Das Jahr 2008

Persönlicher und sportlicher Rückblick

Im gesamten Jahr brachte ich es auf 864 Kilometer mit dem Fahrrad und 2.494 km als Laufen/Walking, wovon 826 km auf die 20 Wettkämpfe fielen. Hiervon waren 17 Marathons, 2 Ultras und mit meinem 21. Kiel-Lauf - Halbmarathon ein kürzerer Wettkampf. Im Vorjahr waren es mit mit 30 Wettkämpfen noch 50 % mehr gewesen. Meine chronischen schmerzhaften ´Haglund`-Fersenprobleme ließen die Freude und Lust am Laufen erheblich sinken. Viele Läufe finishte ich nur als Powerwalker. Nur einige Male versuchte ich laufend für mich relativ gute Zeiten zu erzielen. Meine Jahresbestzeit von 3:40 Stunden im Herbst in Lübeck war 13 Minuten langsamer als die des Vorjahres in Bremen. Anschließend musste ich wieder tagelang nur langsam nachlassende Schmerzen beim täglichen ´Kieler Nachrichten`-zustellen ertragen. >>> Viel Ärger mit meinem langjährigem Erstverein führte letztendlich bereits am 20. Februar dazu, meine Mitgliedschaft bei der "LG Albatros Kiel" durch Kündigung zum Jahresende auslaufen zu lassen. Alle Bemühungen meinerseits zum Friedenschließen mit dem Vorstand waren schließlich erschöpft und es war nur ein schwacher Trost, dass viele befreundete Läufer meine Ansicht und Entscheidung teilten, aber auch bedauerten, weil ich bzw. wir (meine Frau!) soviel ehrenamtliches Engagement in den fast 15 Jahren zum Wohle des Verein erbracht hatten. Der schon jahrelange gute Kontakt zu Rainer Ziplinsky führte dann zur Mitgliedschaft als Erstverein von "Zippel´s Läuferteam". >>> Der von uns organisierte und durchgeführte Kieler 3-Leuchttürmelauf zeigte bei der bereits ´dutzendsten` Auflage uns die Beliebtheit dieses Events mit einer neuen Rekordfinisherzahl auf. >>> Glücklich und stolz waren wir auch, erneut und zum 3. Male -diesmal genau ein Dutzend!- Läufer und Läuferinnen für das ´dutzendste` ´Dutzend` ins südbrandenburgische Finsterwalde im Rahmen einer Läuferfahrt dort an den Start zu bringen und wir deswegen dort dann eine gesonderte Ehrung erfuhren. >>> Erstmals genossen wir mit langen Wanderungen unseren ersten 3-wöchigen Alpenurlaub in Garmisch-Partenkirchen, der als Abschluß in St. Anton(A) beim Vorarlberg-Montafon-Marathon mit 1.200 Höhenmetern zu meinen ersten Bergmarathon-Finish in den Alpen führte. >>>  Im Rahmen des Hamburger Außenalster-Ultras finishte ich im August gut 4 Jahre nach meinem 100. Marathon-&-Mehr-Lauf meinen 200. Lauf über mindestens 42,2 Kilometer.


12. Kieler 3-Leuchttürme-lauf am 10. Februar

Zu diesem -unserem eigenen- Event, der mittlerweile bundesweit Kultstatus erreicht hatte, sind hier auf meiner Seite an vielen anderen Stellen alle Fakten, viele Fotos und sämtliche Infos zu finden. Eine Woche zuvor veranstaltete ich schon mit den vorgesehenen Gruppenführern bei ebenfalls schönem Wetter einen Orientierungslauf der letzten 13 Kilometer (einfache Strecke) mit Duschen und anschließendem Imbiss und Plaudern (bis 15 Uhr!) bei uns. Das Teilnehmerlimit von 50 war bereits Stunden nach Meldebeginn erreicht. 60 Aktiven hatte ich jedoch im Vorwege eine Zusage erteilt, weil ich Absagen bzw. Nichtantritte erwartete. Diese traten jedoch so gut wie nicht ein, so dass es zur neuen Rekordteilnehmerzahl von 59 aktiven Läufern und Läuferinnen kam, wovon 7(!) bereits zur Altersklasse der 70-jährigen zählten. Es gab stolze Premieren-Finisher, aber auch wieder begeisterte Weltrekordhalter beiderlei Geschlechts mit jeweils über 1.500 und 1.200 Marathons. Die zahlreichen Feedbacks zu diesem Gruppenerlebnis-Panoramalauf danach waren für uns Motivation und Aufforderung zugleich, weiterzumachen. Schließlich sollte dann auch der Medaillensatz mit dem dritten Leuchtturm als Auszeichnung vervollständigt werden.


2. Öjendorfer-See Winter-Marathon am 16. Februar

Diese von Lothar und Rita Gehrke im Vorjahr ins Leben gerufenen Marathonläufe im Osten Hamburgs erfreuten sich mit steigenden Teilnehmerzahlen immer größerer Beliebtheit. Fünf mal von insgesamt 11 Läufen bereits hatte ich im Vorjahr als 100MC-Marathonsammler dort teilgenommen und gefinisht. Regina hatte sich erkältet und blieb zu Hause in Holtenau. Denn die kalte Winternacht mit -5°C. wäre trotz viel Sonne tagsüber -Erwärmung aber nur auf nur +3°C.- als Helfer nicht gesundheitsfördernd und kalte Füße somit vorprogrammiert. So reisten wir mit Günter & Christa Heyer sowie Sonja Rohde als Fahrgemeinschaft an. Stockdunkel war es noch in Kiel bei der Abfahrt der gut 1,5 Stunden dauernden Fahrt dorthin. Um 9 Uhr Start für alle. 12 Runden plus Auftaktstück sind zu absolvieren. Nachfolgend habe ich den Bericht von Lothar für die HP eingefügt, so dass ich ich mich hier jetzt auf meinen persönlichen Lauf beschränken kann. Wie im Vorjahr beschränkte ich mich auf ca. 90 % der Strecke auf Powerwalking und verfiel nur bei den Bergabpassagen in ein lockeres Traben bzw. Laufen. Alle Runden lang lief ich annähernd so identische Zeiten und genoß nach jeder Runde die üppige Streckenverpflegung bei Start/Ziel. Nur kürzere Passagen lang passte ich mich langsameren oder auch schnelleren Aktiven unterwegs beim Überholen oder Überholtwerden zum Smalltalk an. So kam ich -Endzeit war mir ja heute nicht wichtig als Marathonsammler- nach 4:40:15 Stunden, einem Kilometerschnitt von 6:38 Minuten ins Ziel. Platz im Mittelfeld als 27. von insgesamt 42 Marathonis. Ich zog mich umgehend wärmere und trockene Kleidung an und genoß erst danach noch einmal die 5*-Verpflegung von Rita Gehrke und ein alkoholfreies Weizenbier, denn Günter Heyer, aber auch seine Frau Christa, wünschten sich nach seinen anstrengenden Marathons immer, dass ich seinen Mercedes fahre, weil er immer so schnell müde wurde. Und Autofahren mit Alkohol im Blut ist für mich tabu. Es dämmerte schon, als wir die Heimfahrt antraten. Aber immerhin waren die Straßen trocken. Zu Hause angekommen, fuhr ich wie vereinbart, mit meiner Frau Regina noch mal auf den Wilhelmplatz und aßen auf Gutscheinheft (2 x Essen > 1 x bezahlen) im "Chagall". Spätabends gab es dann noch Boxen im TV, wo der große und schwere Walujew gewinnt. Am Sonntag dann war Regenerieren und Ausruhen angesagt ohne Wandern, weil mir doch wieder die Haglund-Exostose-Fersen schmerzten.


