Das Jahr 2011

24. Kiel-Lauf über 21,1 km am 11.09.2011

1986 gab es den 1. Kiel-Lauf unter dem Namen "Kieler 10-Meilenlauf" mit Start und Ziel an der "Sparkassenarena" (damals noch "Ostseehalle"). Bis 2002 gab es von diesen Läufen nur 13 von 15 möglichen jährlichen Auflagen, weil der Lauf zwischenzeitlich zwei mal nur in jedem zweiten Jahr ausgetragen wurde. Die Teilnehmerzahl betrug fast immer konstant so um 1400 Wettkampf- und Freizeitsportler. Ab 2003 wurde dann diese Veranstaltung von "Zippel´s Läuferwelt" übernommen. Und das war und ist einfach eine Erfolgsstory für sich, wie sich dieser Lauf daraufhin im Laufe der Jahre mit ein wenig Werbung zu einem Event der Extra-Klasse entwickelt hat. In jedem Jahr darauf gab es größere Teilnehmerfelder. In diesem Jahr wurde die Gesamtteilnehmerzahl auf bereits über 8600 Kiel.Läufer gesteigert. Im kommenden Jahr wünsche ich Rainer Ziplinsky und seinem Team viel Erfolg bei der dann bereits 25. Ausgabe des Kiel.Laufs und das die Teilnehmerzahl auf die gewünschten 10.000 Läufer und Läuferinnen gesteigert werden kann. Dies ist natürlich kein leichtes Unterfangen, wenn man bedenkt, daß Kiel nun mal nicht in der Mitte Deutschlands bzw. im bevölkerungsreichen Nordrhein-Westfalen oder dem Rhein-Main-Gebiet liegt. Kiel liegt nun mal ganz oben im bevölkerungsarmen Norden und zudem noch an der Ostsee. Wenn man dieses berücksichtigt, sind schon die jetzigen Teilnehmerzahlen eine Sensation. Wenn ich so darüber nachdenke, gab es im Laufe der letzten 15 Jahre schon so etliche Laufveranstalter an der Ostseeküste, die immer ein paar Jahre mit viel Werbung versucht haben, solche Teilnehmerzahlen auf die Straße zu bekommen, aber letztendlich immer gescheitert sind und aufgegeben haben. -------------- Jetzt aber endlich zu dem Kiel.Lauf-Wochenende 2011. Als Mitglied von "Zippel´s Läuferteam" fühle ich mich selbstverständlich verpflichtet, auch zum Gelingen als Helfer beizutragen. Dies mache ich auch gerne. Wie bereits in den vorangegangenen Jahren durfte ich mich zusammen mit einer Angestellten von Mercedes (stellen die Fahrzeuge!) um die Spitzen-Athletenbetreuung kümmern. Am Freitagabend erhielt ich die Zeiten und Infos, wann die schnellen Kenianer auf dem Bahnhof bzw. am ZOB eintreffen, um diese dann zum Hotel zu fahren, beim Einchecken zu helfen, sie abends zur Nudelparty und zurück zum Hotel zu fahren.-------------- Am Samstagvormittag hörte ich mir im Rathaus erst einmal einen interessanten Vortrag über die neueste Brooks-Laufschuhgeneration von Dr. Brüggmann an. Anschließend traf ich auf der Messe eine Reihe bekannter Gesichter aus der Laufszene zum kleinen Klönschnack, bevor es dann ernst wurde. Wichtige Handynummern wurden ausgetauscht, notiert bzw. gespeichert. Dann ließen wir uns den Mercedes-Vito-9-Sitzer mit je einer Kiste Wasser und Iso sowie Tüten von Bananen bestücken und begaben uns zum Bahnhof. Hier herrschte das gefürchtete Parkchaos. Einige hielten in der 2. und 3.Reihe und auch wir benötigten Geduld, Zeit und schließlich Glück, eine Parklücke zu erwischen, die für dieses großen Wagen benötigt wird. Gut, daß wir früh an der Zeit waren. Hier darf man 30 Minuten mit Parkscheibe parken, aber leider befand sich keine solche im Mercedes. Gut, daß wir also zu zweit waren, da ja jetzt immer jemand im Pkw bleiben mußte, um nicht mit einem Strafmandat von den Politessen bedacht zu werden. Wir erkundigten uns beim ZOB bei einem Kielius-Busfahrer und erfuhren, daß rund um den Flughafen bis zur Autobahn der totale Stau herrscht und der Flughafen-Bus, mit dem 2 schnelle Kenianer kommen sollten, sicher eine Stunde Verspätung haben würde. So war es dann auch. 2 weitere Athleten erwischten die Anschlußzüge in Hamburg nicht und kamen sogar 2 Stunden später. Nach der zweiten Fahrt, die Athleten zum Hotel zum Einchecken zu bringen, fuhren wir diese -insgesamt 4 Athleten- gleich danach zur Nudelparty. Es herrschte ein großer Andrang bei dem gutbesuchten Nudelbuffet und alle Bistrotische waren gut frequentiert.   Hier hatten wir selbst auch 15 Minuten Zeit zum Nudelessen (ich schaffte 2 Teller!), bevor wir erneut aufbrachen, um die letzten 4 Athleten vom Bahnhof zu holen. Zum 4. mal das Parkchaos dort. Ich wartete wieder in 2. Reihe und meine Begleitung holte die Athleten vom Bahngleis ab. Mit diesen 4 Kenianern/innen fuhren wir dann direkt zur Nudelparty. Dort erhielten dann auch alle 8 Kenianer/innen nach dem Essen ihre Startunterlagen und etwas "Gutenachtverpflegung", bevor wir sie -verteilt auf 2 Fahrten- wieder zurück zum Hotel fuhren. Die letzten 4 Athleten mußten dann ja noch einchecken. Danach fuhr mich meine Mercedes-Begleitung noch kurz nach Hause. Es war schließlich bereits nach 20 Uhr und meine Frau freute sich, mich wiederzusehen (!!). Ich ließ mir noch ein Bier schmecken, bevor es früh ins Bett ging, war ich doch bereits seit frühmorgens 4:30 Uhr auf den Beinen gewesen, um als Zusteller 110 Zeitungen in Holtenau zu verteilen. ----------- Am Sonntagvormittag fuhr ich rechtzeitig los, um noch einen Parkplatz auf dem Exer zu ergattern, was mir auch noch gerade so gelang -ich glaub es war früh um 8:25 Uhr der letzte!-. Rund um dem Rathausplatz herrschte bereits lebhaftes Treiben. Früh aufstehen mußten nämlich bereits die Schüler und Schülerinnen des 3 km-Laufes, die bereits stimmgewaltig angefeuert von ihren Angehörigen ins Ziel liefen. Ich traf wieder viele bekannte Gesichter und legte weitere Ausschreibungen vom Dreileuchttürmelauf aus, bevor ich mich zum vereinbarten Zeitpunkt zum Hotel begab, wo meine Begleitung mit dem Vito bereits wartete. Wir entschieden, die Athleten von hier wegen der geringen Entfernung und wegen der Absperrungen zu Fuß zum Start-Ziel zu bringen und fuhren den Vito ins Parkhaus. Wir hatten vereinbart (schriftlich auf Zetteln festgehalten), sich zu um 9:50 Uhr an der Rezeption bereitzuhalten. Dieses klappte trotzdem nur so einigermaßen. Alle hatten aber die Startnummer auf ihrer Brust und den Einmalchip zur Zeitmessung am Schuh. Auf dem Weg dann zum Start/Ziel dorthin schockte mich dann aber noch ein Motorradunfall. Mit  viel zu hoher Geschwindigkeit fuhr eines von diesen "schwarzen Schafen" vom Bahnhof kommend auf der Andreas-Gayk-Straße in Höhe der Hafenstraße in und durch die Absperrgitter der Kiel.Laufstrecke. Die Gitter flogen auseinander und der Motorradfahrer rutschte samt seiner Maschine noch viele Meter weiter. Sah grausam aus, aber es waren sofort Personen dort vor Ort, so daß wir uns nicht auch noch verpflichtet fühlten, uns darum zu kümmern. Wir zeigten und erklärten den Athleten den Start- und Zielbereich, wo sich  die Umkleidezelte befinden und in welchen Bus jeder seine Umkleidesachen deponieren könne. Dann machten sie sich auf den Weg zum Warmlaufen und ich konnte mich jetzt um mich kümmern, denn laufen wollte ich natürlich selbst auch -zum 24. mal- wieder. Ich traf wie vereinbart noch meine Frau, die mir alles Gute wünschte und deponierte meinen Rucksack in den "richtigen" Bus. Im Startbereich des Halbmarathons orientierte ich mich nach hinten, wollte ich doch "Haglund-Exostose"-schmerzenvermeidend viel schnell gehen und nur an einigen Abwärts-Passagen etwas laufen. Ich wünschte vielen bekannten Gesichtern noch alles Gute und einen schönen Lauf. Dann bei wunderbarem warmen Septemberwetter erfolgte pünktlich um 10:50 Uhr der Start zur Kiel-Sightseeing-Tour. Kurz zuvor traf ich Kathrin  von "Zippel´s Läuferwelt". Sie meinte, irgendwann auf der Strecke würde ich sie einholen, weil sie erstmal mit Ihrem Mann ein schnelleres Tempo mitgehen wolle, daß sie aber dann später sicher nicht halten könne. Dies passierte dann bereits nach einem halben Kilometer. Ihr Tempo passte genau zu meinem schnellen Gehschritt, so daß ich bei ihr blieb. Die Unterhaltung zwischen uns war interessant, spannend, kurzweilig und harmonisch. So macht Sport und Laufen Spaß, stellten wir beide fest. Wir bestaunten am Ostseekai 2 große Passagierschiffe und genossen dann das Panorama an der Kiellinie und dem Hindenburgufer auf die Kieler Förde. Landseitig das Landeshaus. Unterwegs wurden wir von vielen Stellen musikalisch stimuliert und das Wetter spielte ja auch toll mit, so daß viele viele Zuschauer an der Strecke uns anfeuerten. Eine längere Bergaufpassage verlangte uns dann in der Koesterallee und dem Niemannsweg schon so einiges ab. Da kam dann eine mobile Dusche im vornehmen Stadtteil Düsternbrook mit sehenswerten Villen und Häusern sehr gelegen. Danke dem unbekannten Spender! Bei km 8 motivierte der fachkundige Moderator Hans-Erich Jungnickel wie gewohnt Kathrin und mich, den "Leuchtturmheinzi". Bereits kurz darauf auf der Holtenauerstraße bei ca. km 9 bejubelten und beklatschten wir dann selbst die 6 hintereinanderlaufenden Kenianer, die uns bereits hier -immer noch locker über den Asphalt fliegend- überrundeten und somit bereits bei fast km 20 waren. Der Laufstil ist einfach eine Augenweide, stellten wir fest.

