Sonne und 23 Grad im Schatten wurde. Aber es lief gut, bis dann bei km 38 in der Nähe der Herrenhäuser Gärten plötzlich wieder meine linke Wade anfing, zu zwicken und zuzumachen. Es renkte sich zwar immer wieder ein, indem ich versuchte, mehr mit dem Hinterfuß und der Ferse zu laufen. Aber es wurde unrhytmisch und langsamer durch kurze Zwangsgehpausen. Gut 4 Minuten büßte ich auf den letzten gut 5 Kilometern ein und war froh, nach leider dann doch nur 3:49:08 Stunden gefinisht zu haben. Kilometerschnitt 5:26 Minuten. Meine bis dato schnellste Zeit in diesem Jahr. Ich genoss dann aber wieder die Zielverpflegung und begab mich danach sofort in mein Hotelzimmer zum Duschen und Umziehen. Dann traf ich meine Frau am vereinbarten Standpunkt und wir feuerten beim Zieleinlauf noch viele langsamere uns bekannte Läufer und Läuferinnen an.

 

Links meine gespeicherten und aufgezeichneten Zwischenzeiten und rechts die Ergebnisse der vier Albis

 

Links die auf der Homepage des 100 MC von Christian Hottas veröffentlichten Ergebnisse. Übrigens war es bei diesem 16. Hannover-Marathon auch das 16. Finish von Christian Hottas. Rechts die Finisher-Medaille

Auch der 66-jährige Günter Heyer kam wie bereits in Hamburg eine Woche zuvor in einer für ihn sehr guten Zeit von noch unter 5 Stunden ins ziel und konnte noch im Hotel duschen, da ein Spät-Checkout im Hotel inclusive war. Zurück in Kiel um 18 Uhr gönnten wir uns noch ein Abendessen im ´Chagall` am Wilhelmplatz. Übrigens fand am gleichen Tag auch der Darss-Marathon statt, den unsere Wohnmobil-Freunde Hans-Hermann & Kathrin Kern in gemeinsam in 4:41:17 Stunden genossen haben. Dort den 3. Lauf über mindestens 42,2 km binnen einer Woche haben auch Lothar Gehrke und Siegfried Schmitz gefinisht. Beide hatten zuvor schon am 01. Mai am Jelcz-Laskowice-Marathon erfolgreich gefinisht und 2 Tage später beim 12-Stunden-Lauf in Ruda Slaska noch einmal 83 bzw. 96 km geschafft.

Wchtl. km Laufen (Fahrrad) bis incl. des Wettkampfes: 30 - 67(20)


 4. Kreis Steinburg-Marathon am 25. Mai (Gruppenlauf - kein Wettkampf)

 

Links die Ausschreibung und rechts eine der mobilen 5*****-Verpflegungsstellen. Auf dem Foto von links zu erkennen Tom Friedrichsen, Rolf Frank, Heinz Behrmann, Christian Hottas sowie die schwangere Nicole Themm

 

Die entgegen des Uhrzeigers zu laufende große Runde mit den 7 mobilen Verpflegungsstellen --- Urkunde

Organisiert von unserem Lauffreund und Mitgründer des ´100 MC` Rolf Frank zusammen mit seinen Hohenasper Lauffreunden in der Nähe von Itzehoe. Einen Tag vor unserem 19-tägigen Bodensee- und Biel/CH-Urlaub noch einen Marathon als Training für die ´Nacht der Nächte`, dem 100 km-Lauf in Biel. Passte gut so ein langer und langsamer Gruppenlauf, den ich im Powerwalking-Stil locker in genau 6 Stunden bewältigte, was einen eigentlich nicht erwähnenswerten 8:32-er-Schnitt bedeutet. Aber bis ca. km 25 war das Tempo doch teilweise recht flott und ´fersen-blasen-fördernd` mit einem 7-Min/km-Schnitt. Die Unterschiede zu unserem selbst organisierten Drei-Leuchtürmelauf sind die fünf verschiedenen Tempogruppen ab km 25 mit somit verschiedenen Einlaufzeiten. Hier rund um Hohenaspe ist es so, dass die kürzere Distanzen laufenden Teilnehmer erst nach und nach sich zu der Gruppe dazugesellen und gemeinsam finishen. Ab 10 km vor dem Ziel trat dann aber das Problem auf, dass sich die große Gruppe in viele kleine Grüppchen zerfledderte und man sich in Ermangelung streckenkundiger Mitläufer wieder nach vorne oder hinten orientieren musste, ob man noch auf der Originalstrecke war oder sich verlaufen hatte. Letztendlich kamen aber alle irgendwann glücklich und zufrieden im Ziel an.

  

Günter Antoni mit seinem Hund war glücklich, dass ich ihm auf den letzten Kilometern den Weg zeigen konnte

Ich hatte mich zum Ende hin um den schwächelnden Günter Antoni gekümmert, der zum ersten Mal sich dieses Event nicht entgehen lassen wollte. Ich jedoch war auch bei der 4. Veranstaltung hier in Hohenaspe als Finisher dabei und kannte somit einigermaßen streckenkundig. Eine komplette Ergebnisliste liegt mir leider nicht vor und habe ich auch im Internet nicht mehr gefunden. Jedenfalls waren die üblichen ´Kandidaten` aus überwiegend Hohenaspe, Kiel und den Hamburger 100MC-Läufern wieder dabei, die dann den Rahmen bildeten bei dem familiären Nudelessen, der originell von Rolf Frank durchgeführten Siegerehrung sowie dem reichhaltigen Kuchenbuffet, wofür viele überwiegend Fauen -auch meine Regina- fleißig gebacken hatten. Übrigens feierte ich an diesem Tag das 20-Jahre-Marathon-Jubiläum. Meinen ersten Marathon der jetzt 148 Marathons/Ultras hatte ich am 25. Mai 1986 gefinisht. Satt und zufrieden mit einem Marathon/Ultra-Zähler mehr traten wir dann wieder die Heimreise nach Kiel mit Günter & Christa Heyer an.

Wchtl. km Laufen (Fahrrad) bis incl. des Wettkampfes: 30(60) - 30(80) - 57(40)


       48. Bieler Lauftage über 100 km     am 09./10. Juni

Oben die Streckenführung und darunter das Höhendiagramm

 

Vor dem Start Heinz Behrmann, Marianne Dahl und Günter Heyer mit seiner Frau Christa

 

Wie in den beiden vergangenen Jahren genossen wir unseren großen langen Sommerurlaub wieder gmeinsam mit unseren Freunden Günter & Christa Heyer und verbanden es mit einem Lauf. Es waren beide Male nicht nur für uns sondern für alle extreme Läufe gewesen: 2004 der Tirol-Speed-Marathon vom Brenner runter bis Innsbruck und 2005 der Hitze-Marathon im Mittelrhein-Tal von Oberwesel bis Koblenz. Dieses Jahr haten wir uns langfristig für einen Urlaub in der Bodensee-Region mit einem Abstecher anschließend nach Biel in der Schweiz zu dem wohl bekanntesten 100-km-Lauf. Dafür hatten wir extra im Vorfeld gemeinsam zwei lange Nachttrainingsläufe über 50 km in unserer Heimat als Stresstest absolviert, denn erstens waren wir noch nie eine so lange Strecke gelaufen und zweitens sollte es unser erster Nachtlauf mit Start abends um 22 Uhr werden. Viele andere 100-MC-Mitglieder wollten dort auch wieder finishen und aus den Medien sowie unserer extrem-ultra-marathonerfahrenen Freundin, der Diplom-Lauftherapeutin Marianne Dahl, hatten wir wertvolle Erfahrungstipps erhalten. Unser Start in dieses Abenteuer begann direkt am Tag nach dem Steinburg-Marathon mit der Anreise in unsere Ferienwohnungen in Konstanz am Bodensee. Täglich abwechselnd gestalteten wir hier eine gemeinsamen und einen individuellen Tag für eigene Unternehmungen. So unternahmen Regina und ich an diesen individuellen Tagen lange Extrem-Wanderungen zum Beispiel bis ans Ende der Insel Reichenau und zurück zur Fewo, um den gesamten nördlichen Finger des Bodensees bis nach Überlingen oder von Meersburg bis nach Salem. Nebenbei natürlich joggte ich jeden zweiten oder dritten Tag vor dem Frühstück 13-km am Bodensee entlang. Ein nicht ernst gemeintes Höhentraining absolvierten wir auch noch auf dem 2.509 Meter hohen ´Säntis` in der Schweiz südlich von Appenzell. Zwei Wochen später einen Tag vor dem Biel-Lauf-Start reisten wir dann nach Biel an und bezogen dort unsere Hotelzimmer und holten noch unsere Startunterlagen ab und trafen dort noch neben anderen bekannten Läufern und Läuferinnen mit vollem Gepäck Marianne Dahl zum Klönschnack. Wie es danach weiterging für die folgenden 48 Stunden mit dem Laufabenteuer, könnt ihr meinem in der Fachzeitschrift der ´Deutschen Ultralaufvereinigung` nachfolgend entnehmen:

Und nachfolgend ein paar Fotos von unseren Zieleinläufen und den Minuten danach:

  

Links: Gleich ist es geschafft > nur noch 200 m von insgesamt 100.000 Meter --- Mitte: Glücklich nach 12:18:57 Stunden im Ziel, wohin sich auch meine Frau Regina danach begeben hatte --- Rechts: In einem unbeobachteten Augenblick drückt Regina auf den Auslöser und man sieht mir die Strapazen und Schmerzen im Gesicht an.