14. FAMILA - Kiel-Marathon am 23. Februar

Erneut nur eine Woche später wollte ich das Marathon-Triple binnen 20 Tagen abschließen. Hatte mich noch bei Regina angesteckt, hatte Montag den Dienst vorzeitig beendet und war für 3 Arbeitstag krankgeschrieben gewesen. Deshalb hatte ich bei meiner 11. Teilnahme hier am Kieler Förde-Westufer lediglich das Marathonfinish als Ziel ausgegeben und mich nicht gesundheitsschädigend zu überfordern. Zur Einstimmung auf den Lauf kam am Freitagabend bereits die Weltrekordhalterin Sigrid Eichner mit über 1.200 Finishes über mindestens der 42,2-km-Distanz zu uns nach Holtenau zum Abendessen, Übernachten und Frühstück am Wettkampftag. Gemeinsam fuhren wir rechtzeitig in die Nähe von Start/Ziel, um noch einen Parkplatz zu ergattern. So war nach dem Abholen der Startunterlagen bis hin zum Umziehen zum Lauf noch genügend Zeit, mit vielen anderen mir bekannten Läufern und Läuferinnen Gespräche und Smalltalks zu führen. Es hatte sich schon herumgesprochen, dass ich vor einigen Tagen dem Vorsitzenden meines Erstvereins "LG Albatros Kiel" meine Kündigung der Mitgliedschaft zukommen lassen hatte. Fast 15 Jahre hatte ich -bzw. hatten wir!- uns ehrenamtlich zum Wohle des Vereins stark engagiert und mit dem Verein identifiziert, weswegen von den meisten Albis viel Zustimmung und Rückendeckung für meine Entscheidung und Gründe hierfür erhielt. Näher möchte ich hier an dieser Stelle nicht auf den bereits jahrelangen Ärger seit Oktober 2002 mit dem Vereinsvorstand eingehen. Leichtgemacht hatte ich mir diese Entscheidung aber weißgott nicht - und gerne unterhalte ich mich mit jedem, der dies wünscht und möchte, darüber im persönlichen Gespräch. Jetzt aber wieder zum Lauf selbst zurück. Der Start um 10 Uhr bei ca. 5° C. bei Noch-Sonnenschein erfolgte zusammen mit den Halbmarathonis. Ich hatte mich von vornherein für heute leistungsgerecht ganz am Ende des Teilnehmerfeldes eingereiht, als der Startschuß fiel. Powerwalking war angesagt für die gesamte Distanz. Nahm somit von vornherein in Kauf, mir zum Ende hin Blasen an meinen stark hornhäutigen Fersenkanten einzufangen. So kam es dann auch, weswegen ich die letzte 10,5-km-Runde mit kürzeren Schritten knapp 4 Minuten langsamer war als die ersten drei Runden. So kam ich mit einer Endzeit von 5:06:27 Stunden, einem Schnitt von 7:16 Minuten je km als 6.-letzter Marathoni ins Ziel, aber bis zum letzten der insgesamt 178 Finisher wäre noch mehr als eine Stunde ´Luft` gewesen. Schnell zog ich mir trockene wärmende Kleidung an, schlenderte zu meinem Pkw und fuhr umgehend nach Hause zum Duschen. Mit dem 192. Marathon&Mehr-Finish wieder ein Zähler mehr! Alles weitere zu dieser Veranstaltung könnt ihr aus dem eingefügten Bericht aus der "Marathon & Mehr" genauso erfahren wie sämtliche Finisher aller Distanzen meines ´Noch`-Vereins LG Albatros Kiel. Aus der mir vorliegenden kompletten Marathon-Ergebnisliste hier noch einige weitere Ergebnisse mir bekannter Läufer und Läuferinnen: Arne Franck (3:22:41) konnte Wolfgang Gröning (3:23:03) in Schach halten, Hans-Hermann Sass aus Hemdingen (3:33:32 - 1.M60!), Thomas Buhrow (3:55:33), Ernst-Otto Kimitta (4:08:59), Sigrid Eichner (4:34:33), Horst Preisler (4:41:01), Christian Hottas (4:51:18) und Claudia Erdmann (5:06:55).


2. Öjendorfer-See März-Marathon am 08. März

Mein 56. Geburtstag! Wetter sollte sonnig und für Anfang März recht mild mit 8°C. morgens bis 11°C. nachmittags werden. Unsere Anreise erfolgte wieder mit Günter & Christa Heyer sowie Benno Richter. Nach zweiwöchiger Regenerationspause fühlte ich mich gut und wollte heute versuchen, einen der fünf schnellsten Marathons des Jahres für die ´Top-Five`-Wertung des 100MC zu laufen. Die Auftaktrunde von 1.180 m absolvierte ich noch im ´Sportgehen` Dann sollten 5:15-er Min/km-Runden für die 12 Runden a 3.430 m folgen. Klappte auch ganz gut, aber die Runden auf dem Sand-Wanderweg um den See mit einigen Höhenmetern forderte seinen Tribut und nach der 10. Runde waren die Kräfte aufgebraucht und der innere Schweinehund siegte. Powerwalking war angesagt und nur die Bergabpassagen konnte ich noch laufend absolvieren. So verlor ich mit einem jetzt fast eine Minute je Kilometer langsameren Tempo noch über 6 Minuten und musste mich mit einer Endzeit von 3:52:56 Stunden zufriedengeben. Danach zoig ich mir gleich trockene und wärmende Kleidung an, trank und schlemmte von Rita Gehrke´s üppiger 5*-Verpflegung, die zusätzlich von Christa Heyer und meiner Frau Regina besetzt und betreut wurde. Regina hat zudem noch für Fotos von den Aktiven auf der Strecke gesorgt und ich erklärte mich bereit, für die restlichen zwei Stunden als Ablösung des etatmäßigen Rundenzählers zu fungieren. Insgesamt sollten 34 Männer und 7 Frauen heute erfolgreich einen weiteren Zähler in ihrer Statistik verbuchen können. Der Sieg ging bei den Männern an Arne Franck (3:10:43) vor Rainer Horn (3:20:03) und Sven Peemöller (3:22:23). Frauensiegerin wurde Cornelia Heinze (3:39:23) vor Rosemarie von Kocemba (4:36:26) und Merete Sandberg (4:43:31). Als auch Günter Heyer (4:57:23) gemeinsam mit Götz W. Eipper im Ziel war, sich ausgeruht hatte und ich auch noch beim Abbauen der Zelte vor dem Zieleinlauf des letzten Finishers (7:01 Stunden!) geholfen hatte, fuhren wir bei Anbruch der Dämmerung zurück, trafen uns aber abends noch mal mit Günter und Christa zum Essen im "Eiderkrug" anläßlich meines Geburtstages.


1. Öjendorfer Frühlings-Marathon am 05. April

Bereits mein dritter Lauf dieses Jahr mit den gut 12 Runden um den Öjendorfer See im Osten Hamburgs. 4 Wochen waren seit meinem letzten Wettkampf -hier an gleicher Stelle- vergangen. Mein Training in der ganzen Zeit bestand lediglich aus dem morgendlichen 5 km-langen Zustellen der ´Kieler Nachrichten` als Powerwalking in unserem Stadtteil Holtenau. Im Gegensatz zum März-Marathon war diesmal ungemütliches mieses regnerisches und stürmisches Wetter prognostiziert - und traf auch so ein. Anreise erfolgte diesmal mit unserem roten Skoda Fabia-Combi ohne weitere Begleitung, weil wir anschließend noch meine Eltern in Heede auf dem Rückweg besuchen wollten, denn mein Vater war am Vortag 82 Jahre geworden. Der eingefügte Bericht von Arne Franck ist aussagekräftig genug, so dass ich hier nur noch kurz von meiner Laufgestaltung berichten kann. In wetterfester Kleidung ging es um 9 Uhr los. Haglund-Fersen-schonend bestritt ich wieder den weitaus größten Teil der Runden im schnellen Powerwalking. Lediglich auf den abfallenden Streckenteilen verfiel ich in einen lockeren Laufschritt, weil dadurch die Blasenbildung an meinen dick-hornhäutigen Fersenkanten verringert wird. Durch dieses abwechselnde Tempo war es leider dadurch nur immer kurze Zeit möglich, mit anderen schnelleren oder langsameren Läufern und Läuferinnen Smalltalks zu halten, wozu allerdings bei diesen Witterungsverhältnissen auch nicht viel Lust verspürt wurde. Nach 4:49:33 Stunden hatte ich dann mein Ziel mit einem weiteren Zähler in der Statistik erreicht. Der Sieger Arne Franck war 100 Minuten schneller und der letzte Finisher Peter Hahl kam 102 Minuten nach mir ins Ziel. Also zeitmäßig genau im Mittelfeld, wenngleich dieses auch nur Platz 23 von 32 bedeutete. Ich trank, aß und naschte noch kurz an der Super-Zielverpflegung von Rita Gehrke und dann verabschiedeten wir uns von den anderen Helfern und Aktiven und machten uns auf den Weg über meinen Geburtsort Heede zum Kaffee und ´Dodenhof` in Kaltenkirchen zum Abendessen auf den Heimweg. Regina hatte sich übrigens wieder als Helferin beim Fotografieren, Rundenzählen und der Verpflegung nützlich gemacht. Am drauffolgenden Sonntag sind Regina und ich bereits wieder 19 Kilometer über die Hochbrücken ect. in 3 Stunden gewandert, weil ich meine chronischen Haglund-Exostose-Fersen am Vortage geschont hatte. Und abends war die Freude groß, dass in der Handball-Championsleaque der THW Kiel den großen CF Barcelona klar mit 41:31 besiegen konnte.