   

   

 Darauf genehmigte ich mir erst mal einen Prosecco. Was für ein Service! Kurz vor dem Ende der ersten Runde dann lächeln für ein Foto von meiner Frau und dem Dreileuchttürmelauffotografen Rainer T..

  

 Nach ca. 70 Minuten durchliefen wir -angefeuert von Cheerleaders- zum 1. mal den Start-Ziel-Bereich direkt vor dem majestätischem Kieler Rathaus. Die zweite Runde begann und wir spürten jetzt um 12 Uhr mittags doch die mehr und mehr unerträglich empfundene Wärme und hochstehende wenig schattenspendende Sonne ohne einer erfrischenden Brise. Durch das Mehr an Konzentration wegen Nachlassens der Kräfte wurde -so ist es ja immer- automatisch auch die Unterhaltung etwas gedämpft. Aber die gute Laune behielten wir trotzdem bei. Und als dann wieder die sicher für viele in Erinnerung bleibende längere Steigung -sicher nicht nur uns- viele "Körner" kostete, ließen auch wir es gemütlicher angehen und genehmigten uns mal 8 Minuten für den Kilometer. Danach lief es wieder fast normal. Wir bedankten uns unterwegs bei den Streckenposten und beim Moderator und klatschten kleinen Kindern die Hände ab. Wir genossen die Verpflegungsstände und ich dachte daran, daß diese ja schon seit  4 Stunden (dem Lauf über 6 km um 9:20 Uhr) und jetzt immer noch unermüdlich und gut gelaunt auch für uns noch fleißig Becher füllten und uns zureichten. In der Holtenauer Straße genehmigte ich mir -was für ein Service- einen weiteren Kiel.Lauf-Prosecco und wir machten uns Mut nach dem Motto, der höchste Punkt ist erreicht und jetzt gehts nur noch bergab.

  

 Und schon war das Ziel in Sicht. Händereichend liefen wir glücklich und happy durchs Ziel. (Wer dies sehen möchte, darf sich bei den Ergebnissen bei zippels.de gerne das Zieleinlauf-Video von Start-Nr. 8599 anschauen. Geschafft! Medaille! Smalltalks mit bekannten Teilnehmern in der Verpflegungszone. Die Zeit von 2:22:36 netto war uns nicht wichtig. Schöner war, das uns der gesamte Lauf so richtig Spaß gemacht hat. Ich holte jetzt meinen Rucksack aus dem Bus, zog trockene Kleidung an und erkundigte mich telefonisch, wo sich die Spitzenathleten befänden. Ich solle direkt vor die Bühne zur Siegerehrung kommen. Dort würde ich alle treffen. Klappte prima, denn gerade rechtzeitig zur Siegerehrung für den Halbmarathon erreichte ich die afrikanischen Läufer und Läuferinnen. Diese hatten sich dann auch meinen Beifall für die natürlich ersten Plätze verdient.