 

In anderen Sphären und sichtlich gezeichnet schafft auch Günter Heyer 4:18 Stunden nach mir mit einerEndzeit von 16:36:43 Stunden erfolgreich sein 1. Finish über 100 Kilometer.

 

Ich freue mich mit dem erschöpften Günter Heyer und lasse ihn hochleben, während seine Frau Christa ihm beim Ausziehen der Laufschuhe in der Nachmittagshitze behilflich ist.

Als Nachtrag ist aber anzumerken, dass mich auch am Tag danach noch höllische Blasenschmerzen quälten und auch Günter Heyer bei unserem Bern-Besuch mit dem 14.000 Teilnehmer starken Frauenlauf an diesem Tag noch weniger als ich laufen mochte und konnte. Schon zu dem Zeitpunkt stand für mich so gut wie fest, dass ich den Spruch ´Einmal musst Du nach Biel` wörtlich nehmen wollte, denn noch einmal in all den Jahren danach sollte ich mir diese Strapazen nicht antun. Aber unabhängig davon wuchs mein Stolz, es geschafft zu haben, in den Tagen, Wochen und Monaten darauf immer mehr. Es passte der Spruch aufs Auge: " Der Schmerz geht - der Stolz kommt"!! Auch meine Frau Regina verfasste später noch einen Bericht, den ich hier zu 100 % nachvollziehend als zutreffend bezeichnen kann:

 

Links die Randbemerkungen meiner Frau Regina Behrmann´s aus der Sicht eines Zuschauer --- Rechts alle Altersklassenwertungen von allen Wettbewerben an diesem Wochenende.

Die komplette Ergebnisliste mit den 1.226 männlichen und 154 weiblichen Finishern liegt mir vor: Ich habe mir die Mühe gemacht, alle mir bekannten Läufer und Läuferinnen herauszusuchen. Zusätzlich finishte über die Marathondistanz der Weltrekordhalter im Marathon/Ultra-Sammeln Horst Preisler in 4:55:10 Stunden. Gut in Erinnerung habe ich noch, dass einige Kilometer vor dem Ziel eine Stimme hinter mir rief: "Leuchtturmheinzi - ich komme!!". Kurz darauf überholte mich der 100-MC-er Thomas Radzuweit und nahm mir bis zum Ziel noch  5 Minuten ab.

 

Am Tag nach dem Lauf stellen Günter und ich uns noch mal neben ein auf das vergangene Event hinweisendes Plakat. Rechts meine später nach dem Lauf auf Papier gebrachten Zwischenzeiten gemäß meiner 50 Zeiten speichernden Casio-Läuferuhr

Wchtl. km Laufen bis incl. des Wettkampfes: 39 - 113  


5. Kaltenkirchen-Marathon am 02. Juli

Ein ganz besonderer Tag: Heute wollten wir zwei Erfolge bzw. Jubiläen erzielen. Mir war dabei mein 150. Finish über die Marathon&Mehr-Distanz weniger wichtig als Günter Heyer´s 100. erfolgreiches Beenden über mindestens der Marathon-Distanz. War es doch aus einer Bierlaune heraus vor knapp 7 Jahren an seinem 61. Geburtstag meine Schnapsidee gewesen, dass es nie zu spät ist, mit dem Laufen anzufangen, ein spezielles altersgerechtes Lauftraining gemeinsam mit ihm zu beginnen, ihn an immer längere Distanzen mit einigen dazu passenden Wettkämpfen zu gewöhnen mit dem Ziel 9 Monate später einen Marathon finishen zu können. Dieses klappte gemeinsam am 16. April 2000 beim Hamburg-Marathon im gleichmäßigen Tempo bis zum Finish so erfreulich, dass Günter endgültig das Lauffieber gepackt hatte und nicht nur bis jetzt und seinem 100. Marathon&Mehr nur gut 6 Jahre später erfolgreich beenden konnte. Dazu aber später mehr! ---- Nachdem ich am Vortag beim ebenfalls 5. Gönnebeker 5-Seen-Marathon von Matthias Waesch erstmals nur als Fahrradbegleitung assistierte anstatt selbst aktiv mit den anderen 11 Aktiven in der Gruppe mitzulaufen, machten wir uns an diesem Sonntag mit Günter und Christa Heyer -wie so oft- gemeinsam auf den Weg zum Ort des Ereignisses. Es sollte ein ganz heißer Tag -nicht nur von den Temperaruren her- werden. Mit uns reisten noch 15 weitere Albis nach Kaltenkirchen an. Siggi Schmitz (4:30:22 + 5:15:18 Std.) und Lothar Gehrke (5:16:01 + 5:52:02 Std.) sollten dabei an diesem Wochenende sogar hier an beiden Tagen als "Doppeldecker" zwei Marathon´s erfolgreich abschließen. Von unseren Albis war über die Halbmarathondistanz Gerd Kurschus (M55 - 1:48:31) der Schnellste, gefolgt von Mario Haacke (M55 - 1:53:55) und Irke Döring (2:05:50). Gemeinsam als ´Sixpack`kamen zum Schluß den Lauf sichtlich genossen zu haben in 2:58:06 Stunden Sabine Hammer-Stehnken, Sigrid Nielsen, Claudia Reckin und Sabine Timmermann zusammen mit den männlichen Begleitern Ulf Junge und Kurt Schieche ins Ziel. Jetzt aber zum 42,2 km-Marathon: Bei wie schon erwähnt für Läufer zu heißem Kaiserwetter gingen 7 Albis an den Start: Ich wollte den Lauf einigermaßen zügig beenden, was mir in Anbetracht der hohen Temperaturen mit 3:56:08 Stunden auch einigermaßen gelang, obwohl die insgesamt acht 5,28 km-langen Rundenzeiten von 27:41 Minuten zum Schluß auf 33:39 Minuten anstiegen und ich mich quälen musste. Aber es hatte den Grund, dass ich bereits geduscht, umgezogen und dabei sein wollte, wenn Günter Heyer sein 100. Finish vollendet, um ihn mit einem Laufschuh in Übergröße (Gr. 54) zu überraschen. Immerhin gewann ich mit 3:56:08 Std. meine AK M50 genauso wie Marianne Dahl mit 4:33:32 Std. in der AK W60. Danach folgte Arwed Bonnemann in 5:00:30 Std. vor den beiden bereits oben erwähnten "Doppeldecker"-Läufern Siggi Schmitz und Lothar Gehrke. Der knapp 68-jährige Günter Heyer und Gerhard Marquardt genossen jedoch diesen besonderen Lauf sichtlich unf kamen erst am Ende des Feldes mit 6:30:57 Stunden gemeinsam ins Ziel. Wir hatten uns alle als Spalier aufgestellt und ließen die Beiden mit einer La-Ola-Welle hochleben.

 

Im Ziel nach dem Erhalt der verdienten Medaille überreichte ich Günter dann den noch an den breiten Sohlenkanten beschrifteten Riesen-Laufschuh, den ich vor längerer Zeit auf einem Sonderstand bei einem Intersport-Geschäft entdeckte. Er war schon mehrfach preislich reduziert worden, weshalb ich ihn dann für wenig Geld erwerben konnte, weil ich wusste, dass ich damit sicher irgendwann jemanden ganz besonders überraschen könne. Zusammen mit einer zusätzlich gebastelten Jubiläumsurkunde war die Überraschung gelungen und gelangte große Aufmerksamkeit und Bewunderung.

        

             Der stolze Jubilar Günter mit seiner Frau Christa       Im Gespräch mit Gerhard Marquardt - Günter Laufbegleitung bis zum Ende

Anschließend schickten wir Günter und Gerhard zum Duschen und Umziehen, bevor wir uns auf den Heimweg machten und noch gemeinsam in Kiel essen gingen. Übrigens brauchte Günter nicht lange überredet werden und war sogar stolz darauf, zusätzlich beim 100 Marathon-Club als Vollmitglied einzutreten, wo ich bereits ebenfalls seit April  2004 als Vollmitglied geführt bin. Was für ein Tag!!

       Frisch geduscht und umgezogen Entspannung nach dem Duschen mit Bierchen mit ´Charly` Rösner (re.) und Helmut Jung (li.)

Wchtl. km Laufen (Fahrrad) bis incl. des Wettkampfes: 20(40) - 30(60) - 72(100)


9. H.P. - Rosensee-Marathon in Raisdorf am 15. Juli

Genau an diesem Tag feierte der Organisator Harald Petersen, der diese Landschaftsmarathonläufe seit einigen Jahren auf verschiedenen Strecken in und rund um Kiel anbot, seinen 63. Geburtstag. Seit einiger Zeit bereits unterstützt ihn dabei die Vereinskollegin Tanja Goile. Diesmal die kurze Runde um den Rosensee über die weiße Brücke und dann über die Fußgängerbrücke bei dem Wildschweingehege über die Schwentine. Einige 100MC-er und viele Läufer und Läuferinnen aus Kiel von der LG Albatros Kiel und dem LTV Kiel-Ost, Harald´s Erstverein hatten sich angemeldet. Frühmorgens kamen schon Matthias & Carola Waesch zu uns. Siggi & Angelika Schmitz kamen ebenfalls. Wir Männer fuhren dann mit meinem Pkw nach Raisdorf zum Laufen und Regina, Carola und Angelika genossen das Frühstück bei uns zu Hause und kamen dann mit Waesch´s Pkw später nach an die Laufrunde in Raisdorf, wo sie sich noch ein Kaffeegedeck in der Villa Fernsicht gönnten, bevor sie sich mit einem Spaziergang durch den Wildpark zum Zieleinlauf der Aktiven begaben.