12. Finsterwalder Dutzend am 12. April

Nur eine Woche später war die "12" Trumpf! Nachträglich unser persönliches Highlight des Jahres. Die "12" war das Maß aller Dinge. Das ´12.` Dutzend mit ´12` Sportangeboten an einem ´12.` des Monats und der Landschaftsmarathon führte uns rund um Finsterwalde durch ´12` Orte, wo jeweils eine Super-Verpflegungsstelle auf uns wartete. Meine 6. Teilnahme hier im südlichen Brandenburg seit 1990. Wie schon 2003 und 2006 hatte ich im Vorfeld wieder viel Werbung unter den Läufern und Läuferinnen betrieben, dabeizusein, um eine Wochenend-Läuferfahrt dorthin zu organisieren und für Unterkünfte zu sorgen. Abfahrt in Kiel um 6 Uhr Samstagmorgen. In Trappenkamp stieg Rolf Frank aus Hohenaspe zu, der seinen Pkw dort parkte. Um 11:30 Uhr war das Ziel erreicht und wir holten uns zuerst unsere Startunterlagen in der Sporthalle ab, bevor wir zu unseren langjährigen Freunden, Gerd und Heike Werner, in die Tuchmacherstraße fuhren, wo wir zum kohlenhydratreichen Nudelessen drei Stunden vor dem Start eingeladen waren. Wie der Programmablauf weiter ging und was für ein Erfolg dies wurde -für uns als Organisatoren, den Aktiven und der ´LG Albatros Kiel`- seht nachfolgend anhand der eingefügten vielen u.a. Fotos und Berichte, woran meine Frau und ich uns gerne erinnern:


23. Hamburg - Marathon am 27. April

Seit dem Beginn meines aktiven Wettkampflaufens 1986 -und dem damals 1. Hamburg-Marathon- war ich immer aktiv dabei gewesen und hatte den Marathon gefinisht. Darauf war ich schon stolz, aber auch glücklich, immer zu dem Zeitpunkt dafür gesund und fit gewesen zu sein. Deswegen war dieser Lauf für mich natürlich wieder ein "Muß"!. Dieser nach Berlin zweitgrößte Marathon Deutschlands hatte wieder unter den Aktiven eine große Anziehungskraft mit ca. 18.000 Anmeldungen und späteren ca. 12.500 Männern und 2.500 Frauen im Ziel. Auch leider nur noch einige ´Albatrosse` meines offiziellen Erstvereins, aber viele Marathonsammler des "100MC", hatten sich wieder für dieses Event angemeldet. Gutes Wetter gab es meistens und geregnet hatte es seit 1986 an den Wettkampftagen als im allgemeinen als typisch regnerischen Hotspot Deutschlands noch nie. Dies sollte auch in diesem Jahr so werden, der vor allem wieder für die hunderttausenden Zuschauern ein Vergnügen werden sollte. Handycap für die Läufer würde allerdings der vorhergesagte schöne, aber wärmste Tag des Jahres werden. Für uns Läufer und Läuferinnen leistungsmindernd, vor allem für diejenigen, die heute eine individuelle persönliche schnelle Zeit -wie auch ich!- laufen wollten. Meine Startunterlagen hatte ich schon 2 Tage zuvor zum Auftakt der Marathonmesse in den Messehallen Hamburgs nahe des Fernsehturms abgeholt. Mit meiner Frau waren wir mit dem Zug bis zur "Sternschanze" gefahren, hatten uns ein Schließfach reserviert und waren dann bereits -nur noch durch den Park ´Planten und Blomen` hindurch- am Ort des Geschehens. Hier verbrachten wir aber nur ca. 1,5 Stunden, um dann noch einen ausgedehnten Bummel in die Hamburger Innenstadt mit Binnenalster und einem warmen kohlenhydratreichen Mittagessen zu unternehmen.

Jetzt aber zu meinem Lauf: Ich hatte mich längerfristig auf den heutigen Tag auch bzgl. von der Ernährung vorbereitet und wollte hier eine schnelle zu den 5 "Top-Five"-zählenden Bestzeiten des Jahres laufen. Anreise erfolgte mit dem Pkw von Günter & Christa Heyer. Einen Parkplatz suchten und fanden wir problemlos in der Nähe des zwei S-Bahn-Stationen entfernten ´Schlump`. Mit der S-Bahn fuhren wir für die Aktiven kostenlos dann noch kurz weiter zum Millerntorplatz, in dessen Nähe sich in diesem Jahr erstmals der Start -und auch das Ziel- für alle Aktiven gleichzeitig befinden sollte. Hier waren extra große Zelte zum Umziehen, der Abgabe der Kleiderbeutel, den Duschen, der Zielverpflegung ect. aufgebaut worden. Wir vertrieben uns hier die Wartezeit bis zum Start mit Smalltalks uns bekannter Läufer und Läuferinnen, verpflegten uns noch individuell mit leichtbekömmlicher Kost wie z. B. Bananen und begaben uns danach zu dem uns anhand eines Aufklebers auf der Startnummer individuell gekennzeichneten Startblocks, wo die innere Anspannung dann bis zum Startschuß stieg. Weil ich bereits bei der Anmeldung zu diesem Event fast ein Jahr zuvor eine für mich schnelle Endzeit angegeben hatte, durfte ich in einen vorderen Startblock stellen. Dadurch benötigte ich ´nur` 100 Sekunden bis zum Überqueren der Startmatten, wodurch der ´Champion-Chip` am Schuh  zur Ermittlung der späteren Netto-Endzeit Kontakt erhielt. Es dauerte dann noch eine Weile, bis wir flüssig laufen konnten, ich mit meinem Powerwalking nicht mehr mithalten konnte und ebenfalls in den zuerst noch recht lockeren Laufschritt westwärts Richtung Reeperbahn verfiel. Nach 5:20 Minuten für den ersten Kilometer hatte ich mein Tempo mit etwas über 5 Minuten je km gefunden, welches ich gerne bis zum Ende halten wollte. Dies klappte auch ganz prima, obwohl es ab ca. km 26 -auch aufgrund der Wärme- zäher wurde. Wie auf meiner eingefügten km-Zeitmessung meiner CASIO-Laufuhr abzulesen ist, konnte ich ab Kilometer 29 mein bis dorthin recht gleichmäßiges Tempo von bis ca. 5:10 Min/km für 4 km nicht mehr ganz halten. 5:22 bis 5:30 Zeiten waren die Folge. Für 2 km danach ging es dann mit schnelleren Zeiten wie auf der ersten Rennhälfte erstaunlicherweise wieder schneller, aber dann war sozusagen mein Akku leer und ich musste ab und zu schellere Powerwalking-Gehphasen einlegen. Kilometerzeiten jetzt ab km 36 regelmäßig von 6:30 bis über 7 Minuten auf den Kilometer und ich war froh, als das Ziel in Sicht kam und ich total erschöpft mit nicht nur heißgelaufenen Füßen auch meinen 23. Hamburg-Marathon gefinisht hatte und mir die hart erkämpfte Medaille umgehängt worden war. Mit einer anfangs um mindestens 10 Minuten besseren geplanten Endzeit hatte es leider nicht geklappt. 3:46:04 Stunden bedeuteten eine 16 Minuten langsamere Zeit als im Vorjahr an gleicher Stelle. Der Kilometerschnitt von 5:05 Min. bis km 28 verlangsamte sich auf den noch folgenden restlichen gut 14 Kilometern noch auf ´insgesamt` 5:21 Minuten. Für jeden Finisher ging es dann in die Verpflegungszone, die -wie alles!- wegen des Zieles am Millerntorplatz anders gestaltet war. Mehrere Lkw´s waren gefüllt mit vollen Tüten, in denen alles für jeden Finisher an Speis und Trank enthalten enthalten war. Weiter ging es zum Abholen des Kleiderbeutels und den Duschen. Wie vereinbart traf ich danach meine Frau Regina in Höhe des Zielbereichs und wir warteten beifallspendend auf den Einlauf weiterer mir bekannter Läufer und Läuferinnen und auf Günter Heyer, der nach 5:15:50 Stunden ebenfalls erschöpft das Ziel erreichte. Nach seinem Umziehen und Duschen machten wir uns zu  viert auf den Weg zurück nach Kiel, dass wir um 18 Uhr erreichten. Jetzt, wo meine ´Haglund-Exostose`-Fersen dabei zur Ruhe gekommen waren, schmerzten sie bei jedem Schritt um so mehr und mir war schon bewusst, dass ich an den folgenden Werktagen zum "Kieler Nachrichten" zustellen eine um bestimmt einerheblich längere Zeit einplanen musste.