  

Souverän leitete Rainer Ziplinsky auf der Bühne die Siegerehrung. Ihren verdienten Beifall erhielten auch die beiden ältesten Teilnehmer des Laufes. Benjamin Richter (78) und Alfred Schippels (76) können beide in Ihrer langen Läuferkarriere auf ganz herausragende läuferische Erfolge zurückblicken.

    

 Im Anschluß an die Siegerehrung wurden dann den schnellen Kenianern/innen noch von meiner Laufbegleitung Kathrin Verpflegungstüten für die Heimreise mitgegeben, bevor wir sie wieder zu Fuß zum Hotel brachten. Nach dem Auschecken fuhren wir die zufriedenen Spitzenathleten zurück zum Bahnhof. Meine Mercedes-Begleitung brachte sie wieder zu dem Gleis, wo der entsprechende Zug bereits wartete. Mangels eines Kurzzeitparkplatzes wartete ich wieder in zweiter Reihe, bis sie zurück kam und mich zu meinem Pkw brachte. Das war´s - Feierabend - Nach Hause - Sebastian Vettel hatte gerade das Formel1-Rennen von Monza gewonnen. Wie ungesund im Verhältnis zum aktiven Laufen und Sport überhaupt. 

 

Fazit 2 Tage später: Genauso positiv wie die Medien-Berichterstattung im TV und in den Kieler Nachrichten ausfiel, hatte auch ich das ganze Kiel.Lauf - Wochenende empfunden. Das Orga-Team hatte wie gewohnt alles im Griff. Mir persönlich sind keine Pannen und Mängel aufgefallen und zu Ohren gekommen. Aber sicher wird es immer Menschen geben, die das Haar in der Suppe suchen und finden - und sei es nur aus dem Grunde, weil man Rainer Ziplinsky und seinem Team diesen seit Jahren stetig gesteigerten Erfolg nicht gönnt. Der Kiel.Lauf ist für viele einfach Kult geworden und ich wünsche mir, daß Rainer Ziplinsky mit seinem Team sein ehrgeiziges, aber realistisches Ziel zum 25. Kiel.Lauf-Event mit dann 10.000 Teilnehmern zum Jubiläum erreicht und daß die Sponsoren nach dem gesunden Werbemotto "Mensch - beweg Dich!" dies genau so sehen und bei der Stange bleiben oder sogar noch mehr werden. Danke natürlich auch all den vielen ehrenamtlichen Helfern, ohne die so eine Veranstaltung nicht möglich wäre. Etwas Statistik noch mit sicher nicht nur für mich interessanten Aufschlüssen: Insgesamt erreichten 6487 Teilnehmer das Ziel, was einer Quote von 75,32 % entspricht. Diese verteilen sich auf insgesamt 4013 (61,8%) männliche und 2474 (38,2%) weibliche Finisher. BAMBINILAUF 0,8 km = gesamt 345 im Ziel, davon 179 männlich (m) (51,9%) und 166 weiblich (w) (48,1%) -- SCHÜLERLAUF 3 km = gesamt 497, davon 273 (54,9%) m und 224 (55,1%) w. --  SCHÜLERLAUF 6 km = gesamt 587, davon 313 (53,3%)  m und 274 (46,7%) w. --  KURZLAUF 6 km = gesamt 454, davon 182 (40,0%) m  und 272 (60,0%) w. -- VOLKSLAUF 10,5 km = gesamt 2975, davon 1808 (53,8%) m und 1167 (46,2%) w. -- HALBMARATHON 21,1 km = gesamt 1629, davon 1258 (77,2%) m und 371 (22,8%) w. Ich liebe Statistiken und habe mir deshalb gerne mal die Mühe gemacht, eine Aufschlüsselung der verschiedenen Läufe nach den Altersklassen männlich und weiblich vorzunehmen. Dabei ist vor allem festzustellen, daß Frauen sich lieber kürzeren Strecken zuwenden. --- 21,1 km Männer: 20=220  30=134  35=129  40=232  45=242  50=136  55=73  60=44  65=09  70=06  75=2  JB=01  JA=30 ................. 21,1 km Frauen:  20=089  30=055  35=051  40=078  45=047  50=022  55=12  60=06  65=01  70=00  75=0  JB=00  JA=10 ................. 10,5 km Männer: 20=252  30=159  35=218  40=349  45=321  50=172  55=92  60=55  65=21  70=22  75=2  JB=43  JA=31 ................. 10,5 km Frauen: 20=248  30=141  35=135  40=236  45=182  50=091  55=38  60=21  65=07  70=04  75=0  JB=20  JA=19 ................. 06,0 km Männer: 20=038  30=022  35=015  40=035  45=035  50=013  55=13  60=03  65=02  70=02  75=1  JB=01  JA=08 ................. 06,0 km Frauen: 20=069  30=023  35=032  40=052  45=043  50=023  55=12  60=06  65=03  70=01  75=0  JB=00  JA=07 ................. Hier darf sich jetzt jeder seine eigenen Gedanken zu machen und sich evtl. ausmalen, in welche Richtung die gesamte Laufszene sich in Zukunft entwickeln könnte. Für mch mit meinen 26 Jahren Lauferfahrung gilt jedoch seit Jahren das Motto: Hauptsache, Mann/Frau bewegt sich genügend und nimmt z.B. nicht den Fahrstuhl, wenn hierfür keine orthopädischen Gründe vorliegen. Statistisch gesehen ist in Sachen "Laufen" und "Walken" noch viel Potential. Über 80 % der deutschen Bevölkerung hat diesen gesundem Ausdauersport noch nicht für sich entdeckt oder konnte bisher noch nicht motiviert werden. Also dann: Schon mal den Termin 09.09.2012 des 25. Kiel.Laufs vormerken!  (Mein 431. Wettkampf insgesamt) ------Fotos: Rainer Thies und Gerd Kurschus