 

Links: Zu Beginn lief ich noch mit der Mitveranstalterin Tanja Goile gemeinsam -- Rechts: Die bekannte weiße Brücke

Der Sieg ging deutlich an Matthias Waesch vor Waldemar Bosch. Als Gesamtdritter sollte es mir diesmal gelingen, mit aufs Podest später im Garten bei der Siegerehrung im Rahmen der Geburtstagsfeier steigen zu dürfen. Aber erstmal war Duschen, Schwimmen und trockene saubere Kleidung anziehen angesagt sowie das Warten auf die langsameren Läufer. Auch laben an der üppigen Zielverpflegung war angesagt, bevor wir später gemeinsam aufbrachen zum Haus von Harald Petersen in Klausdorf. Hier sollte im Garten die Grill-Geburtstagsfeier steigen, welche bei Sonne pur und somit strahlendem Geburtstagswetter für mich auch jetzt viele Jahre später noch in schöner Erinnerung geblieben ist.

 

Die imposante Zahl von 12 Männern und 10 Frauen fanden an Harald´s Ehrentag den Weg zum Start an den Rosensee

Wie ich den Lauf vom Start bis zum Ziel erlebt habe: Zwei Wochen waren seit meinem Lauf in Kaltenkirchen vergangen, wo ich meine bisher 3.-schnellste Marathonzeit mit 3:56 Stunden in diesem Jahr gelaufen war. Mein Plan war, auch diesmal unter 4 Stunden zu bleiben. Die abwechslungsreiche Strecke mit vielen kleinen Aufs und Abs liegt mir. Bergauf schnell walken und auf ebenen und Bergabpassagen locker laufen war angesagt. Trotz der Temperaturen von über 20 Grad im Schatten zur Mittagszeit ging mein Plan, nicht am Beginn zu überpacen gut auf. Die zweite Hälfte war dann sogar drei Minuten schneller als die Erste. 3:58:14 Stunden als Endzeit, ein km-Schnitt von 5:39 Minuten, und der 3. Gesamtplatz hinter den beiden o. g. schnellen Läufern machten mich happy, hatte ich doch damit einige andere bekannte schnelle Läufer diesmal hinter mich lassen können.

  

Bei der Siegerehrung im Garten hatte Harald extra für ein rustikales Podest gesorgt --- Rechts: Lecker Nachtisch!

 

Als Erinnerung an diesen geselligen harmonischen Tag stellten sich alle noch einmal für ein Gruppenfoto auf

Wchtl. km Laufen (Fahrrad) bis incl. des Wettkampfes: 30(30) - 77(50)


38. Georgsmarienhütter Null - 50 km - am 23. Juli

Ein immer spannender Orientierungslauf mit vielen Überraschungsmomenten. An den bisherigen drei Wochenenden im Sommer 2002 und 2005 sowie im Winter 2003 hatte ich hier schon viel erlebt. Jetzt also die 4. Teilnahme der immer Ende Juli und Mitte Dezember stattfindenden Laufs. Siehe hierzu meine Chroniken in den Jahren 2002, 2003 und 2005. Diesmal reisten wir als Trio zusammen mit Siggi Schmitz und Thorsten Themm am Samstag-nachmittag rechtzeitig an, um noch einen Schlafplatz im Schlafsack im ruhigerem Untergeschoß der geräumigen Turnhalle zu ergattern, was auch noch klappte. Kurzweilig mit einigen Paderborner Bierchen verbrachten wir dann gesellig den Nachmittag und Abend incl. des rustikalen Abendessens mit anderen Lauffreunden. Es wurde wieder spät, als dann endlich soviel Ruhe einkehrte, dass wir unseren notwendigen Schlaf fanden Die Nacht war dann sehr kurz bis zum Aufstehen am kommenden Morgen, denn wir hatten uns wieder für den Frühstart um schon 6 Uhr entschieden. Ein warmer Sommertag mit viel Sonne war angekündigt. Gleich bildeten sich bei diesem Orientierungslauf ohne Streckenposten und Zeitnahme -immer auf die "0" achtend- kleine zusammenlaufende Gruppen nach dem Motto, einer davon kennt die Strecke oder sieht alle "Nullen" unterwegs. Vor allem vertraute man auf die Träger der Grünhemden bzw. Rothemden, die sich so ein Trägerhemd für 5- oder 10-malige als Auszeichnung ´verdient` hatten. Kilometer-Angaben gab es nur an den 5 Getränke- und Verpflegungspunkten unterwegs, was aber nicht schlimm war, denn an die Grenzen brauchte man ja nicht gehen, sondern der Lauf sollte mit netten Unterhaltungen unterwegs kurzweilig über die Bühne geben. Zeitnahmen sind daher von mir für die einzelnen Abschnitte auch gar nicht vorgenommen worden. Nahm dann nur die Zeit im Ziel. 5:46:38 Stunden zeigte meine Läuferuhr an. Wieviele Kilometer ich jedoch genau gelaufen war, entzieht sich jedoch mangels einer GPS-Uhr damals unserer Kenntnis. Sich die Urkunde von der Wäscheleine abnehmen und überreichen lassen, dann die Dusche genießen, sich trockene Kleidung anziehen, sich üppig verpflegen von der Zielverpflegung und auf die immer originell gestaltete Siegerehrung durch den Organisator Georg Rollfing warten, bei der dann die neuen Jubilare hinsichtlich des 5. oder 10. erfolgreichen Finishes mit einem Trägerhemd in grün bzw. rot geehrt werden. Nach meiner jetzt 4. Teilnahme wuchs natürlich mein Wunsch, so eine Auszeichnung nach meinem nächsten Finish hier mir auch zu verdienen. Anschließend verabscheideten wir uns von vielen uns bekannten Gesichtern und traten die problemlose Heimfahrt ins 350 km entfernte Kiel an.

Wchtl. km Laufen (Fahrrad) bis incl. des Wettkampfes: 80(45)


   Willkommenslauf Nortorf - 50 km -    am 19. August

45 Tage zuvor, am Tag nach dem Ausscheiden Deutschlands gegen Italien im Halbfinale der WM kam das Wunschkind Kjell-Thore zur Welt. Dies wollten jetzt seine Eltern Thorsten & Nicole Themm mit einem Willkommenslauf von ihrem Zuhause in Nortorf mit einem Lauf über 42,2- bzw 50-km-Lauf würdig feiern. Das Teilnehmerlimit von 30 Läufern -überwiegend aus Hamburg und Kiel- war bei günstigen 12 € Startgeld schnell erreicht und beinhaltete eine Verpflegung auf der Strecke, ein 5*****-Büffet im Ziel sowie eine Medaille. Start und Ziel war war am Garteneingang ihres Domizils. Zu laufen war ein -gemeinsam zu absolvierendes- 2-km-Auftaktstück, bevor es dann auf die 8,1-km-langen Runden ging. Mit 5 Runden hatte man dann einen Marathon zusammen, den mit Arne Frank als klarem Sieger 12 Läufer erfolgreich finishen sollten. Eine Runde mehr ergab dann einen Ultra über 50 km, den ich mir vorgenommen hatte. Da der Start bereits zu um 8 Uhr angesetzt war und ich morgens noch ca. 140 dicke Kieler Nachrichten-Samstagsausgaben an die Leser im Powerwalkingschritt zugestellt hatte, brach schon etwas Streß aus. Nach dem Duschen und Frühstück fuhren dann um 7 Uhr auch schon Günter & Christa Heyer vor, um uns mitzunehmen. Es sollte ein warmer schwülfeuchter Tag mit fast 30 Grad werden. Schon zum frühen Start waren 20 Grad erreicht. Da mein letzter Wettkampf bereits lange 4 Wochen zurücklag, wollte ich heute trotz der warmen Witterung mal einen für mich schnellen Lauf hinlegen.

Auf den Start warten (von links) Helmut Jung, Heinz Behrmann, Jürgen Ranta, Rolf Frank, Matthias Waesch, Kathrin & Hans-Hermann Kern, Otto Liedtke und Arne Frank.  In der Mitte Rolf´s Frau Inge Frank

 

Nach dem Start zeigt uns Thorsten Themm das 2-km-Auftaktstück, bevor es in die ausgeschilderten Runden geht

Nach 2 km kommen wir wieder an Start/Ziel vorbei, wo sich schon die Spreu vom Weizen getrennt hat

Ich lief mit Jürgen Ranta aus Brunsbüttel zusammen. Unsere Uhr zeigte nach dem Auftaktkstück 12:24 Minuten an. Für die erste der vollen 8,1-km-Runde benötigten wir dann 56:26 Minuten. Danach setzte ich mich von Jürgen Ranta nach vorne ab, konnte aber einem ständig vor mir laufendem Trio mit Matthias Waesch und Thorsten Themm nicht so recht näher kommen. Das Gegenteil war bald der Fall: Der Abstand vergrößerte sich zusehends. Bald sah ich sie nur noch auf den langen Geraden weit vor mir. Ich horchte in mich herein und wollte daraufhin aber locker wie bisher weiterlaufen. Klappte auch sehr gut die weiteren gesamten 4 Runden mit Zeiten um die 45 Minuten, was einem 5:33-er Schnitt entsprach. Schon bei ca. km 30 hatte ich Günter Heyer  und andere langsamere Läufer ein- und überholt. Aber die schwüle Hitze zollte jetzt ihren Tribut bei mir. Schon die Runde davor und erst recht die letzte Runde mußte ich an die Reserven gehen, um das Lauftempo einigermaßen beizubehalten. Den 45:22 Minuten für die 5. Runde folgten dann noch einmal 46:30 Minuten für die letzte Runde. Endzeit 4:43:47 Stunden, ein km-Schnitt 5:41 Minuten, und das bei dem Wetter! Ich war mehr als zufrieden mit meiner persönlichen Bestzeit über 50 Kilometer. Mit Gesamtplatz 4 von 14 bin ich wieder wie so oft knapp am Podest vorbeigerutscht.