Für für einen großen ehemaligen Ultra- und Marathonlaufverein fanden sich in der Ergebnisliste nur noch 12 Finisher meines noch langjährigen Erstvereins ´LG Albatros Kiel`. Diese habe ich genauso eingefügt wie die ca. 40 Marathonsammler meines mir sehr nahestehenden ´100MC` als Zweitverein. Viele beeindruckende schnelle Zeiten haben trotz des für Aktive zu warmen Wetters mich beeindruckt.


6. Rolf-Frank Steinburg-Marathon am 01. Mai

Nur vier Tage später mein nächster langer Wettkampf. Meine chronischen Schmerzen der ´Haglund-Exostose`-Fersen waren noch gar nicht ganz abgeklungen. Aber bei dem Gruppenlauf in Hohenaspe, der vor fünf Jahren von unserem guten Lauffreund Rolf Frank ins Leben gerufen wurde und traditionell immer  am 1. Mai-Feiertag in familiärer Athmosphäre ausgerichtet wird, wollte ich wie bei den fünf vorherigen Ausgaben auch diesmal dabei sein und finishen. Abgeholt wurden meine Frau und ich von unserer in Kiel-Wik wohnenden Lauffreundin Irke Döring. Als wir den Startort und heutiges ´Laufzentrum` erreichten, waren 25 Läufer bereits auf der Strecke, die insgesamt mit 50 km einen Ultra laufen wollten. Sie waren eine Stunde vorher gestartet und kamen dann wieder zum Startort zurück, um uns ´nur` Marathonläufer -oder noch kürzer!- mit aufnehmen wollten für die dann folgenden gut 42 Kilometer. Wir 15 Aktiven waren dann auch alle startklar zu um 9 Uhr. Wegen meiner bereits weiter oben erwähnten Beschwerden wollte ich heute nur fersenschonend als Powerwalker bzw. Schnellgeher den Lauf bestreiten. Auf den ersten 30 Kilometern war das Gehtempo teilweise mit einem 7-Minuten-Tempo je Kilometer recht flott, so dass ich trotz dafür optimalster Schuhe spürte, dass sich Blasen an meinen sowieso schon dick hornhautbehafteten Fersen bildeten und mich zu höherer Schrittfrequenz, aber kürzeren Schritten zwang. Da war ich froh, dass Rolf Frank dann endlich schnellere, aber vor allen Dingen kürzere Tempogruppen zuließ, was meinen Fersenkanten sehr gut tat. Endzeit spielte schließlich keine Rolle und so kam auch ich mit den Langsamsten glücklich nach 5:53:53 Stunden ins Ziel, einem Km-Schnitt von 8:23 Minuten. Nach dem Duschen und Umziehen dauerte es dann auch nicht mehr lange bis zum Nudelessen und anschließenden Kuchen- und Tortenschlemmen, denn viele Läuferfrauen -wie auch meine Regina- hatten wieder fleißig gebacken. Erst als alle satt waren und die Energiequellen wieder aufgefüllt waren, kam es zur launigen Siegerehrung von Rolf Frank und Joachim Jürgens. Restlos zufrieden machten wir uns danach wieder in Irke´s Polo auf den ca 70-minütigen Heimweg nach Kiel.


6. Montafon-Arlberg - Bergmarathon am 05. Juli

Eine lange Wettkampfpause von über 9 Wochen folgte, lediglich unterbrochen durch eine Stunde auf dem Ergometer im Rahmen einer Wohltätigkeitsveranstaltung, initiert von meinem Erstverein ´Zippel´s Läuferwelt`. Für einen guten Zweck lief ich direkt im Anschluß eines Lehrgangs in Timmendorfer Strand am Freitag, dem 6. Juni im zu der Zeit stark frequentierten Sophienhof binnen einer Stunde lockere 12 Kilometer. Viele Passanten blieben stehen und bewunderten die aktiven Läufer und Läuferinnen auf den 6 Laufbändern, die 24 Stunden lang rund um die Uhr viele Kilometer machen sollten. Für jeden Kilometer wollte Rainer Ziplinsky einen Cent spenden. 

Einige Tage danach suchte ich meinen Orthopäden wegen meiner dadurch verursachten stärkeren Fersenbeschwerden auf, der mir aber bis auf das Verschreiben von Einlagen keine Hoffnung auf langfristige Besserung durch eine evtl. OP machen konnte. Immerhin konnte ich per Powerwalking beim morgendlichen KN-Zustellen und zusätzliches kräftiges Treten in den Pedalen meines Fahrrrades meine Kondition erhalten und mit meiner Frau viele bis gut 30 km-lange Wanderungen recht schmerzfrei genießen. Am 14. Juni brachen wir dann auf zu unserem ersten Alpen-Urlaub nach Garmisch-Partenkirchen, der uns wandernd viele lange anstrengende Wanderungen genießen ließ; unter anderem auf den ´Wank` 1000 Hm rauf und runter. Nach fast 3 Wochen ging es weiter südwestlich in den Vorarlberg nach St. Anton. Hier hatte ich langfristig im Vorwege mich für den Vorarlberger ´Montafon-Bergmarathon` angemeldet gehabt. Wir genossen hier erst noch 2 Tage im 4*-Hotel mit üppiger Verpflegung, bevor es am Samstag zur Sache gehen sollte.