18. Lauf "Rund um den Holtenauer Leuchtturm" über 10 km am 02.09.2011

Das Wetter war für die Organisatoren und Aktiven an einem dieser im Jahr 2011 wenigen Sommertage perfekt! Sonne und angenehme Temperaturen. Kiel-Holtenau war im August 2011 nämlich bundesweiter Spitzenreiter in Sachen Regen geworden. 252,8 mm Niederschläge kamen an Nässe herunter. Dieses war die 3,5 fache Menge vom Durchschnittswert für den August . Für mich sollte es der 1. Wettkampf nach über 100 Tagen Abstinenz sein und ich hatte mir vorgenommen, diesen Lauf auch mal wieder zu "laufen" und nicht schnell zu "gehen". Den letzten richtigen "Lauf" hatte ich nämlich am 08. Mai in Ottendorf bestritten. In der Zwischenzeit habe ich übrigens am 02.07.2011 die Entscheidung getroffen, keine Marathon- und Ultraläufe mehr zu bestreiten. Verschiedene Sportorthopäden können wegen meiner -leider immer schlimmerwerdenden- jahrelangen chronischen "Haglund-Exostose"-Beschwerden keine Besserung durch eine Therapie oder Operation versprechen. Diese Entscheidung, nur noch an kürzeren Läufen teilzunehmen,  habe ich auch bis heute nicht bereut. Im Gegenteil, sie sorgte bei mir von Anfang an für eine gewisse Erleichterung. Genau 25 Marathon-Laufjahre -vom 25.05.1986 bis 22.05.2011 (jeweils in Hamburg)- sollen genug sein. Ein kürzerer Lauf fand dann jetzt -sozusagen direkt vor meiner Haustür nur 700 m entfernt- im Rahmen der beliebten Zippel´s-Cup Serie statt. Bereits lauffertig angezogen ging ich rechtzeitig los. Erstmal die Startnummer abholen. Der Hinweis auf Sicherheitsnadeln in diesem Zusammenhang ließ mich dann erschrecken. Ich hatte mein Startnummernband vergessen. Da ich mein schönes Dreileuchttürmelauf-T-Shirt nicht durchstechen wollte, ging ich also noch einmal nach Hause. Jetzt kam meine Frau, die nachkommen wollte, dann gleich mit. Wir waren immer noch gut in der Zeit und trafen viele bekannte Gesichter. Man redet dabei über dies und das und die Zeit bis zum Start verging so im Fluge. Pünktlich um 18 h erfolgte der Start. Ich wollte es ruhig angehen lassen, um hinten heraus auf keinen Fall einzubrechen, zumal es auf dem letzten Kilometer jeder Runde immer noch etwas bergan geht. Traumpanorama am Kanal mit Blick auf Traumschiff. Die "Aidacara" lag bei der 1. Runde noch in der Schleuse und passierte uns dann in der 2. Runde Richtung Brunsbüttel. Viele mir bekannte Gesichter sorgten als Streckenposten für einen reibungslosen Lauf. Rainer Thies sorgte für Erinnerungsfotos und der laufkundige Moderator Hans-Erich Jungnickel sorgte für Kurzweil unter den vielen Zuschauern auf dem Sportplatz und für Motivation bei den Teilnehmern beim Durchlaufen, um die 2. Runde in Angriff zu nehmen.

    

Nach 25:07 Minuten (davon ca. 15 Sek. nach dem Start bis zur Startlinie) kam ich zum 1. mal bei Start-Ziel vorbei. Obwohl ich mich nicht quälen wollte, spürte ich jetzt doch mein wochenlang geringeres Training. So kam es, daß ich zwar mein Tempo gut halten konnte und die 2 Runde in 24:30 Minuten sogar noch etwas schneller war, dafür aber doch so kaputt war, daß ich feststellen mußte, daß diese Zeit heute für mich die optimale Ausbeute war. Wäre ich schneller angegangen, wäre ich mit Sicherheit hinten heraus eingebrochen und hätte ordentlich Zeit liegen lassen. So war ich mit meiner Endzeit von 49:37 Min sehr zufrieden, zumal auch die Streckenlänge laut GPS paßte, was schließlich noch zum 10. Platz von 20 Teilnehmern in der AK M55 reichte. In 4 Monaten starte ich dann ja bereits in der M 60. Wie erwartet, traf leider meine Prognose ein, daß mich, obwohl der Lauf "nur" 10 km lang war, im Anschluß wieder Fersenschmerzen bei jedem Schritt an den Lauf erinnern. So habe ich jetzt geplant, den Kiel-Lauf über die Halbmarathondistanz wieder nur schnell zu "gehen". Das bekommt meinen Fersen viel besser. (Mein 430. Wettkampf insgesamt) -Fotos Regina B. + Rainer Thies-


26. Haspa - Hamburg-Marathon am 22.05.2011

Alle 26 HH-Marathons seit dem 25.05.1986 habe ich gefinisht. Offiziell stehe ich in der Statistik jedoch lediglich mit 25 Finishes, denn 1994 bin ich unter einem falschen Namen nach einer wieder auskurierten Meniskus-Operation gestartet, um den Lauf als Erlebnis mitzunehmen. Die Zeit von ca. 4:22 Std. war es mir nicht wert, zu dokumentieren. Meine Startnummer hatte ich bereits weiterverkauft und war auf seinen Namen umgemeldet. Ich habe die Startnummer zurückerhalten, weil der Ersatzmann dann nicht starten konnte. Weil jedoch mein Ehrgeiz, der dann noch bis 1998 anhielt, alle Marathons innerhalb einer Stunde -ausgehend von meiner persönlichen  Bestzeit von 2:50:41 Std.- zu finishen, also bis 3:50:40 Stunden, habe ich mich nicht wieder erneut umgemeldet. Stolz bin ich aber trotzdem etwas darauf, wozu natürlich auch das Glück zählte, nie einen Lauf gänzlich aussetzen zu müssen, ob wegen Verletzung, Konfirmation der Kinder oder anderer Gründe. Da Hamburg 86 mein erstes Marathonerlebnis war, kann ich also auf 3 Tage abweichend am 25.05.2011 mein 25-jähriges Marathonjubiläum "feiern". Dieser 2011-er Lauf war somit also auch etwas ganz Besonderes für mich, obwohl mich seit einigen Wochen Haglund-Fersenschmerzen gewaltig über einen Startverzicht grübeln ließen. 13 Jahre lebe ich bereits mit diesen immer wieder nach 2 bis 3 Tagen Laufpause verschwindenden Schmerzen. Aber seit einigen Wochen sind diese Schmerzen chronisch geworden. Letztendlich entschied ich mich aber dann trotzdem, zu starten, und wieder einen Lauf, ohne zu Laufen, also mit schnellem Gehen zu finishen. Es sollte der mit bis 28 Grad im Schatten bis dato wärmste Tag des Jahres werden. Schon vor dem eigentlichen Start war es schon so mild, daß man im Laufoutfit rumlief bzw. sich nicht warmlaufen brauchte. Mit einer gemeldeten Zeit von 3:40 Std. war ich zwar dem Startblock G zugeteilt worden, hielt es aber für fairer, mich ganz ans Ende des Starterfeldes aufzustellen, um nicht für die schnellen Aktiven unter die Räder (Beine) zu kommen.