  

Arne Frank als Sieger des Marathons bereits im Ziel und geduscht "kontrolliert" die Rundenzählung der beiden Blondinen Regina Behrmann und Carola Waesch - rechts die originelle Urkunde mit Babyfoto

Zum Zeitpunkt meines Zieleinlaufs waren auch erst 4 Marathonis im Ziel. Mit meiner Zeit nach 42,2 Kilometern hätte ich hinter dem Sieger Arne Frank hier den 2. Platz belegt. Duschen war auch im Hause Themm möglich und dann ging es ab in den Garten, wo die Organisatoren Thorsten & Nicole extra ein Pavillonzelt aufgebaut hatten. Auf Sitzgelegenheiten mit einem Bier in der Hand uns regenerierend spendeten wir dann den nachfolgenden Finishern der 42,2- und 50-Kilometer-Distanz den ihnen gebührenden Beifall. Vor der im Anschluß stattfindenden Siegerehrung überreichte meine Frau Regina, die auch vorher bereits fleißig bei der Rundenzählung geholfen hatte, den Veranstaltern ein erstes gut gefülltes Sparschwein als Gastgeschenk mit Spenden von allen Teilnehmern. Als Auszeichnung für die gezeigten Leistungen erhielten alle Finisher neben einer Urkunde mit Babyfoto (siehe oben) eine ebensoschöne originelle Medaille (siehe weiter oben)Nachfolgend die kompletten Ergebnislisten mit den Rundenzeiten über 50 und 42,2 Kilometer:

Wchtl. km Laufen (Fahrrad) bis incl. des Wettkampfes: 30(110) - 48(80) - 30(90) - 80(50)


      7. Großer Plöner See-Marathon       am 27. August

Zum 6. mal in Folge seit 2001 war ich hier dabei. Im Vorjahr hatte ich mit dem Altersklassen-Sieg sogar einen Pokal in Empfang nehmen können, aber diesmal fühlte ich mich noch nicht wieder erholt vom erst 9 Tage zurückliegenden als hart empfundenen 50-km Lauf in Nortorf. Die Anreise erfolgte wie meistens mit Günter & Christa Heyer. Startunterlagen abholen und ein weiteres einfaches weißes Baumwoll-T-Shirt -nur als Nachthemd zu gebrauchen!!- erhalten. Temperaturen mit 16 Grad zum Start auf dem Marktplatz um 8:55 Uhr und 21 Grad im Ziel gegen 14 Uhr sowie öfter mal unangenehmen kühlem Regen sorgten für keine

 

 

 

extremen Bedingungen, da sicherlich die meisten Läufer sich gut darauf eingestellt hatten. Mit späteren 8 Marathonis und 6 Finishern über 37,2 km war auch die LG Albatros Kiel ordentlich vertreten. Weil weniger Werbung in diesem Jahr für diese Veranstaltung geschaltet war -vorher in nationalen Wettkampf- und Marathonlisten nicht verzeichnet-, gingen die Anmeldungen stark zurück. Statt 80 im Vorjahr gab es so nur noch 47 Finisher auf der Marathondistanz. Siehe eingefügte Ergebnisliste. Über die 37,2-km-Distanz liegt mir keine Ergebnisliste vor, weswegen ich hier zumindest die Ergebnisse aus der Albi-Info wiedergebe: Wolfgang Sauer (3:34:47), Klaus Rabe (3:42:40), Günter Dibbern (3:44:16), Anke Dibbern + Silke Seiler-Rabe (beide 3:52:34 und damit 3. Plätze W45) und Irke Döring (3:57:26), die damit mit der schlechtesten Albi-Zeit den einzigen AK-Sieg an diesem Tag über beide Distanzen einfahren konnte. Pokale gab es aber nur für die Marathonis. Für 2. AK-Plätze errangen so einen Harald Petersen, Arwed Bonnemann, Björn Neumann, und Heleena Keski-Kujala und für einen 3. AK-Platz Siegfried Schmitz. Aus dem mir vorliegenden Bericht von Christian Hottas ist er mit Günter Heyer fast den kompletten Marathon gemeinsam gelaufen, den Besenwagen immer im Nacken. Auf den letzten 1,5 km beschleunigte Günter jedoch wie gewohnt und kam so 28 Sekunden vor Christian als Vorletzter ins Ziel. 42,2 km finishte auch Lothar Gehrke in einer noch langsameren Zeit, der jedoch als Walker eine Stunde vorher gestartet war, eine individuelle Urkunde vom Veranstalter erhielt, aber nicht in der Ergebnisliste der Marathonis aufgenommen wurde. Ich selbst gestaltete den Lauf aus 60 % schnellem Gehen und 40 % lockerem Laufen, hauptsächlich wenn es leicht bergab ging. Alle 5-km-Zeiten ziemlich identisch mit um die 32 Minuten, also einem 6:24-er Schnitt. Nur von km 40 bis zum Ziel war ich wieder überrascht von der Kürze der Zeit, denn hierfür stoppte ich nur 9:43 Minuten, ein km-Schnitt 4:25 Minuten. Also keine Änderung und Korrektur der Strecke hin zur regulären Marathonlänge. Wieder dürften ca. 800 m dazu fehlen. Früher führte auch die Strecke noch vermehrt durch die Stadt mit vielen Abzweigungen, wo jedoch auch etliche zusätzlichen Streckenposten benötigt werden, die man sich dadurch erspart. Im Ziel nach 4:28:20 Stunden mit unterwegs übergezogenen Regenumhangs (siehe Foto oben!) war ich auch von innen her feucht und naß, so dass ich mich unverzüglich mit der Sporttasche zum ca. 250 m entfernten warmen Duschen und trockene Sachen anziehen begab.

 

Gut erholt zeigen sich nach dem Lauf Konrad Schwarz, Harald Petersen, Irke Döring, Heinz Behrmann und Lothar Gehrke. Foto rechts:  Uns schmeckt das gut gekühlte Weizenbier nach ´getaner Arbeit` gut 

Erst danach gönnte ich mir wie alljährlich eins der mitgenommene noch gut gekühltee Weizenbiere, was mir wie auch anderen Albis von unseren Frauen gereicht wurde. Wir nahmen noch die letzten einlaufenden uns bekanntem Finisher in Empfang und verzogen uns diesmal dann witterungsbedingt ins Innere des Eiscafes zum Eisschlemmen. Den Abend beschlossen wir mit Günter & Christa mit einem gemeinsamen Abendessen im Kieler Ratskeller.

Wchtl. km Laufen (Fahrrad) bis incl. des Wettkampfes: 72(60)


    13. Holtenauer Abendlauf -10 km-     am 01. September

700 m entfernte Anreise zu Fuß zum TuS Holtenau. Zuletzt war ich hier 2003 zur 10. Ausgabe am Start gewesen. In den Folgejahren fand der Lauf immer zu zeitnah an einem für mich interessanteren Marathon statt und ich verzichtete, da ich meine Haglund-Exostose-Fersen aus Gesundheitsgründen nicht überstrapazieren wollte. Aber 5 Tage nach dem Plön-Marathon traute ich mir das zu und beabsichtigte, auch eine gute persönliche Jahresbestzeit laufen zu wollen. Denn neben dem Kiel.Lauf über die Halbmarathondistanz 9 Tage später sollte es mein einziger Lauf unterhalb der Marathondistanz und dieses klassischen 10-km-Laufes werden. Vor dem Lauf war ich jedoch schon als Helfer auf dem Sportplatz im Einsatz und auch Regina fungierte später als Streckenposten. Eine gute Beteiligung und viele Nachmeldungen sorgten für gute Laune beim Veranstalter. 260 männliche und 96 weibliche Finisher waren alleine auf der langen Distanz mit 2 Runden a 5 km um den Holtenauer Leuchtturm zu verzeichnen. Der Kurs ist amtlich vermessen und siehr von der Papierform her einfach aus, ist es aber nicht unbedingt, denn gerade am Ende der Runden geht es unangenehm erst die Kanalstraße und dann noch mal die Gravensteiner Straße bergauf. Wer bis da seine letzten Reserven schon verbraucht hat, verliert sicher viele Sekunden. 25 Albatrosse, davon 14 männliche und 11 weibliche finishten über die 10 Kilometer. AK-Siege gab es keine. Zusätzlich finishten 9 weibliche und 2 männliche Albis die halbe Distanz von 5 Kilometer. Der Sieg über die 10 Kilometer ging an Oleg Rantzow (32:28) vor Dirk Henningsen (33:58) und Torben Detlefsen (34:39). Das Podest verfehlte als 4. unser Albi Olaf Struck (34:39) knapp. Bei den Frauen ging der Sieg an die junge Katharina Nüser (39:41) aus Keitum vor der Favoritin Verena Becker (39:58) und Andrea Koopmann (40:07). Bei diesem Lauf in meiner Heimat sind mir so viele Läufer und Läuferinnen bekannt, dass ich hier nun die Ergebnisse zuerst aller männlichen und danach aller weiblichen Finisher des Hauptlaufs noch einmal veröffentliche, jedoch ohne Altersklassenangaben und Vereinszugehörigkeiten. Die allerletzte Statistik zeigt die Altersklassenwertung der M50, wo ich mit dem 4. Platz knapp am Podest vorbeigeschrammt bin.