Der Lauftag: Da das Hotel mit vielen anderen Laufteilnehmern gut belegt war und es frühmorgens bereits um 6:30 Uhr mit dem Bus zum Startort im Silbertal gehen sollte, erhielten alle Aktiven ein Frühstücks-Lunchpaket vor der Busabfahrt ausgehändigt. Die Fahrzeit über einen Paß hinüber dauerte ca. 70 Minuten. Angekommen beim Start beim Feuerwehrhaus in Silbertal auf 880 m Höhe hatten wir vor dem An- und Umziehen zum Lauf noch Zeit. Diese verbrachte ich beim Lunch-Frühstück sitzend auf einer Bank. Meinen wohl schönsten Pullover hatte ich mir als Kälteschutz daruntergelegt, den ich leider in der ganzen Aufregung hinterher vergaß, wieder mitzunehmen, als die Gepäckabgabe und der anschließende Start bevor stand. Dies ist mir noch gut in Erinnerung geblieben, weil ich mich darüber später noch längere Zeit ordentlich geärgert habe. Dann der Start. Eine Höhendifferenz mit 1.100 m und insgesamt 1.300 Höhenmetern war zu bewältigen bei meinem ersten richtigen Bergmarathon, denn beim Tirol-Speed-Marathon vier Jahre zuvor vom Brenner nach Innsbruck ging es ja nur bergab. Nach einer ca. 2 km-Aufwärmrunde auf Asphalt etwas hoch und wieder runter zum Startpunkt, wechselte der Belag auf Schotter und es wurde steiler bei immerhin trockenem bedeckten Wetter mit angenehmen Temperaturen. Ca. 17 km weiter endete auch dieser Schotterweg bei 1.890 m und ein gerölliger, steiniger Bergpfad stand für ca. 4 km bevor, wo ich meine schnelle Trittfrequenz und -sicherheit ausspielen konnte und einige Mitstreiter von Stein zu Stein springend überholen konnte. Dann war mit dem ´Winterjöchle` der höchste Punkt auf 1.950 m erreicht. Von jetzt an ging es auf prima Wegen viele Kilometer moderat 670 m abwärts bis auf 1.280 m in St. Jakob. Im lockeren Laufschritt ab jetzt fühlte ich mich prima und recht flott unterwegs, weil ich nochmals etliche Läufer/innen einholen und überholen konnte. Aber die letzten Kiolmeter weiter nach St. Anton zum Ziel waren dann wieder vom Profil wieder eben und es sollte insgesamt noch einmal wieder 25 m wieder höher gehen. Prompt spürte ich die Strapazen des bisherigen Laufs und ich musste mich extrem quälen, um nicht den Schweinehund gewinnen zu lassen. Wollte aber auch nicht wieder Läufer/innen an mir vorbeilassen, die ich stolz zuvor überholt hatte. Wie war ich froh, als endlich der Moderator im Zielberich zu hören war und danach in Sichtweite kam. Ging dann aber immer noch nicht direkt ins Ziel, sondern es musste auch noch eine kleine Ehrenrunde in St. Anton gedreht werden, wo sich aber schon die Blicke mit meiner Frau trafen und sie auf den Auslöser der Kamera drücken konnte. Dann -endlich!- war es geschafft und ich drückte -völlig kaputt!- auf meine Casio-Läuferuhr den Stop-Punkt. Mit der Endzeit für diesen Begmarathon von 4:40:40 Stunden war ich sehr glücklich und zufrieden, noch nicht daran denkend, dass ich bereits am Abend und die nächsten Tage wieder Haglund-Exostose-Fersenschmerzen ertragen werden würde. Als Belohnung für die Strapazen gab es neben der Medaille ein schönes Finisher-Funktionssshirt. Zielverpflegung genießen, Kleiderbeutel holen, Duschen, andere Kleidung anziehen, waren die noch folgenden Schritte. Hier bemerkte ich bereits den Verlust meines so schönen und geliebten Pullovers! Am Tag drauf ging es dann mit einer Zwischenübernachtung in Fulda zurück nach Kiel nach Hause.

Weil ich mir später keine Urkunde ausgedruckt hatte und auch aktuell jetzt keine mehr im Internet finden kann, habe ich nachfolgend die komplette Ergebnisliste mit den 30 weiblichen und 160 männlichen Finishern eingefügt. Mit dem 4. Platz (von 11) in der AK M 55 lief ich nur ganz knapp am Podest vorbei. Allerdings hätte ich hierfür schon noch 9 Minuten schneller unterwegs sein müssen. Da ich aber als berglauf-unerfahrener ´Flachlandtiroler` auch im Nachhinein mit meiner Renn- und Tempoeinteilung sehr zufrieden war, werde ich diesen Lauf nur in schönster Erinnerung behalten.


1. Öjendorfer Sommer-Marathon am 16. August

Nach zuvor 9 Wochen Wettkampfpause diesmal erneut 6 Wochen Wettkampfpause seit dem 5. Juli, die nicht auf irgendwelche Verletzungen meinerseits zurückzuführen ist. Kann mich nicht erinnern, jemals ohne Not zwei so lange Wettkampfpausen nacheinander gehabt zu haben. Ein Grund hierfür war auch der große Umzug -und was damit alles so verbunden ist- der Familie unserer großen Tochter zurück von Heiligenhafen nach Kiel-Suchsdorf.

Der Lauftag: Die Anreise erfolgte wie so oft mit Günter und Christa Heyer. Die Wettervorhersagen sagten warmes sonniges Sommerwetter voraus, was auch zum Vorteil der Organisatoren und Helfer beim Auf- und Abbau ist. Und es bleibt alles trocken, wie z. B. die Zelte. Mit 57 Startern um 9 Uhr, darunter 11 Frauen, gab es neue Rekordzahlen zu vermelden. Es gab am Ende 39 Marathonfinishes. Über 10,26 km gab es 6 und über 21,1 km weitere 10 Finisher. Die ca. ersten 8 Kilometer walkte ich mit Günter Heyer zusammen. Danach setzte ich meinen Plan um, locker den Rest laufend zu gestalten. Nachdem ich Günter Heyer nach ca. 27 km erstmals wieder eingeholt hatte und gleich an ihm vorbeizog, stellte ich Hochrechnungen an, ob ich es schaffen könnte, Günter bis zum Ende des Laufs noch ein zweites Mal ein- und zu überholen. Es lief gut bei mir und die Rundenzeiten wurden immer etwas schneller. So schaffte ich es tatsächlich noch ein zweites Mal, Günter zu überrunden, der am Ende zusammen mit Rosemarie von Kocemba gemeinsam die Schlußlichter bilden sollten. Für mich hatte der Lauf irgendwie Spaß gemacht! Mit einer Endzeit 4:07:18 Stunden, was einem Schnitt von 5:52 Minuten je km entspricht, sollte es sogar noch zum 1. Platz (von 3!) in meiner AK M55 reichen. Zehn Läufer und eine Läuferin finishten in einer höheren Altersklasse. Je vier gehörten der AK 60 und 65 an und drei der AK 70.  Der Gesamtsieg war hart erkämpft. Knapp konnte Ralf Vollmer (3:11:33 Std.) mit einer guten Minute Vorsprung vor Ulrich Jaacks (3:12:52 Std.), beide M45 sich behaupten. Bei den Frauen siegte die W50-erin Silke Gielen (3:56:39 Std.) mit 7 Minuten Vorsprung wesentlich klarer vor Sylvia Burow (4:03:28 Std. - W45).


4. Außenalster-Ultra in Hamburg am 23. August

 


9. Großer Plöner-See-Marathon am 31. August

 


Öjendorfer Herbst-marathon am 06.09.

 


21. Kiel-Lauf über 21,1 km am 14. September

 


1. "Tag der Deutschen Einheit" Öjendorfer-See-Marathon am 03. Oktober

 