                      

Beim letzten Startbloch N traf ich dann auch viele Bekannte, unter anderem Christine Schröder, die ihren 250. Marathon finishen wollte und vom NDR-Fernsehteam begleitet wurde. Auch die walkende Rita Braemer traf ich hier, mit der ich bereits einige Läufe gemeinsam gegangen war. Um 9 Uhr weit vor uns dann der Start und 15 Minuten später ging auch ich über die Startmatten, ab der die Nettozeit gemessen wird. Vorgenommen hatte ich mir, vorerst es ruhig und mit kürzeren Schritten angehen zu lassen, um mir nicht so schnell Blasen an den Fersenunterkanten zuzuziehen. Rita Brämer ließ ich daher ziehen, weil sie immer mit großen Schritten schnell beginnt und ich dann immer automatisch auch mit ihr im Gleichschritt gehen würde. Bei km 21,1 km zeigte meine Nettozeit 2:38:41  Std. an. Da ich das Tempo merklich angezogen hatte, wunderte ich mich allmählich, warum ich Rita nicht in Sichtweite vor mir sah. Hatte ich sie etwa übersehen beim Überholen. Stramm marschierte ich weiter und sah bei ca. km 27 die bekannte Gruppe mit u.a. Christine Schröder, Günter Heyer und Christian Hottas vor mir. Ich schloß allmählich auf und hörte von Christian, warum ich nicht bei Rita geblieben wäre, die weiter vorne ist und sicher auf Kurs ca. 5:10 Std. wäre bei konstantem Tempo. Ich überlegte nicht lange, sondern entfernte mich nach vorne von der Gruppe, im festen Glauben, Rita noch einholen zu können. Aus den gemeinsam gefinishten Marathons war mir nämlich bekannt, daß Ritas lange Schritte mit der Zeit doch kürzer werden und sie das Tempo nicht mehr ganz halten kann. Aber vielleicht könnte ich sie dann zumindest noch zu einer neuen Bestzeit "ziehen", die bisher bei 5:25 Std. lag. Es dauerte dann aber noch eine ganze Weile, bis ich sie dann weit vor mir zum 1. x im Blickfeld hatte. Bei km 31 dann hatte ich sie erreicht. Endlich konnte auch ich etwas Tempo rausnehmen, spürte ich doch bereits wieder schmerzende Blasen an den Fersen. Ich versuchte, jetzt Rita zu motivieren, sie zu ziehen und ihr den immer kürzesten Weg vorzugeben. Es lief gut und die Zwischenzeiten (spätere Erkenntnis!) blieben vielversprechend, wurden bei Rita von km 30 bis 40 (gesamt 1:18:22 Std.) sogar wieder schneller als von km 20 bis 30 (1:19:11 Std.) nach einer 1:11-er und 1.14-er Zeit für die ersten und zweiten 10 km. Es wurde immer klarer, daß eine neue p. B. rauskommen würde. Jetzt entwickelte Rita noch den Ehrgeiz, unter 5:20 Std. zu bleiben. Glücklich im Ziel zeigte meine Garmin eine Netto-Zeit von 5:19 Std. an. Sie hatte es geschafft und wir freuten uns beide. Medaille, Verpflegungstüte, alkoholfreies Bier, Lauffreunde treffen, Rita verabschieden, Kleiderbeutel abholen und Duschen war dann die weitere Reihenfolge. Als ich interessehalber mir dann zum Schluß noch eine Soforturkunde von Rita ausdrucken ließ, stand als Netto-Endzeit bei Rita eine 5:20:02 Std. und bei mir eine 5:19:54 Std. zu Buche. 3 Sekunden fehlten Rita also für eine Sub-5:20-er Zeit. Die Differenz von 8 Sekunden resultiert aus dem früheren Überschreiten der Startmatten. Schade Rita, aber so hast Du wenigstens ein neues -sicher in Kürze- erreichbares Ziel. Fazit: Mir hat der Lauf viel Freude gemacht, empfand ich ihn doch von Anfang bis zum Ende hin als sehr kurzweilig und das nicht nur, weil ich so etliche Bekannte unterwegs traf oder einige mich an meinem Kieler Dreileuchttürmelaufshirt erkannten. Unwetter und Regen war ab mittags angekündigt, fand aber bis auf ein paar erfrischende Tropfen nach 5 Stunden nicht statt. Erst auf dem Heimweg ab Bad Bramstedt nach Kiel ließ uns Starkregen das Fahrtempo reichlich drosseln. (Mein 252. Marathon in 5:19:54 Std.)  ---Fotos Arne Franck---


Kieler Fischhallenlauf über 10 km am 15.05.2011

Diese Veranstaltung gehört ebenfalls zum Zippel´s Cup. Sie ist auf dem Kieler Ostufer etwas besonderes wegen der Streckenführung, die durch ansonsten geperrtes Gebiet des HDW-Gelände und des Fischhafens führt. Auch eine über 1 km lange Außenmole wird in voller Länge belaufen und bietet einen tollen ungewohnten Blick mit der Sonne im Rücken auf die Kieler Innenförde, der Kiellinie und dem Ostseekai mit einem großen 300 m langen Passagierschiff. Bei km 7 läuft man dann mitten durch die 200 m lange Fischhalle. Das Preis-Leistungsverhältnis empfinde ich mit einer  beeindruckenden Medaille und einer Kiste geräucherter "Kieler Sprotten"  für jeden sowie einer Verlosung mit zahlreichen wertvollen Preise vorbildlich. Auch Parkmöglichkeiten sind keine Mangelware. Kein Wunder also, daß dieser Lauf bereits wieder viele Wochen vorher ausgebucht war. Jetzt aber zu meinem Lauf selbst. Ich hatte seit dem vergangenen Lauf  vor einer Woche nicht  wieder wie gewohnt verschwindende Haglund-Fersenbeschwerden und zudem schon beim leichtesten Laufversuch Probleme mit dem linken Knie. So entschied ich mich dazu, diesen Lauf nicht "laufend" sondern "gehend" zu finishen. Schnelles Gehen hatte ich mir bereits vor 10 Jahren nach einer Verletzung antrainiert, so daß ich mir sicher war, nicht den Besenwagen im Nacken zu spüren. Von Beginn bis zum Ende powerwalkte ich also so schnell ich konnte. Die Zwischenzeiten nach 6:20 Min/km zum Auftakt pendelten sich dann konstant um 6:05 Min je km ein. Jedenfalls war ich im Ziel nach 1:01 Std. (6:06 Min/km) dann genauso am Limit und außer Atem wie nach richtigem Laufen. Hatte also wie gewollt was für meine Ausdauer getan und Beschwerden mit Ferse und Knie spürte ich nicht (mehr) und war happy und zufrieden. Bei wechselhaftem Wetter bei 13 Grad mit kräftigem Gegenwind aus SW entlang der 1 km langen Außenmole hielt sich der Regen bis ins  Ziel zurück. Aber auf dem anschließenden Weg zum Auto wurde ich dann doch noch von einem kräftigen Schauer durchnäßt.  (Mein insgesamt 428. Wettkampf) ---Foto Rainer Thies---