 

Wie ich den Lauf selbst in Erinnerung habe: Da es mein 1. Wettkampf seit über 10 Monaten unterhalb einer Marathondistanz war, ich aber eine für mich gute Zeit laufen wollte, hatte ich große Bedenken, dass richtige Anfangstempo zu finden. Nicht zu langsam, aber erst recht nicht zu schnell. Aber welches Tempo ist das und was hab ich noch drauf auf diesen Kurzdistanzen. Ich war also reichlich nervös an der Startlinie. Brauchte so ca. 10 Sekunden bis zum Überqueren der Startlinie und ´schwamm` dann so mit dem Pulk mit. 4:36 Minunten bei km 1 empfand ich fast optimal. Und auch die 40 Sekunden schnellere Zeit wegen der abfallenden Straße zum Fähranleger für den km 2 mit 3:56:01 Minuten war noch okay, aber grenzwertig. Deshalb wollte und musste ich mich bemühen, wieder etwas das Tempo zu mäßigen. Klappte mit 4:08- und 4:18-er für km 3 und 4 auch ordentlich. Dass der 5. Kilometer mit 4:34 Minuten langsamer war, lag an der Steigung auf der Kanalstraße und nach dem Abzweig auf die Gravensteiner Straße hin zum Start/Ziel. Eine Runde war rum. Jetzt noch mal das Gleiche. 4:19 und 4:11 sowie 4:17 Minuten zeigte meine Läuferuhr an und ich war noch zufrieden, aber ich spürte schon seit einiger Zeit den Kräfteverschleiß. Das Tempo musste ich drosseln und einen Gang rausnehmen. Läufer und Läuferinnen überholten mich peinlichst. Mit 4:27 und 4:34 Minuten quälte ich mich mit letzter Kraft und Energie bis zur Ziellinie durch. Endzeit: 43:18 Minuten. Km-Schnitt von 4:20 Minuten. Auszeichnung eine Medaille. Genau eine Minute schneller als vor 3 Jahren und 3 Jahre jünger, von wo ich allerdings in Erinnerung hatte, mich überschätzt zu haben und zu schnell angegangen war, um dann qualvoll regelrecht zu´sterben`. Und genau dieses wollte ich ja heute nicht wiederholen und war vorgewarnt gewesen. Als gesamt 68.-er war ich stolz nach dem Ziel, als Waldemar Bosch, der eigentlich schneller ist, mich gratulierte, weil ich einige Sekunden vor ihm die Ziellinie überqueren konnte.

Wchtl. km Laufen (Fahrrad) bis incl. des Wettkampfes: 40(40)


            19. Kiel.Lauf über 21,1 km          am 10. September

20 Jahre Kiel-Lauf, aber erst die 19. Veranstaltung, denn der im gleichen Jahr gestartete Hamburg-Marathon feierte in diesem Jahr bereits die 21. Auflage. Grund ist der Ausfall des damaligen 10-Meilen-Laufes durch den Veranstalters "Fortuna Wellsee" in den Jahren 1996 und 1998. Die Bereitschaft der bei einem reinen Stadtlauf vielen notwendigen ehrenamtlichen Helfer konnte nach der 10. Auflage nur noch alle 2 Jahre gewährleistet werden. Für mich begann die Veranstaltung  wieder am Freitag nach meinem Dienstschluß mit dem Abholen der Startunterlagen und des diesjährigen gelben Funktions-T-Shirts. Viele LG Albatros-Mitglieder als ehrenamtliche Helfer traf ich hier bei dieser verantwortungsvollen Tätigkeit bei der Aushändigung der Startnummerntüten und T-Shirts. Samstag noch vormittags eine Walkingtour von 2:40 Stunden mit Regina.

Nachmittags dann Ausruhen vor dem TV mit dem Formel-1-Qualifying in Monza, das Michael Schumacher am Tag drauf gewinnen sollte. Abends schon meine Sachen packen, denn am Sonntag mussten wir früh am Veranstaltungsort sein, denn meine Frau Regina hatte sich als ehrenamtliche Helferin bereiterklärt, im Führungsfahrzeug als Streckenbegleitung wichtige Infos weiterzugeben. Bei trockenem, aber für die Läufer etwas zu warmen Laufwetter ohne Sonnenschein und wenig Wind hatte ich mich bereits in unserem Skoda-Fabia auf dem Exer-Parkplatz wettkampfmäßig umgezogen. Als ich an die Fleethörn gelangte, stürmte gerade Steffen Uliczka diese dem Ziel als Sieger des zuvor gestarteten Volkslaufs über 10,5 km entgegen. Hatte der ein Tempo drauf! Dann mein Start über die Halbmarathondistanz, wo später in der Ergebnisliste 1378 Finisher, darunter 294 Frauen gelistet werden sollten. Aufgrund der vielen Wettkämpfe mit Ultradistanzen wäre ich über jede bessere Zeit als 1:40 Stunden schon zufrieden und ging das Rennen entsprechend vorsichtig mit 22:53 Minuten für die ersten 5 km an. Mit 22:35 und 21:42 Minuten für die nächsten zwei 5-km-Abschnitte machte ich mir schon gewisse Gedanken, dass dies zu schnell gewesen sein könnte. Und es wurde tatsächlich auch schwerer, dieses Tempo zu halten. Von der Förde weg nach Düsternbrook den Niemannsweg länger bergauf musste ich zweimal vom Laufen ins schnelle Walken wechseln. Gesamt 22:53 Minuten für den 4. Abschnitt von 5 km waren aber immer noch okay und mir wurde bewusst, dass ich mit der Endzeit sehr zufrieden sein würde, zumal es die letzten 500 m Richtung Ziel nur noch die Fleethörn bergab geht. Obwohl ich auf der Goethestraße am Schreventeich noch einmal ins Walking wechseln musste, kam ich mit einer Endzeit von 1:35:11 Stunden sehr happy und zufrieden ins Ziel. 28 Sekunden nach Waldemar Bosch vom LTV Kiel-Ost, den ich jedoch 9 Tage zuvor beim Holtenauer Abendlauf über 10 km knapp geschlagen hatte. Nur 12 Sekunden langsamer als im Vorjahr und ein km-Schnitt von 4:31 Minuten. Und mit einem 10. Platz von 96 Finishern in meiner Altersklasse M50 zählte ich mich noch zur erweiterten Spitze. Und ich fand mich mit der LG Albatros in der ersten 5-er Mannschaft wieder, die einen hervorragenden 3. Platz erzielte. Nur unser Aushängeschild Olaf Struck (1:16:01) und die wesentlich jüngeren Björn Neumann (1:30:39) und Frank Mischke (1:34:23) waren schneller von unseren insgesamt 30 finishenden Halbmarathonis der LG Albatros Kiel, darunter 7 Frauen. Podestplätze erzielten Susanne Mohn (1:35:35 - 2. W45), Regine Schultz (1:53:20- 3. W60) sowie Olaf Struck (2. M35). Von anderen Vereinen erreichten Podestplätze mein Läufervorbild und -freund Alfred Schippels (1:39:14 - 1. M70), Heimo Wundram (1:27:57 - 1. M60), Klaus Hüser (1:44:58 - 2. M65), Marion Arnold (1:38:01 - 2. W40), Waldtraut Becker (1:44:56 - 1. W55).  Zudem finishten von der LG Albatros im Volkslauf über 10,5 km noch 11 Frauen und 10 Männer. Also mindestens 51 Albis finishten, denn sicher liefen auch über die Schnupperkursdistanz noch einige Albatrosse, worüber ich leider nicht über die Resultate verfüge. Erstmals in diesem Jahr feierten auf diesen 6,5 km auch die Rollstuhlfahrer und Handbiker mit einem Start ihre Premiere.