Helmut Jung-Gedächtnis-Kaltenkirchen-Marathon am 18. Oktober

Der überaus sympathische Kaltenkirchener 192-fache Marathonfinisher Helmut Jung (72) und seine Frau Marianne waren bei einer Familientragödie ums Leben gekommen. Arne Franck, der Organisator aller Kaltenkirchener Marathonveranstaltungen war mit diesem bescheidenen Laufkollegen befreundet, weswegen er diesen Marathon dem Verstorbenen widmete. Seit 2002 veranstaltete Arne Franck diese beliebten Veranstaltungen insgesamt zum 11. mal und ich wollte hier heute zum 8. mal dabei sein und einen Marathon finishen. Im Jahr 2006 konnte ich im Sommer hier mein 150. Finish über mindestens diese Distanz feiern. Unsere Anreise erfolgte bei bedecktem Himmel und 8° C. mit unseren Freunden Günter & Christa Heyer. Parkplätze beim Freizeitbad ´Holstentherme` kein Problem, wo uns auch Kabinen zum Umkleiden und Duschen hinterher zur Verfügung standen. Der Start erfolgte durch Helmut Jung´s Tochter Britta kurz nach 10 Uhr. Mit insgesamt 300 Anmeldungen und späteren 260 Startern war die Veranstaltung ausgebucht gewesen. Die 10 Läufer/innen der 9 Staffeln wurden dabei neben den 80 Marathon- und 100 Halbmarathon-Finishern einzeln gezählt. 10 gleichlange Runden a 4,2 km waren zu bewältigen. Jede Runde enthielt neben einer tückischen Gefällstrecke zwei heftige Steigungen, so dass insgesamt eine ganze Menge an Höhenmetern zusammenkommt. Teilweise ging es über Stock und Stein und es musste konzentriert gelaufen werden. Aber größere Unebenheiten hatte der Organisator vorbildlich auffällig neonfarbig besprüht. Mein persönlichen Ziele bestanden heute darin, einen weiteren Marathonzähler meinen bisher 203 hinzuzufügen, meine ´Haglund`-Exostose-Fersen zu schonen und ein gutes Training für den Lübeck-Marathon eine Woche später zu erhalten, wo ich meine bisher nicht so tolle persönliche Jahresbestzeit laufen wollte. Daher ordnete ich mich auch vorbildlich im hinteren Drittel des großen Starterfeldes ein. Mir war es schließlich nicht wichtig, zu Beginn bis zum Überschreiten der Startlinie und auch danach durch einen engeren Korridor Zeit zu verlieren. Erst nach knapp 2 Minuten überschritt ich die Startlinie. Diese erste Runde sollte dann auch die langsamste mit knapp 30 Minuten für 4,2 km werden. Für die beiden nächsten Runden und der 5. Runde benötigte ich noch niedrige 28-er Minutenzeiten, aber alle übrigen 7 Runden blieben in sehr konstant gleichbleibenden 27-er Rundenzeiten. So kam eine Endzeit von 4:40:19 Stunden heraus, ein durchschnittlicher km-Schnitt von 6:39 Minuten. Gesamtplatz 62 von 80. Als besondere Auszeichnung gab es für mich -und alle anderen Finisher- eine ´Helmut Jung` Gedächtnismedaille. Gesamtplatz 62 von 80 Finishern. Sogar der 2 Altersklassen ältere Günter Antoni war noch 7 Sekunden vor mir im Ziel gewesen. Bei jetzt immerhin 12 Grad ´kalten` Temperaturen begab ich mich unverzüglich zum Duschen und Umziehen. Als ich zurückkam, war gerade das zusammenlaufende Trio mit Christian Hottas, Christine Schröder und Günter Heyer ins Ziel gekommen. Warm angezogen genossen wir dann unter dem Zelt mit vielen Oktoberfestzeltgarnituren die Nudelparty und Smalltalks mit anderen bekannten Läufern und Läuferinnen. Aus der nicht hier eingefügten Ergebnisse über die halbe Distanz, den 21,1 km, sind mir die u. a. Leuchttürmeläufer/innen Eva-Maria Fromm (2:11:24), Merete Sandberg (2:16:21), der kranke Lothar Gehrke (2:48:26) und die Walkerin Rita Braemer (2:49:14) gut bekannt. Im Nachhinein beim Studieren der Ergebnisliste sind die Zeiten der Frauensiegerin Inge Brandts (3:38:18) mit 50 Minuten Vorsprung auf die Verfolgerin nur fast so beeindruckend wie die Zeiten des der bereits AK 60 angehörenden Hemdingers Hans-Hermann Sass (3:32:32) und des noch eine Altersklasse älteren Hamburgers Hans-Joachim Meyer (3:53:59).



1. Lübeck-Travemünde-Marathon am 26. Oktober

Premiere! Den Lübeck-Marathon gab es 2001 und 2002 bereits einmal. Er führte mit Start und Ziel im Stadion Buniamshof über den Holstentorplatz über Stockelsdorf nach Bad Schwartau und dann als Rundkurs auf anderem Weg zurück. Ich nahm auch bei der damaligen Premiere daran teil. Siehe dazu auch mein Bericht unter dem Jahr 2001. Jetzt ein Neuanfang mit Start und Ziel direkt auf dem Rathausplatz der sehenswerten historischen Altstadt der Hansestadt. Der Kurs führt in nordöstlicher Richtung durch den Herrentunnel bis hinter Travemünde zum Brodtener Ufer und dann auf identischem Weg zurück. Es wurde im Vorfeld sehr viel Werbung betrieben und als Erfolg konnte er auf Anhieb der teilnehmerstärkste Marathon Schleswig-Holsteins mit 518 männlichen und 88 weiblichen Finishern werden. Außerdem gab es noch 642 Finisher über die halbe Marathondistanz. Über die Marathondistanz wurden recht schnelle Zeiten trotz des schlechten Wetters um die 10 Grad mit Niesel- und später richtigem Regen erzielt. Der unangenehme Wind aus Süd-Südwest ließ vor allem den Rückweg unangenehm werden, zumal die Laufgruppen immer kleiner wurden und jeder für sich alleine kämpfte. Die 22 Finisher des 100 MC finden sich im News-Archiv auf deren Homepage. Aber ganz stark die Zeit von Thorsten Themm als Gesamt-12. in 3:05:36 Stunden, was ihm den 3. AK-Platz M35 auf dem Podest einbrachte. Götz W. Eipper (4:48:51 - 1.M70), Karl-Heinz Jost (5:29:47 - 3.M70) und Erika Köhn (4:30:35 - 3.W50) erzielten die weiteren Podestplätze. Gute Zeit und 5. AK-Plätze erzielten auch der Kiel-Holtenauer AK M 60-er Siegfried Schmitz (3:57:19) und Christine Schröder (5:10:04 - W50). Der Gesamtsieg war hart umkämpft. Nur um 20 Sekunden musste sich der Lokalmatador Jens Hollmann (2:29:51) aus Lübeck von Thomas Ebel (2:29:31) aus Glückstadt geschlagen geben. Beide gehörten bereits der AK M40 an. Der Drittplatzierte lief erst eine Ewigkeit von gut 15 Minuten später durchs Ziel. Bei den Frauen gewann Ilka Pösse (3:22:44) mit 6 Minuten Vorsprung vor Anne Lohmann (3:28:25), gefolgt von dem mir seit Beginn des Laufens 1986 bekannten Kiel-Friedrichsorter M45-er Peter Grams (3:29:02). Seit 1986 mir ebenfalls bekannt als Tour-de-France-Bergetappensieger ist der kleine M65-er Jose-Molero Membrilla (3:41:58). Seit Jahren bewundere ich auch bereits den aus meinem Nachbarort Hemdingen geborenen Hans-Hermann Sass (3:24:30), der erneut als M60-er die Altersklasse gewann. Ebenfalls mir gut bekannt sind außer den vielen 100MC-Finishern, welche im Archiv der 100MC-Seite aufgelistet sind, folgende Finisher: Susanne Mahlstedt (3:52:04 - 6.W40), der Marathon-veranstaltungen-sammler, Buchautor und Leuchttürmelaufteilnehmer Jürgen Roscher (4:13:07 - 5.M65), ebenfalls Ltl.-Tn. Erich Thimm (3:47:24 - 13.M55), das spätere 100-MC-Mitglied Klaus Bangert (4:05:00 - 35.M50) und der Kieler Albi aus Kronshagen Rainer Finnern (4:38:09 - 17.M60).