Ottendorfer Kanallauf über 11,1 km am 08.05.2011

Nach 6 Jahren habe ich mich mal wieder von meinem Verein "Zippels´s Läuferteam" für den Ottendorfer Kanallauf durch blühende Rapsfelder und entlang des Nordostseekanals melden lassen, der zu dem beliebten Zippel´s Cup gehört. Auch in früheren Jahren hatte ich nur gutes Wetter bei diesem Lauf in Erinnerung - und so war es auch diesmal. Der Lauf war wieder gut wie immer organisiert. Punkt 10 Uhr wurden wir auf die Reise geschickt. Immer leicht bergauf und bergab ging es nach gut 3 km an den NO-Kanal in Nordwest-Richtung für die kommenden 3 km. Wind aus Osten war wegen der hohen Böschung nicht spürbar. Aber auch die Sonne wurde von ihr noch schattenspendend bei 15 Grad  zurückgehalten. Bei der Fähre Landwehr ging es dann wieder ins Landesinnere und bergan für ca. einen Kilometer. Und dann in östlicher Richtung den Gegenwind jetzt spürend wieder  nach Ottendorf zum Ziel. Mit meiner Einteilung der Laufgeschwindigkeit war ich zufrieden, denn mein letztendliches Durchschnittstempo von 4:45 Min. für den gesamten Lauf konnte ich annähend halten. Endzeit dann 52:47 Min. für die 11,1 km. Diese Zeit reichte immerhin zu einem 5. Platz in der AK 55 bei 21 Finishern hier. Vor 6 Jahren war ich mit 47:09 Min. noch wesentlich schneller. Aber aufgrund meiner Möglichkeiten war ich heute mit dieser Zeit sehr zufrieden. (Mein insgesamt 427. Wettkampf) ---Foto Rainer Thies---


1. Lothar Gehrke - Gedächtnismarathon Öjendorfer See am 09.04.2011

Wolken sollten sich auch an diesem Samstag nicht zeigen: Also wieder Kaiserwetter mit Sonne pur bei Temperaturen von ca. 5 Grad  beim Start um 9 Uhr und ca. 16 Grad 5 Stunden später. Allerdings empfand ich den Wind auf der 2. Rundenhälfte aus NW in den ersten Runden doch noch sehr aprilhaft frisch. Die ersten Runden wollte ich mich warmlaufen, bis ich die bereits um 8 Uhr gestartete  Powerwalkerin Rita Brämer eingeholt hatte, um dann die restlichen Runden bei kurzweiliger Unterhaltung ebenfalls mit ihr im Gleichschritt zu walken. Dann würde es schon warm genug sein, um nicht frieren zu werden. War im Endeffekt auch genau so richtig, nur im gelben Dreileuchttürme-T-Shirt den Lauf bestritten zu haben. 60 Minuten Vorsprung bedeutete, daß Rita fast 2 Runden a 3,8 km Vorsprung hatte bei einem Tempo von ca. 8 Min. je km. Bei einem mir angenehmen Lauftempo von ca. 5.20 Min je km hatte ich mir ausgerechnet - und so kam es auch, nach ca. genau 3 Runden sie das 1. mal und nach genau 6 Runden das 2. mal eingeholt zu haben, um jetzt mit ihr in der gleichen Runde zu sein. Die restlichen 5 Runden genossen wir so das schöne Wetter und farbenfrohe Panorama mit dem lebhaften Treiben vieler Spaziergänger. Zufrieden im Ziel vergnügten wir uns noch ca. 2 Stunden bei diesem Traumwetter mit netten Unterhaltungen der wieder vielen bekannten Gesichter. Fazit: Alles war wieder perfekt organisiert und die Verpflegung top. Mein Dank allen ehrenamtlichen Helfern dieser Veranstaltung. Premiere hatte eine m. E. optimale Lösung der durch Trassierband getrennte Start der "Kurzläufer", die gleich links abbiegen dürfen und der erst ein zusätzliches Pendelstück zu laufenden Marathonläufer. Nicht positiv und eine organisatorische Extremherausforderung waren für die Veranstalter und Helfer wieder die zu zahlreichen Nachmeldungen sowie die Finisherzeit von 8:16 Std. eines Läufers. Da sollte in der Ausschreibung schon festgelegt werden, daß z. B. nach 14:00 Uhr keine weitere Runde begonnen werden darf. Bei den 8:00 Uhr-Startern sind dies bereits 6 Stunden plus die Zeit der ggfs. kurz davor begonnenen Runde. Und wer dann als "Langsamläufer" erst um 9 Uhr startet, hat es eben selbst zu verantworten, wenn er nicht vor 14 Uhr die letzte Runde in Angriff nimmt. (Mein 251. Marathon/Ultra in 4:34:10 Std.)


14. Kiel-Holtenauer Geländemarathon am 02.04.2011

    

          Rundenzähler im sonnenbrandgeschütztem Zelt.................Fotograf Rainer Thies und die 7 Rundenzähler....

      

          Die Verpflegungscrew bereitet alles vor................. Die Wärme: Erika Köhn gleich 2 Becher und Thomas Riemke 

     

Wolfgang Kieselbach hat die Qual der Wahl................Götz W. Eipper mit 76 Lenzen die falsche Start-Nr.!!!!

     

         Günter Antoni: Trinken-Essen-Laufen-Schnacken!!................Doris Sagasser und Stefan Bicher vom 100 MC!

   

Peter Kellermann, Sportwart des 100 MC und Günter Heyer, der erst mit 61 Jahren mit dem Langlauf begann!

   

   Zufriedener Organisator Siegfried Schmitz: Alles perfekt!....Arwed Bonnemann und Peter Wieneke greifen gerne zu!

    

        Klaus Bangert: Nix trinken - nur essen!...................Rosemarie von Kocemba freut sich, wieder laufen zu können.

    

  Jan Ziegler in rot, der Gesamtzweite!...Hans-Jürgen Hetzel.........Jürgen Ranta in blau.......Thomas Riemke in pink.

      

Im 100MC-gelb der gebürtige Inder Hiren Kurendra...Horst Preisler, der 75-jährige Marathonsammler-Weltrekordhalter mit ca. 1730 Marathon- und Ultraläufen...Rechtes Foto: Götz W. Eipper, als 1934 geborener ältester Teilnehmer!