Unter den Überschriften "Beim Festival der Kenianer purzelten die Streckenrekorde", "Oleg Rantzow und Steffen Uliczka setzten lokale Akzente" und "Machte Sommerhitze den Volkslauf attraktiv?" schrieben die "Kieler Nachrichten": Wer sich gestern am frühen Nachmittag auf die Suche begab nach Spuren des 19. Sparkasse Kiel.Laufes 2006, der fand zunächst nichts auf dem herrlichen Rundkurs. Unsichtbar ist das, was den Weg pflasterte: innere Schweinehunde en masse, überwunden und zurückgelassen, und ein paar Rekorde dazu. Spuren eines breitensportlichen Festtages, angereichert durch bestaunenswerten Spitzensport.--- Mehr als 4.600 Teilnehmer gingen auf den vier Strecken (800-m-Bambinilauf, 6,5-km-Schnupperlauf, 10,5-km-Volkslauf, Halbmarathon) an den Start, sorgten für einen Teilnehmerrekord. Auf der Volkslaufstrecke durfte sich der mit dem deutschen 3000-m-Hindernis-Meister Steffen Uliczka (Foto links) immerhin ein Kieler im Zieleinlauf als Sieger feiern lassen - zum vierten Mal in Folge. In 34:23 Minuten ließ er seinen Vereinskollegen von der SG Kronshagen/KTB, Sebastian Weiß  (36:09) hinter sich. "Zehnmal den Kiellauf gewinnen? Da bin ich dabei", jubelte Uliczka anschließend. Als schnellste Frau passierte Katharina Nüser aus Keitum (41:26) die Ziellinie. Mit 2.200 Teilnehmern bildete der Volkslauf die größte Gruppe, die sich durch Kiel kämpfte. Viele haben in den letzten Wochen noch vom Halbmarathon umgemeldet. Vielleicht wegen der Hitze im Sommer, mutmaßte Organisator Rainer Ziplinsky. --- Imposant, wie sich laufende ehrgeizige enthusiastische Masse vor der Kulisse der Stena-Line über die Straße Schwedenkai schob. Rührend der aufmunternde Kuss des Pärchens vor der fiesen Steigung ins "bergige" Düsternbrook. Adrenalin schöpfend das trommelnde Anfeuern der Zuschauer entlang der Strecke am Hindenburgufer, in der Hansastraße, vor dem Endspurt vom Schrevenpark zum Ziel auf dem Rathausplatz. Und neben diesen breitensportlichen Farbtupfern faszinierten auf der Halbmarathonstrecke (21,0975 km) die afrikanischen Top-Athleten als uneinholbare Laufwunder. "Mit den Frauen konnte ich mithalten. Mit den Männern? Keine Chance", sagte der Kieler USC-Triathlet Oleg Rantzow, der am Ende in 1:11:00 Stunden Gesamtzehnter wurde. "Die Strecke ist nicht einfach und ich trainiere wegen des Berufs im Moment nicht so viel. Dafür ist das Ergebnis sehr gut", sagte der 29-jährige Gymnasial-Referendar.--- Mit dem 23-jährigen Sieger Moses Kipkosgei Kigen (1:02:52) sowie seinem Landsmann Collins Kibet (1:02:53) blieben gleich zwei Läufer unter der bisherigen Rekordmarke (1:02:54). Kigen heimste damit neben den 800 Euro Siegprämie auch 500 Euro Extraprämie für den Streckenrekord ein. Das Kunststück gelang auch der Kenianerin Mary Ptikany (1:10:13), die die bisherige Bestmarke von Tegla Loroupe (1:11:59) um fast zwei Minuten unterbot. Auch Beatrice Umwanza (Kenia 1:11:15) und Milka Jerotich (Kenia 1:11:22) blieben unter Loroupes Zeit. Beste deutsche Läuferin wurde als Sechste (1:14:04) die Kölner EM-Sechste über 5.000 m, Sabrina Mockenhaupt (Foto links), bei ihrem Halbmarathon-Debüt. Im Interview äußerte sie sich wie folgt: "Ich bin nicht volles Tempo gelaufen. Das Rennen heute sollte als Vorbereitung für einen Halbmarathon im Rahmen des großen Köln-Marathons dienen, meiner Heimatstadt. Ich möchte Erfahrungen sammeln und im nächsten Jahr sogar einen Marathon laufen. Die Strecke hier in Kiel ist schön, hat es aber auch in sich" --- "Große Freude" verspürte angesichts solcher Leistungen auch OB Angelika Volquartz. Über den Zeitplan müsse man weiter nachdenken, resümierte Chef-Organisator Ziplinsky, der mit Sorge betrachtete, dass die schnellsten Halbmarathonis auf ihrer ersten Runde die langsamsten Volksläufer, auf ihrer zweiten Runde die langsameren Halbmarathon-Starter überholen mussten. "Natürlich hat man noch Träume", so Ziplinsky weiter. Träume von bis zu 5.500 Läufern, die die Strecke verkraften würde. Die Strecke, die gestern Nachmittag unsichtbar gepflastert war: mit inneren Schweinehunden und Rekorden. Foto oben: Die "Grünen" Lutz Oschmann und Peter Todeskino 

Wchtl. km Laufen (Fahrrad) bis incl. des Wettkampfes: 51(60)


      1. Hannover Eilenriede-Marathon       am 24. September

Zwei Wochen Wettkampfpause lagen seit dem für mich guten schnellen 21,1 km beim Kiel-Lauf zurück und ich hatte den Plan, diesen Monat September nach der 10 km-Jahresbestzeit auch hier in der grünen Lunge Hannovers eine Jahresbestzeit zu laufen. Es sollte klappen und ich war happy im Ziel. Ein Grund also, gerne hier einen Bericht drüber zu verfassen und auf der Homepage des 100MC veröffentlichen zu lassen. Diesen habe ich nachfolgend noch mal eingefügt:

 

Diesem Bericht möchte ich hiermit noch die Zeiten der 4 Runden a 10,55 km hinzuzufügen: 52:11 - 52:40 - 52:45 und 57:19 Minuten. Kilometerschnitt 5:06 Minuten. Fotos sind auch deshalb nicht vorhanden, weil meine Frau Regina selbst gelaufen ist und bei meinem Zieleinlauf 18 Minuten später gerade dabei war, sich frisch zu machen und umzuziehen.

Wchtl. km Laufen (Fahrrad) bis incl. des Wettkampfes: 45(100) - 72(60)


2. Hamburg-Außenalster-Ultra  -44 km- am 30. September

Dieter Merker und Rene Wallesch vom 100MC organisierten diesen Lauf rund um die Außenalster, der wohl schönsten Laufstrecke im Herzen von Hamburg. Sehr attraktiv auch für meine Frau, die ebenfalls zwei Runden a 7,4 km um das Binnengewässer walken wollte. Als Fahrgemeinschaft nahmen wir noch Astrid Kiese und Irke Döring als 2-Runden-Läuferin sowie Helferin wie auch Irke Döring mit. Und das Gute war, dass das Wetter mitspielen sollte: Spätsommerliche Temperaturen um 18 Grad und viel Sonnenschein sorgten für ein tolles Panorama auf der gesamten Strecke. Das Startgeld betrug unschlagbar günstige 5 €. Das Teilnehmerlimit von 20 Anmeldungen wurde schnell erreicht und um ein Viertel auf 25 augestockt. Darunter litt aber der Qualität der Veranstaltung nicht. Da von vornherein in der Ausschreibung darauf hingewiesen wurde, dass es lediglich einen Verpflegungspunkt bei Start/Ziel Ecke Sierichstr./Körnerstr./Bellevue an der Außenalster geben würde, konnte man sich darauf einstellen und ggfs. einen Trinkgürtel mitnehmen. Es gab Wasser, Cola, Bananen und diverse Kekssorten während des Laufs, aber hinterher konnte man sich sattessen an all dem, was die Frauen an Süßem gebacken oder wie Frikadellen oder anderem Herzhaften zubereitet oder mitgebracht hatten. Auch von uns mitgebrachter heißer Kaffee in großen Pump-Thermokannen war noch gut warm und wurde gut angenommen. Startzeit war um 9 Uhr und das Zeitlimit betrug 6 Stunden plus Toleranz, jedoch durfte nach 5 Stunden keine neue Runde begonnen werden. Öffentliche Toiletten unterwegs waren vorhanden, teilweise jedoch gegen Gebühr, welches wir in Form von Kleingeld mitzuführen hatten. Das einzige Manko nach dem Lauf war, dass es im Zielbereich kein Umkleiden und keine Dusche vorhanden war, worum man sich für die Zukunft aber kümmern wollte. Hier nun die komplette Ergebnisliste mit vielen Teilnehmern des 100 Marathon-Clubs sowie die Urkunde:

 

Jetzt zu meinem Lauf: Von vornherein war geplant diesen Lauf nicht zu ´laufen`, sondern lediglich schnell zu ´gehen`. 6 Runden a 7,4 km und somit ein weiterer Ultramarathonzähler mit 44,4 km sollten mir reichen. Die Rundenzeiten waren relativ identisch mit 55:45 - 55:50 - 53:20 - 57:17 - 55:32 und 55:16 Minuten und die Blasenbildung an den hinteren Fersenkanten hielt sich zurück. Endzeit 5:33:58 Stunden, einem km-Schnitt von 7:32 Minuten. Fazit: Ein wunderschöner Lauf um die Alster, der auch an allen Tage der Woche, aber am stärksten sicherlich an Sonntagen wie diesem von unzähligen für die Fitness trainierenden Joggern, Walkern und Läufern männlich, aber vor allem weiblichen,  frequentiert wird. Was für eine Augenweide. Hier sollte ich nicht das erste und letzte Mal angetreten sein.

Wchtl. km Laufen (Fahrrad) bis incl. des Wettkampfes: 74(80)


4. H.P. - Kraftwerk-Marathon in Raisdorf am 03. Oktober

Mein 3. Lauf über mindestens 42,2 km innerhalb von 9 Tagen und nur 3 Tage nach den 44 km in Hamburg. Die Feierlichkeiten zu diesem ´Tag der Deutschen Einheit` fanden übrigens diesmal in Kiel rund um die Hörn statt. Wenig Sonne, aber nach Nieselregen zu Beginn immerhin trocken bei Temperaturen von 10 bis 15 Grad boten angenehme Laufbedingungen. Zum Start um 8 Uhr fanden sich am Rosensee 18 Läufer ein. 9 Runden rund um den Rosensee und entlang der Schwentine bis zum Wasserkraftwerk waren zu absolvieren. Für mich sollte es lediglich ein weiterer ´Zähler` beim Marathonsammeln werden. Einzelne Kilometer- und Runden-Zeiten habe ich gar nicht notiert, bin aber konstant gleichmäßig schnell mit Gerd Kurschus unterwegs gewesen. Dabei habe ich nur bei den doch relativ häufigen Bergabpassagen vom Powerwalken in den Laufstil gewechselt. Endzeit für uns beide 4:49:06 Stunden, ein Schnitt von 6:19 Minuten je Kilometer. Die Marathondistanz finishten 13 Starter, darunter mit Tanja Goile (W30 - 4:17:00) und Rosemarie von Kocemba (W60 - 4:40:29) zwei Frauen sowie Sina, die Schäferhündin von ihr. Den Sieg holte sich mit nur 4:06:42 Stunden als Trainingslauf der M60-er Rainer Finnern vor dem noch älteren M65-er Hans-Joachim Meyer in 4:10:10 Stunden. Der M50-er Ernst-Otto Kimitta konnte sich mit 4:15:02 Stunden auch noch vor der 1. Frau schieben. Es folgten Frank Berka (M35 - 4:17:52), Harald Petersen (M60 - 4:23:40) und Gerhard Penzel (M60 - 4:33:01). Karl-Heinz Jost (M65) und Siegfried Schmitz (M60) beendeten gemütlich und glücklich gemeinsam den Lauf in 5:20:00 Stunden erst knapp eine Stunde später. Festzustellen bleibt, dass Laufen auch im hohen Alter möglich ist. 7 Finisher waren 60 Jahre oder älter. Bei diesem 12. Start zu einem Landschaftsmarathon von Harald Petersen kam ich zum 11. mal erfolgreich ins Ziel. Insgesamt war es der 24. vom genannten Organisator ausgerichtete Lauf über mindestens 42,2 km auf den verschiedenen Strecken in Raisdorf, Neuwühren, Strande, Knoop und an der Hörn in Kiel.