Jetzt aber zu meinem Lauf und den Aufzeichnungen davon aus meinem Tagebuch: Eine Woche war seit meinem letzten Lauf vergangen, welchen ich aber als Training für Lübeck genutzt hatte, denn hier wollte ich gerne mal wieder 100 % geben und eine für mich akzeptable Top-Five-Zeit laufen. Zwar kein besonderes Spezialtraining in dieser und den Wochen zuvor, aber am Vortag war bereits Schonung und Ruhe angebracht. Diese Zeit nutzte ich, um meine zweite Medaillenwand im Gästebad anzubringen, weil die erste "voll" war! Außerdem warf ich bereits immer wieder einen Blick auf die Wetterlage mit den Temperaturen und dem aus wohl welcher Richtung wehenden Wind, was bei einer Wendestrecke entscheidend werden kann. War es am Vortag noch schön und sonnig gewesen, sollte es jedoch ausgerechnet am Lauftag unangenehm werden. Mit Ehefrau Regina reisten wir mit unserem roten Skoda Fabia-Combi frühzeitig an, suchten und fanden so problemlos einen Parkplatz. So konnte ich auch noch unsere restlichen Einladungen zum 13. Leuchttürmelauf 3 Monate später auslegen, obwohl ich schon so gut wie ausgebucht war. Dann musste ich mich für mein Laufoutfit für den Wettkampf entscheiden, was etwas Kopfzerbrechen bereitete. Nicht zu viel, die bei dem Regen schwer werden würde, aber auch nicht zu wenig, um vor allem auf dem Rückweg mit dem erwarteten Wind von vorne frieren zu werden. Ich zweifelte schon ziemlich heftig, ob es wegen des Gegenwindes ausgerechnet auf dem Rückweg, wo die Chancen für ein Wind- und Regenschattenlaufen zusammen mit anderen Läufern weniger wahrscheinlich sein können, mit einer für mich schnellen Zeit klappen wird. Dann nach noch einmal Banane und Müslix essen, Blase entleeren, Kleiderbeutel abgeben und von der Ehefrau verabschieden der Start. Locker laufen und nicht zu schnell werden bei dazu verlockendem Rückenwind bis Travemünde, hatte ich mir vorgenommen, denn der Rückweg würde bei dann Gegenwind schwer genug werden. Einen etwas über 5 Minuten-Schnitt pro km hatte ich mir vorgenommen, was auch prima klappen sollte (siehe mein hier eingefügtes km-Protokoll!). Zur Hälfte und dem Wendepunkt fühlte ich mich auch noch sehr gut und konnte noch viele km mit zuerst zwei und dann einem Läufer zusammen laufen. Abgesprochen wechselten wir uns hinsichtlich vorne im Wind und dann im Windschatten laufend prima ab, aber es wurde dann doch immer anstrengender und nach 33 Kilometern musste ich abreißen lassen und einen ´Gang` rausnehmen. Jetzt fing die Quälerei an, aber weil die jeweiligen Zwischenzeiten immer noch auf eine gute Zeit hindeuteten, versuchte ich, nicht den ´Schweinehund` die Oberhand gewinnen zu lassen. Immer war noch eine Zeit von sogar unter 3:40 Stunden möglich, zumal meine Jahresbestzeit bis dato lediglich 3:46 Stunden in Hamburg ein halbes Jahr zuvor betrug. Ab dem 34. Kilometer gingen nun meine km-Zeiten von bis dato unter 5:10 Minuten auf 5:30 Minuten und anschließend allmählich immer mehr Sekunden in die Knie. Ich sehnte das Ziel herbei und die Kilometer fühlten sich auch aufgrund des Gegenwindes und Regens immer länger an. Was war ich froh, als endlich -wieder auf der Hansestadt-Insel angekommen- die Zuschauer, darunter meine Frau, unter den Regenschirmen immer mehr wurden und ich beim historischen Rathaus durch den Zielbogen hindurch finishen und meine Casio-Läuferuhr drücken konnte. Hatte zwar doch nicht mehr ganz zu einer Sub-3:40-er Zeit gereicht, aber mit 3:40:23 Stunden war ich doch richtig happy hinterher. Unverzüglich holte ich mir den Kleiderbeutel und begab mich zum Duschen und trockene Kleidung anziehen. Traf dann meine Frau am vereinbarten Treffpunkt und wir begaben uns Richtung Pkw, weil wir noch die Schwiegereltern im Heiligenhafener Pflegeheim besuchen wollten, was so halbwegs auf dem Weg zurück nach Kiel lag. Den ausgefüllten Tag beendeten wir mit Essengehen im ´Negresco` in der Innenstadt von Kiel.



2. Öjendorfer November-Marathon am 08.11.

Es war noch dunkel, als Günter & Christa Heyer aus Friedrichsort uns aus Holtenau abholten. Gerne überließ er mir wieder das Steuer seines Mercedes, um in ca. 90 Minuten über die B 404 bis Bargteheide und dann über die A 1 Richtung Hamburg das Ziel in Öjendorf zu erreichen. Hier war schon wieder alles fast perfekt organisiert und vorbereitet für uns überwiegend Sammlern von Marathons. Wieder waren beim insgesamt 10. Lauf an gleicher Stelle in diesem Jahr 2 Zelte aufgebaut worden. Eines für die Startnummernausgabe und Umkleideraum mit Kleiderbeutelablage und ein anderes direkt an der Strecke bei Start und Ziel für die komplette Verpflegung. Diese Verpflegung ließ es an Vielfalt und Liebe an der Zubereitung durch überwiegend Rita Gehrke, der besseren Hälfte vom Initiator und Begründer dieser Laufserie, Lothar Gehrke. Lothar hatte extra wegen dieses Laufs noch seine OP verschoben, um beim insgesamt 20. Lauf dieser Laufserie seit Bestehen persönlich dabei sein zu können. Das traumhafte Wetter an diesem Tag hatten die Organisatoren mehr als verdient. Und erneut hatten sich wieder über 50 Teilnehmer angemeldet und das extrem günstige Startgeld von 8 € überwiesen. 

Die Medaille zeigt die Anzahl meiner Finishes in 2008 --- Links im goldenen 100MC-Outfit Hans-Joachim Meyer

Um 9 Uhr erfolgte dann der Startschuß durch Lothar Gehrke persönlich. Nach einem Anlauf-Wendestück ging es auf die normale und 12 x zu laufende 3,42 km lange Runde auf den Wanderweg rund um den See. Mein Plan war, einige Runden abwechselnd flott zu walken und dann wieder zu laufen. Die ersten ca. 12 km walkte ich gemeinsam mit Günter Heyer im 7:45-er Min/km-Schnitt. Danach verabschiedete ich mich von ihm und lief recht flotte ca. 8 km lang einen 5-Minuten-Schnitt je Kilometer, bevor ich danach wieder für ca. 10 km in den Powerwalkingschritt verfiel. Kilometer 30 war somit erreicht und ich wechselte für die nächsten 8 km erneut in den flotten Laufschritt, bevor ich auf der letzten Runde wieder haglund-fersenschonend als Schnell-Geher für leichte Bewunderung bei vielen zusätzlichen Spaziergängern sorgte. Wieder ein Marathon-Zähler mehr! Endzeit von 4:34:14 Stunden war nebensächlich heute gewesen, reichte aber noch zu einem 26. von 43. Gesamtplatz. Aber mit einer um 10 Minuten schnelleren Zeit hätte es zum 20. Platz gereicht. Und mit einer 10 Minuten langsameren Zeit zum 32. Platz. Also alles sehr eng in der 20-Minuten-Zeitspanne. Ganz vorne sorgte Sylvia Rehn als Gesamtzweite mit 3:22:36 Std. eine neuen Frauen-Öjendorf-Streckenrekord auf. Nur knapp mit 70 Sekunden Vorsprung konnte sich Michael Baß den Gesamtsieg sichern. Erwähnenswert ist aber auch die Zeit des AK-M65-er Hans-Joachim Meyer mit 3:56:57 Stunden und das Jubiläum von Helmut Braun, der hier sein 200. Marathon/Ultra-Finish feiern konnte.



7. Ellerdorfer Ultralauf 45,3 km am 22. November

Bei unseren Freunden Thorsten und Nicole Themm aus Nortorf, die diese Ultra-Laufveranstaltung mit großem Erfolg organisieren, war ich bisher immer am Start und erflogreich gewesen. Das sollte sich auch nicht in diesem Jahr ändern. Das Teilnehmerlimit war wieder lange vorher erreicht. Die gut 30 km-lange Anreise erfolgte als Fahrgemeinschaft mit unseren jahr-10.-langen Freunden Günter & Christa Heyer aus Friedrichsort mit unserem roten Skoda Fabia-Combi noch in der Dunkelheit, denn der Start erfolgte bereits immer morgens um 8 Uhr in der Frühe. Bei unserer Ankunft im Dorfgemeinschaftshaus von Ellerdorf war im großen Raum bereits ein reger Betrieb, denn es wurde für die hauptsächlich vielen bereits am Vortag angereisten Läufer und Läuferinnen, die in der Umgebung bereits ihre Nacht verbracht hatten, ein üppiges Frühstück mit Kaffee ect. vorgehalten. Wir begrüßten uns alle gegenseitig und dann ging es auch schon ans laufgerechte Umziehen. Es war trockenes Wetter mit ab und zu Sonne vorhergesagt, aber mit Temperaturen nachts noch einige Grade unter Null und tagsüber nur bis zur Frostgrenze, war es nicht gerade heimelig für die unteren Gliedmaßen der Helfer, da das beheizbare Zelt die Fußregionen nicht erreichte. So wurde mir von meiner Frau Regina berichtet, die wieder als Fotografin und Helferin bei der Streckenverpflegung ehrenamtlich im Einsatz war. 