   

Arne Franck, Organisator vieler Marathonveranstaltungen sowie Rita Brämer beim 61. Marathon als Walkerin

     

Statt rauchen weniger schnaufen: "Affenzahn" Thomas Radzuweit...Rene Wallesch, engagierter 100MC-Veranstalter!

   

Die zierliche Weltrekordhalterin im Sammeln von Marathon- und Ultraläufen Sigrid Eichner mit ca. 1500 Finishes im kühlenden Schatten von Doris Sagasser!!.... Hajo Meyer hat auch schon ca. 1340 mal einen Mara/Ultra gefinisht!! 

    

Links: Harald Petersen wird am folgenden Tag einen seiner top organisierten Landschaftsmarathons in Kiel Holtenau/Knoop anbieten...Rechts: Rotschopf Klaus Bangert muß sich heute vor einen Sonnenbrand fürchten.

   

Links: Karl-Heinz Jost (innen) und Ernst-Otto Kimitta (außen) werden verfolgt von Georg Bänsch bei seinem 10. Marathon und der Frauensiegerin Kathrin Bischoff...Rechts: Peter Wieneke will im Mai zum 900. finishen.

      

Links: Arwed Bonnemann lief 2010 seinen 100. Marathon...Rechts: Jürgen Kuhlmey, der 73-jährige Marathon-Weltenbummler mit eigenem Flugzeug und Motorrad engagiert sich seit Jahren ehrenamtlich für den 100 MC.

   

Zum bereits 14. Holtenauer Geländemarathon verpasst sich der erfahrene Organisator Siegfried Schmitz die passende Startnummer......Rechts: Günter Heyer in blonder weiblicher Begleitung von Christine Schröder.

   

Peter Kellermann "mit" und Christian Hottas "ohne" Sonnenbrandschutz auf dem Kopf...Heinz Behrmann wartend vor dem Finish zum 250. Marathon- und Ultralauf seit 1986: Dramaturgie siehe nachfolgenden Bericht!!

     

          Mario Sagasser, der glückliche Gesamtsieger............. Heinz Behrmann nach genau 250 Min. über die Ziellinie!

Bei meiner 12. Teilnahme hier fast direkt vor meiner Haustür wurde mir Anfang Februar immer klarer, daß dies mein 250. Marathon-/Ultrafinish werden könnte, wenn alles normal läuft und ich gesund bleiben würde. An gleicher Stelle im Regen und mit viel Matsch hatte ich bereits vor genau 10 Jahren auch meinen 50. Marathon hier erfolgreich bestritten. Die Zeit rückte näher und ich kam auf die Idee, diesen Lauf in genau 4 Stunden und 10 Minuten, also 250 Minuten zu beenden. Das Wetter an diesem Samstag sollte nicht nur schön, sondern mit 20 Grad im Schatten und sicher 30 Grad in der Sonne auf der schattenlosen Aschenbahn auch der mit Abstand wärmste Tag des bisherigen Jahres werden. Ideal und optimal für die wertvollen vielen Rundenzähler und anderen Helfer, ohne die solche familiären Veranstaltungen nicht möglich sind. Nicht nur für mich alleine war es sicher so, daß zum ersten Mal in diesem Jahr die Sommerlaufbekleidung wieder herausgesucht wurde und zum Vorzeigen kam. Auch ich entschied mich nur für ein T-Shirt vom eigenen Dreileuchttürmelauf sowie der 100MC-Laufhose. Obwohl ich laut Plan jetzt doch nicht so langsam laufen wollte, hatte ich mich im Herbst "Haglund-Exostose"-schonend zum Start für die "Langsamläufer" um 8 Uhr angemeldet. Der Organisator Siggi Schmitz hat wichtigeres zu tun, als wenn jetzt noch jeder mit Änderungen und Extrawünschen daherkommt, weshalb ich es auch dabei beließ. Kurz vor 8 Uhr wurden wir nach draußen an die Startlinie gerufen, wo dann Siggi Schmitz souverän wie immer noch mal auf alles hinwies, was für den Lauf wichtig und zu beachten ist. Ca. 20 Starter starteten dann um kurz nach 8 Uhr. Ich hatte mir als Plan für die 1320 m langen Runden vorgenommen, die ersten 23 Runden im 5:15-er (7 Min. pro Runde) Schnitt zu laufen und dann noch 9 Runden powerwalkend im 7:30-er Schnitt (10 Min. je Runde) zu absolvieren. So würde ich ziemlich genau auf meine Zeit von 250 Minuten kommen. Ich ging deshalb also gleich an die Spitze des Langsamläuferfeldes und mußte mir nach den ersten Überrundungen -zu Recht- schon Kommentare anhören, wie "Du gehörst in die schnelle Gruppe!" und "Du hast hier nix zu suchen!" Tja, damit mußte ich leben, hatte ich doch auch noch kaum jemanden von meinem bevorstehenden Jubiläum und meiner Zielzeit vorher erzählt und auch jetzt noch nicht erzählen wollen. Denn wäre ja peinlich, wenn es dann schief geht. Da ich im Schnitt immer ca. 10 Sekunden je Runde schneller war als geplant, lief ich die Runden Nr. 22 und 23 schon etwas langsamer, hatte aber immer noch 1 Minute Guthaben ab der 24. Runde. Da ich mir sehr unsicher war, wie schnell ich nach dem Laufen noch walken könne, hatte ich mit 7:30 je km vorsorglich etwas großzügig geplant. Es lief dann aber doch besser, so daß ich nach der 1. Walking-Runde in 9:30 Min. von Runde zu Runde bereits etwas Tempo rausnehmen konnte. Aber was war das auf einmal 2 Runden vor Schluß: Krämpfe in den Waden machten sich bemerkbar und ich mußte ruckartig stehenbleiben und mich an einer Kleingartenpforte dehnen. Danach verstärkt auf den Fersen aufsetzend und vorsichtig wieder anwalkend spürte ich immer wieder leichte Krämpfe. Ein zweites Mal passierte das gleiche Malheur mit Stoppen und vorsichtigem Entkrampfen trotzdem, und ich sah schon meine Wunschzielzeit als nicht mehr zu schaffen an. Warum gerade heute. Solche Krämpfe hatte ich seit Jahren nicht mehr gekannt, seitdem ich neben Magnesium vor dem Lauf auch Salztabletten regelmäßig während des Laufs einnehme. Gut jetzt, daß ich noch Zeitreserven hatte. Und gut auch, daß die letzte Runde erstaunlicherweise wieder besser ging. Eigentlich hasse ich es bei anderen immer, wenn diese bei Erzielen von Hahnzeiten direkt vor dem Ziel einige Minuten warten, um mit ihrer Zeit zu kokettieren. Aber aus Angst vor einem neuerlichen Krampf wollte ich der Ziellinie vorsorglich schon so nahe sein, daß ein Verpassen der sekundengenauen Zielzeit ausgeschlossen ist. Deshalb wartete auch ich in diesem Fall noch 1,5 Minuten vor der Ziellinie. Und siehe da: Direkt zum Gang zur ca. 5 m entfernten Ziellinie ein erneuter Krampf. Aber diese Restmeter schaffte ich noch rechtzeitig und betrat nach genau 250 Minuten die Zielmarkierung. Geschafft! Glücklich! Gottseidank ein Happyend! Glückwünsche von allen Seiten und dann gings in die Umkleidekabine, wo ich noch vor dem Duschen 3 Magnesiumtabletten einnahm. Um 14 Uhr begab ich mich dann erholt in den Großen Saal zum Nudelessen. Auch das Weizenbier schmeckte lecker. Nette Gespräche mit Lauffreunden verkürzten dann die Zeit bis zur Siegerehrung durch den Organisator Siggi Schmitz. Zu meinem Jubiläum erhielt ich noch ein Blümchen. Glück hatte ich auch noch bei der Quizfrage, in welchem Jahr der 1. Holtenauer Geländemarathon stattfand. Dieses Jahr -1 Jahr nach dem eigenen 1. Leuchttürmelauf- hatte ich im Kopf und rief schnell "1998". Schon hatte ich eine Sporttasche gewonnen.