Wchtl. km Laufen (Fahrrad) bis incl. des Wettkampfes: 67(40)


      1. Hamburg Stadtpark - Marathon     am 15. Oktober

Anstelle des panoramaträchtigen Alstertal-Marathons, ausgehend von der Jahnkampfbahn nahe des Hamburger Stadtparks 21,1 km durch die grüne Lunge Hamburgs und dann wieder zurück wurde der weniger helferaufwendige 5-Runden-Kurs mit nur einer Verpflegungszone im Stadtpark für 25 € ab diesem Jahr angeboten. Schade, obwohl der Marathon inmitten der Großstadt weiterhin einen ´grünen` Charakter behielt. Gegenüber 232 Finishern noch im Vorjahr hielt sich die Begeisterung für diesen 5 gleichen Rundenlauf auch in Grenzen, denn es sollten nur noch 148 Finisher die Ziellinie überqueren, ein Rückgang von 36 Prozent. Die Anreise erfolgte wieder als Fahrgemeinschaft mit unseren Freunden Günter und Christa Heyer. Das Wetter zeigte sich mit ca. 15 Grad trocken, jedoch ohne Sonnenschein lt. meinen Aufzeichnungen. Am Start um 9 Uhr befand sich auch unser Albatros Siegfried Schmitz (späteres Ergebnis 4:18:53 - 4.M60), der mit  Uwe Cizinski (3:31:35 - 2.M50 ) angereist war. Günter Heyer (5:21:40 - 3.M65) lief den kompletten Marathon mit Christian Hottas zusammen. Da ich nicht im Besitz einer Urkunde bin, habe ich nachfolgend die komplette Ergebnisliste eingefügt.

Jetzt zu meinem Lauf: Ich hatte wieder die Laufschuhe ausgewählt, die beim Powerwalking-Schnellgehen die geringsten Blasen an den Fersenkanten hinten verursachen, denn richtig laufen wollte ich heute nicht, um auch nicht meine Haglund-Exostose-Ferse unnötig zu reizen. Dies gelang mir, wie aus meinen Statistik-Aufzeichnungen zu erkennen ist, mit konstanten Rundenzeiten von knapp unter einer Stunde sehr zufriedenstellend. Der Lohn für die Anstrengung im Ziel war als Auszeichnung eine Pudelmütze. Übrigens waren die mitgereisten Frauen Regina, Christa und Angelika in der Zwischenzeit genußvoll frühstücken gewesen, aber zu unseren Zieleinläufen rechtzeitig zurück, um einige Fotos von unseren Zieleinläufen als Erinnerung zu schießen. Wir nahmen noch etwas Zielverpflegung zur Stärkung und Auffüllung der Energiereserven zu uns, gingen zum Duschen und Umziehen, bevor wir uns wieder auf den 100 km langen Heimweg nach Kiel machten. 

Wchtl. km Laufen (Fahrrad) bis incl. des Wettkampfes: 72(40)


    1. Kaltenkirchener Herbstmarathon    am 21. Oktober

Nur 6 Tage nach meinem 20. Marathon&Mehr-Finish in diesem Jahr! Es sollte wieder über die 42,2-km-Distanz gehen. Wieder ging es Richtung Süden. Erstmals nach dem Sommer-Marathon veranstaltete Arne Franck auf anderer Strecke in Kaltenkirchen einen weiteren Marathon im Herbst. 10 gleichlange Runden waren zu bewältigen durch die von Arne so bezeichnete "grüne Hölle" auf Naturwegen. Dazu hier erstmal die Ergebnisse und ein kurzer Bericht dazu:

Diesmal reisten wir getrennt von Günter & Christa Heyer aus Kiel an, denn Regina und ich wollten anschließend noch mit meiner in Heede bei Barmstedt wohnenden Mutter meinen Vater im Krankenhaus in Pinneberg besuchen. Bei recht bedecktem aber trockenem Wetter starteten wir ganz in der Nähe des Badeparadieses in Kaltenkirchen mit späterer Dusch- und Bademöglickeit nach dem Lauf auf dieser recht anspruchsvollen Strecke. Ich hatte mir vorgenommen, den Lauf relativ zügig zu beenden. Dies klappte in den ersten 7 Runden auch mit fast identischen Zeiten von 21:27 bis 21:44 Minuten ganz gut, musste dann aber dem anspruchsvollem Terrain Tribut zollen und die Rundenzeiten gingen noch von 22:51 bis 25:00 Minuten für die restlichen 3 Runden etwas in den Keller.

  

Mit der Endzeit von 3:42:43 Stunden war ich unter diesen Umständen mehr als zufrieden, befand mich damit noch im ersten Drittel des Finisherfeldes und war schnellster der insgesamt 8 Albis. Meine drittbeste Zeit in diesem Jahr mit einem Schnitt von 5:17 Minuten je Kilometer. Die anderen 7 Albis waren Gerd Kurschus, einige Jahre älter als ich, der mir mit 3:46:26 Stunden dicht auf den Fersen war. Es folgten danach auch in dieser Reihenfolge Siegfried Schmitz (4:19:27), Harald Petersen (4:34:05), der 72-jährige Benno Richter (4:42:47), Irke Döring (4:44:07), Günter Heyer (5:38:22) und Astrid Kiese (5:49:22).

 

Alle Läufer und Läuferinnen sind kurz vor dem Start angespannt und können den Startschuß kaum abwarten.

Wchtl. km Laufen (Fahrrad) bis incl. des Wettkampfes: 72(40)


       5. Ellerdorfer Ultralauf - 45 km -       am 25. November

Die Vorgeschichte der 4 Wochen bis zum Lauf: Aufgrund eines unverschuldeten Fahrradunfalles 26 Tage zuvor, der eine schmerzhaften Rippenbruchs mit Atemnot beim Luftholen nach sich zog, konnte ich bei zwei Läufen von Harald Petersen am 04. und 12. November in der Zwischenzeit nicht antreten. Aber untätig war ich in Sachen Laufen trotzdem nicht. Mit Marianne Dahl, die aus Großburgwedel bei Hannover kommend, bei uns schon übernachtet und mit uns gefrühstückt hatte, fuhr ich am 04. November an die sogenannte Hörn von Kiel, um mich als Helfer bei der Läufer-Verpflegung zur Verfügung zu stellen. Langsameres Walktraining im höchstens 10- Min/km-Tempo verrichtete ich nur beim 6 x wöchentlichem ´Kieler Nachrichten` zustellen. Zum Lauftag: Thorsten & Nicole Themm organisierten zum 5. Mal den top organisierten ´Ellerdorfer Ultralauf`in der Nähe von Bokel. Auch hierzu war unsere Freundin Marianne Dahl bereits am Vortage angereist und hatte bei uns übernachtet. Anreise dann gemeinsam mit Günter & Christa Heyer sowei meiner Frau Regina, die wieder für diese Veranstaltung am Vortag Kürbisbrot gebacken hatte und mit bei der Verpflegung bei Start/Ziel der einzelnen Runden eingeteilt war. Diese waren 15 km lang mit 2 verschiedenen Getränkestellen mit heißem Tee auf der Strecke und einer Ziel-Verpflegung in einem überdachten großem Zelt mit allem, was das Herz begehrt und vergebens seinesgleichen sucht.