Außer den 2 Getränkestationen auf der 15-km-Runde gab es die vielfältige Verpflegung im Zelt bei Start/Ziel

10 Minuten vor dem Start wurden alle Aktiven nach draußen zum Briefing durch den Veranstalter Thorsten gebeten. Dann ertönte nach dem Runterzählen des Countdowns der Startschuß und die 68 Starter setzten sich in Bewegung. Im schellen Powerwalking-Gehschritt wollte ich die erste der 3 Runden a 15 km bestreiten und dann das auch laufend nach und nach schneller werden. Die erste Runde beendete ich so noch zusammen mit Günter Antoni und Dietrich Eberle nach 1:44 Stunden, der aber 4 Runden -also 60 km- laufen wollte und danach sofort zurückfiel, zumal ich schneller wurde. 1:25 Stunden benötigte ich für die zweite Runde -also 19 Minuten schneller- und konnte 14 Läufer und Läuferinnen ein- und überholen, die nach der ersten Runde noch vor mir lagen. Empfand ich als sehr kurzweilig und machte mir auch Spaß. Zwei Drittel waren geschafft. Jetzt noch eine letzte Runde. Ich fühlte mich weiterhin gut beim lockeren überwiegenden Laufen. Nach fast identischen jetzt genau vom Zielgericht gestoppten 1:25:47 Stunden, wobei ich nochmals 8 weitere Starter ein- und überholen konnte, war das Ziel für mich nach 4:34:47 Stunden erreicht (Foto links!) und ich wurde vom Cheforganisator Thorsten Themm selbst beglückwünscht. Ich war sehr zufrieden. Noch bevor ich mich zum Duschen verabschiedete und mich an der üppigen Zielverpflegung labte, finishte bereits 14 Minuten später der bereits 43-jährige Matthias Waesch als erster 60-km-Läufer. Endzeit bei seinem 3. Sieg zwar 11 Minuten über seiner Bestzeit 3 Jahre zuvor, aber in der letzten seiner 4 Runden konnte er seine bis dato mit ihm zusammenlaufenden gleichaltrigen Thomas Hensel (4:55:02) um fast 7 Minuten und 2 Altersklassen jüngeren Tim-Ole Petersen (4:58:36) um 10 Minuten hinter sich lassen. Die weiteren Plätze belegten Thomas Marten (5:04:28), der noch Rene Wallesch (5:06:36) und Mario Sagasser (5:10:18) in der letzten Runde ein- und überholen konnte. Nach Holger Juister (5:16:10) als Gesamt-7. kam als Gesamt-8. mit Inge Brandts (5:36:50 - W55!!) die erste Frau über 60 km in Ziel, die somit noch Steffen Brunsch (5:38:12) als Gesamt-9. in der letzten der 4 Runden ein- und überholen konnte, bevor als Gesamt-10. mit Anke Rohwer (5:44:25 - W50!) die zweite Frau ins Ziel der 60 km kam, die somit noch nach der 3. Runde vor ihr liegenden Simone Stegmeier (5:51:46) auf den 3. Platz bei den Frauen verweisen konnte. Dazwischen schoben sich noch als Gesamt-11. und -12. Lars Knothe, der auf der letzten Runde einen gewaltigen Leistungseinbruch verkraften mußte und Hans-Heinrich Peper. Alle Runden- und kompletten Endergebnisse der weiteren 25 Finisher über 60 km, 24 Finisher über 45 km und 6 Finisher über 30 bzw. 15 km habe ich nachfolgend eingefügt. Nachdem auch Günter Antoni, der bis 45 km zusammen mit Günter Heyer zusammen gelaufen war, aber unbedingt noch eine 4. Runde dranhängen wollte, wofür er lange 2:19 Stunden benötigte, und erst nach 8:16:00 Stunden abgeschlagen als Gesamtletzter ins Ziel gekommen war, fing es bereits an, dunkel zu werden, als er frisch geduscht trotzdem mit viel Beifall empfangen wurde, obwohl die Nudelparty bereits in vollem Gange war. Es folgte dann noch die kurzweilige Siegerehrung durch die Organsisatoren Thorsten und Nicole Themm, die zu jedem Finisher einige interessante Läuferinfos zum Besten geben konnte. So wurde es letztendlich 18:30 Uhr, als wir wieder in Kiel zu Hause waren. Genau 12 Stunden waren wir unterwegs gewesen.


5. "Harald-Petersen" Kieler Nordostseekanal-Marathon am 27.12.

Letzter Start des Jahres nach 5 Wochen Wettkampfpause für mich. Winterliche Temperaturen eben über Null Grad. Trübes Wetter ohne Sonnenschein, aber immerhin trocken. Große Beteiligung nach den einigen Wochen mit sicher auch ungesünderem Essen und Trinken in der Advents- und Weihnachtszeit. 18 Frauen incl. der Schäferhündin Sina von Rosemarie von Kocemba und 32 Männer incl. dem Hund Felix von Edeltraud Hildebrandt  standen um 8 Uhr an der Startlinie. Hiervon finishten 4 Frauen und 17 Männer mit dem Marathon die volle Distanz und die restlichen 19 begnügten sich mit kürzeren Distanzen. Der Sieg ging bei den Männern an Rene Wallesch (3:28:42 Std.) mit gut 2 Minuten Vorsprung auf Ralf Vollmer. Den Frauensieg holte sich Edeltraud Hildebrand (4:20:51 Std.) mit ihrem Hund vor Tanja Goile (4.30:38 Std.) Mit 5:41:05 Stunden vergnügte sich Günter Heyer als letzter Marathonfinisher am längsten auf der Strecke. Jetzt aber zu meinem Lauf: In der Vorweihnachtszeit war ich eine komplette Woche mit einem grippalem Infekt geschwächt und konnte nicht mein gewohntes Ganzjahrestraining absolvieren. Die KN-Zustellung betrieb ich nur im langsamen vorsichtigem Tempo. Auch am Wettkampftag hatte ich bereits die dicke Samstags-Ausgabe gut 100-fach in Holtenau zugestellt. Danach zum Frühstück leichte nicht schwer verdauliche Kost mit einem Blick in die Zeitung und dann hieß es bereits ´Fertigmachen`! Ich zog mich nicht zu dünn an fürs Laufen. Wärmende Überziehjacke und -hose darüber und dann per Pkw zum nur 3 km entfernten Start, dem Gut Knoop. Vielfach wünschten wir uns alle gegenseitig "Gute Weihnachten gehabt zu haben", hielt noch kurze Smalltalgs und dann ging es los. Erstmal zu Fuß im Gehschritt rückwärts der Runde um ca. 700 Meter als Anlaufstück zum Polterberg. Dann der Start entgegen des Uhrzeigersinns. Plus dem Anlaufstück waren danach 8 identische Runden zu laufen. Die knapp erste Hälfte der Runden bestand aus etlichen Auf und Abs. Dann ging es für ca. 2 km plan entlang auf dem Kanalweg, bevor es für 350 m den Polterberg hinauf ging und übers Gut Knoop zu Start/Ziel. Ich hatte keine Ambitionen hinsichtlich guter Zeit und Platzierungen, sondern wollte lediglich einen weiteren ´Zähler` laufen. Die Bergauf- und ebenen Laufpassagen bestritt ich im unangestrengten Powerwalkingschritt und die Bergababschniite lief ich im lockeren Tempo. Dies konnte ich auch problemlos ohne Anstrengung vom Beginn bis zum Ende durchziehen. Ab und zu traf man mal jemanden der vielen mir bekannten Läufer und Läuferinnen, hauptsächlich jene von der LG Albatros Kiel und dem 100 MC. Am Ende des Laufs blieb dann meine Casio-Läuferuhr bei gestoppten 4:38:26 Stunden stehen. Ein Platz im Mittelfeld. Sofort begab ich mich zu meinem Pkw und zog mir trockene und gut wärmende Kleidung an, um noch mit einigen anderen Finishern interessante Gespräche zu führen. Erst dann bediente ich mich an der wieder von den Organisatoren Harald Petersen und Tanja Goile üppigen Strecken- und Zielverpflegung. Von z. B. herzhaften Frikadellen bis süßen Lebkuchen und Weihnachtsgebäck ware neben allerlei Getränken wie Punsch -mit und ohne Schuß!!- wieder alles bereitsgestellt. Danke!

 

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