Kurz vor 8 Uhr wurden wir aus der gesamten Republik angereisten Aktiven alle aus dem beheizten Gemeinschaftssaal, wo wir noch mal üppig frühstücken konnten, ins immerhin auch 10° warme Äußere zum Briefing vom Veranstalter Thorsten gebeten. Und dann noch etwas dämmerig erfolgte um Punkt 8 Uhr der Startschuß der 43 männlichen und 13 weiblichen Teilnehmer. Sofort bildeten sich Laufgruppen, die kürzer oder auch viel länger gemeinsam zusammenliefen. Die erste 15-km-Runde z. B. liefen wir kurzweilig mit Marianne Dahl und dem Hohenasper Trio Rolf Frank, Uwe Weidenmüller und Thorsten Wirsing zusammen. 1:29:10 Stunden, ein km-Schnitt von 5:57 Minuten. Nach ca. 2 Minuten Verpflegungspause lief ich die zweite Runde im ein wenig schnellerem Tempo -jetzt jedoch solo- weiter. Nach 2:56:28 Stunden hatte ich es geschafft. Ca. 1:25:18 Stunden hatte ich benötigt, ein km-Schnitt von 5:41 Minuten. Dies war alles so geplant, wusste aber, dass jetzt meine Haglund-Exostose-Fersenschmerzen eine Schonung dringend nötig hatten und wollte die 3. Runde komplett im schnellen Gehtempo bestreiten. Ich hatte den eigentlich unsinnigen Ehrgeiz dabei, die alle vier 15-km-Runden gleichmäßig schnell laufen wollende Marianne Dahl nicht wieder rankommen zu lassen. Dies gelang mir auch mit 40 Sekunden Vorsprung. Knapp 2 Stunden hatte ich jetzt benötigt, ein km-Schnitt von eben unter 8 Minuten. Gesamt-Endzeit für 45 km 4:56:37 Stunden. Für mich das Finish und ein ´Zähler` als Ultra mehr. Eine 4. Runde hatte ich nach der fast 4-wöchigen Trainingszwangpause zuvor gar nicht eingeplant. Ich genoß kurz die üppige Verpflegung im Zelt, holte meine Sporttasche und begab mich zum Duschen im Keller des Hauses von Thorstens Oma. Dann hieß es im Gemeinschaftsraum bei jedoch kurzweiligen Gesprächen warten, warten, bis auch die letzten der sogar 4 Runden laufenden Finisher im Ziel waren und geduscht hatten. Es folgte die Nudeln-Satt-Party und danach die wieder wie gewohnt kurzweilig gestaltete Siegerehrung durch Nicole & Thorsten Themm mit der Urkundenverleihung. Der Sieg über die 60 km ging übrigens an unseren 100MC-Freund Mario Sagasser in 4:44:01 Stunden, einem Schnitt von 4:44 Minuten für den Kilometer. Chapeau! --- Danke, Thorsten & Nicole, für das toll ausgerichtete Event, welches erst am nächsten Tag nach einem weiteren Ultra, dem 6-Stunden-Lauf, sein Ende finden sollte. Nach insgesamt über 12 Stunden Abwesenheit waren wir um 18:30 Uhr abends wieder zu Hause.

Wchtl. km Laufen (Fahrrad) bis incl. des Wettkampfes: 30(30) - 30(40) - 30 - 30(10)


´Siggi Schmitz` Geburtstagsmarathon am 02. Dezember

Anläßlich seines 4 Tage zuvor begangenen 60. Geburtstages veranstaltete unser Siggi einen sogenannten Marathon auf der bekannten Garten- und Stadionrunde beim TuS Holtenau. Über eine sehr gute Anmeldezahl von 37 Marathonis konnte sich Siggi Schmitz freuen. Und bei Temperaturen um 7 Grad im Plus mussten auch die Rundenzähler - u. a. Meine Frau Regina - und die Helfer bei der Verpflegung draußen nicht zu sehr frieren. Am Tag zuvor reiste schon Marianne Dahl aus dem 250 km entfernten Großburgwedel bei Hannover zu uns zur Zwischenübernachtung an, die ihren 200. Marathon/Ultra am Folgetag finishen wollte und auch sollte. Am Lauftag dann hieß es für mich natürlich an diesem Samstag erst einmal wieder sportlich, ca. 130 Abonnenten mit der dicken Samstag-Kieler-Nachrichten zu verwöhnen Dann Frühstücken zu dritt mit Marianne und dann gings auch schon los ins 700 m entfernte TuS-Vereinsheim. 28 Männer und 6 Frauen konnte Siggi dann an der Startlinie für die langsameren 08- und schnelleren 09-Uhr-Läufer/innen begrüßen. Mein Plan war, einen für mich schnellen Marathon im schnellen Gehen ohne zu Laufen zu finishen. Bis zur ca. 20. Runde konnte ich dabei einen Schnitt von 6:26 Minuten je km halten, aber dann spürte ich doch die Belastungen in den Muskeln, Sehnen und Gelenken und musste kontinuirlich danach auf jeder der noch folgenden 12 Runden immer einige Sekunden drauflegen und mich noch von einigen überholen lassen. Zum Schluß war es sogar eine nur 9:40-er Runde, also ein Schnitt von fast 7:20 Min/km. Im Endeffekt war ich dann aber doch mit der Gesamtzeit von 4:41:05 Stunden, einem Gesamtschnitt von 6:40 Min/km sehr zufrieden - und freute mich über die schöne Medaille. Es folgte nach dem Lauf im großen Saal die Siegerehrung, wo es leider beim Ausfüllen der Urkunden aufgrund der verschiedenen Startzeiten zu Verwechslungen kam. Bei mir z. B. war man von einer 9-Uhr-Startzeit ausgegangen. Natürlich ließ ich fairerweise den Fehler sofort vom Organisator korrigieren. Natürlich wurden im Rahmen der Siegerehrung auch die unentbehrlichen Helfer würdig von Siggi mit einem kleinen Teller geehrt. Nach dem Nudelessen wurden dann die meisten der 30 Finisher über die volle Distanz verabschiedet, aber ein harter Kern, wozu auch wir gehörten, feierten dann im TuS-Heim noch weiter Siggis 60. Geburtstag nach.

  

Links die Medaille für die Finisher --- in der Mitte die Startnummer --- rechts der Helferteller für meine Frau Regina

 

Wchtl. km Laufen bis incl. des Wettkampfes: 72


   3. H.P. NO-Kanal-Marathon in Altenholz-Knoop am 31. Dezember

Zum Jahresabschluß ein Marathon ganz in der Nähe. Der Start in der Nähe vom Gut Knoop nur 3 km entfernt. Diesmal wollte ich hier gerne erfolgreich finishen, nachdem ich im Vorjahr diesen Lauf nach 11 km wg. einer dickem mulchigen und dadurch beim Powerwalken rutschigen Schneedecke abgebrechen musste > mein erster und auch für die Ewigkeit einziger Laufabbruch. Die Bedingungen waren diesmal auch viel besser, weil es um die 8 Grad ´warm` war und mich der Regen nicht stören würde, der den Lauf jedoch etwas ungemütlich gestaltete. Da hatte es meine Frau Regina mit Inge Frank zum Frühstück zu Besuch schon kuscheliger zu Hause. Deshalb auch keine Fotos vom Lauf. Die Beteiligung war trotz des miesen Wetters mit 15 Finishern lobenswert, was einem auch für die Veranstalter Tanja Goile und Harald Petersen freute, die wieder eine 5*****-Verpflegung mit heißem Tee ect. bereitgestellt hatten. Viele mir gut bekannte Marathonsammler hatten sich eingefunden, um das Jahr laufend mit einem Marathonfinish zu beenden, darunter auch der 71-jährige Weltrekordhalter Horst Preisler. Nach einem Anlauf-Hin- und Zurückstück von ca. 600 m über das Gut Knoop bis zum oberen ´Polterberg` ging es gen Westen über den Achtstückenberg Richtung Levensauer Hochbrücke, wo wir bergab auf den NO-Kanal treffen. Eine Spitzkehre von 150° führt uns auf dem Betonplattenweg jetzt schiffsbegleitend gen Osten direkt am Kanal entlang, bevor es knapp 500 m unangenehm den ´Polterberg` bergauf geht. Jetzt wieder über das Gut Knoop und wir haben nach knapp 5,2 km die erste volle der insgesamt 8 Runden geschafft. Mein Plan war auf dieser doch anspruchsvollen Strecke bei den Bergabpassagen locker und kurzschrittig zu laufen und ansonsten im Powerwalkingschritt fersenschonend den Lauf zu genießen, um größere und später länger anhaltende ´Haglund-Exostose`-Fersenschmerzen zu vermeiden. Klappte die ersten 6 Runden prima mit gleichmäßigen fast genauen 33-Minuten Runden, einem 6:20-er Min/km-Schnitt. Spürte dann aber doch die Fersen mehr und mehr und beschloss, die letzten 2 Runden auch die Bergab-Laufeinheiten durch Powerwalking zu ersetzen. Ergab 38:30-er-Runden, einem Schnitt von 7:25 Min/km. Nach insgesamt 4:40:43 Stunden kam ich so mit mir zufrieden ins Ziel, wo ich mir sofort trockene Sachen anzog, um mir keinen Infekt einzuhandeln. Dann kurze Klönschnacks mit anderen Finishern unterm Regenschirm und sich dabei gut an den Delikatessen wie Datteln, Feigen, Süßigkeiten und einem Punsch zu laben. Heute hatten es alle 11 Männer und 4 Frauen ruhig angehen lassen. Einzig Uwe Cizinski knackte mit 3:43:45 Stunden die 4-Stunden-Schallmauer. Als Gesamtzweiter kam erst 43 Minuten später Hajo Meyer ins Ziel. Übrigens waren 7 (!) Finisher über 60 Jahre. Eine ganz besondere Leistung vollbrachte Rosemarie von Kocemba, die nicht nur den Deutschland-Lauf von Nord bis Süd und die Frankreich-Durchquerung von West nach Ost erfolgreich finishte, sondern im gesamten Jahr 2006 hier am letzten Tag des Jahres ihr 100. Finish über mindestens die Marathonstrecke erfolgreich absolvierte.

Wchtl. km Laufen bis incl. des Wettkampfes: 30 - 43 - 42 - 62


Mein Vorwort und die Jahresbestenlisten über Halbmarathon und Marathon der LG Albatros Kiel

 

 

 

 

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