Im Anschluß an diese Siegerehrung fand dann die Jahreshaupversammlung des 100MC statt. Diese verlief durch die souveräne Moderation des 1. Vorsitzenden sehr harmonisch. Der gesamte Vorstand ist bereit, mit viel ehrenamtlichen Engagement  weiterzumachen und bekam viel Beifall für die geleistete "Arbeit" in ihrer Freizeit. Danke nicht nur hierfür, sondern auch für die Ehrenurkunde. Sie wird für alle Kunden an meinem Arbeitsplatz stolz und gut sichtbar gerahmt angebracht. (Mein 250. Marathon/Ultra in genau 4:10:00 Std.)


24. Kieler Hochbrückenlauf am 27.03.2011

Bei meinem 6. Start zu einem Lauf in diesem Jahr lachte zum 5. mal die Sonne vom wolkenlosen Himmel. Nur beim Dreileuchttürmelauf am 06.02 war es anders: siehe Berichte. Angemeldet zu diesem stets mit 1400 Teilnehmern (Limit) frühzeitig ausgebuchten Event der LG Albatros hatte ich mich diesmal statt für die lange 29,2-km-Strecke für die Kurzdistanz über 15,4 km, die aber ebenfalls über die Levensauer und Holtenauer Kanalbrücke führte. Es kostete bis zuletzt einige Überlegungen, was und wieviel Lagen Laufbekleidung ich anziehen wollte. Ich entschied mich dann aber doch für 3 dünne Lagen und habe es im nachhinein auch nicht bereut, auch wenn mir trotz der 4 Grad zum Start  später ziemlich warm wurde. Die Zeit rann bis zum Start regelrecht dahin, traf ich doch noch viele Bekannte zu einem Smalltalk. Dann Startaufstellung in ca. der Mitte des ca. 530 Starter starken Pulks. Dies erwies sich jedoch nach dem Start auf dem ersten Kilometer als eine ziemlich Laufbremse, waren doch extrem viele in 2- und 3-Gruppen nebeneinander vor mir wesentlich langsamer. Erst mitten im Projensdorfer Gehölz hatte ich mit durchschnittlichen 4:40-Min/km-Zeiten mein Tempo gefunden. Die Levensauer Hochbrücke rauf langsamer, aber bergab dafür schneller gelangten wir bei km 6 an den NO-Kanal. Eine leichte Rückenwindbrise aus Westen trieb uns gleichmäßig und völlig eben vom Terrain her bis zur Holtenauer Hochbrücke.Im Wissen, was ab km 9,5 da noch an Steigungen auf mich zukommen würde, verausgabte ich mich nicht völlig. Diese letzten Körner brauchte ich dann auch noch, um zum einen 60 m höher rauf auf die Hochbrücke zu gelangen und später noch einmal 2 km vor dem Ziel einen längeren steilen Anstieg mit letzter Kraft zu bewältigen. Danach hieß es, das Tempo so hoch wie möglich bis zum Ziel zu halten. Einmal noch rum um den Sportplatz, nette Begrüßung durch den Moderator genossen und auf der Zielmatte die GPS-Stoppuhr gedrückt. Mit den 1:15:13 Std. war ich sehr zufrieden. Es sollte unter insgesamt 514 Finishern zu einem 130. Platz und einem 8. Rang von 35 in der AK M55 reichen. Umziehen in der Turnhalle und dann zum Duschen nach Hause. Regina kam erst kurz danach, hatte sie doch das Treiben der Läufermassen -auch noch von den später gestarteten Langstreckenläufern- bei dem schönen Wetter genießen wollen. (Mein insgesamt 425. Wettkampf) ---Foto Rainer Thies---


7. Außenalsterultra in Hamburg am 19.03.2011

Diesen wunderschönen Panoramalauf kann ich mit gutem Gewissen jedem nur empfehlen. Und bis auf 2008 (strömender Regen den ganzen Tag) hat das Wetter bei meiner diesjährigen 5. Teilnahme auch immer traumhaft mitgespielt. Es handelt sich bei dieser Runde  um die Außenalster gleichzeitig  um eine sehr beliebte Läufer-, Läuferinnen-, Jogger- und Walkerrunde. Es herrscht ein lebhaftes kurzweiliges Treiben. Im Laufe des Tages kommen dann bei schönem Wetter noch Tausende flanierende Spaziergänger -zum Teil mit Kind und Kegel sowie Hunden- hinzu, so daß man schon sehr aufmerksam und vorausschauend sich seine optimale Gasse suchen muß. Auf diese Weise kommen dann sicher so einige Meter mehr als die 7,4 km für eine Runde zusammen. Ca. ein ganzes Dutzend sogenannter Markierungssteine mit Entfernungsangaben zum Start und Ziel in beide Richtungen geben den Sportlern Orientierung. Jetzt aber zum Lauf: Wegen Überschneidungen mit anderen Läufen und weil der Hamburg-Marathon in diesem Jahr erst Ende Mai stattfindet, gab es die erste "Noch-Winter"-Edition 2 Tage vor dem offiziellen Frühlingsanfang. Reibungslos klappte die Anreise bei noch trübem und mit ca. 1 Grad über Null, wobei ich noch Rita Brämer auf halbem Wege -wie vereinbart- mitnahm. Angekommen in Hamburg war problemlos 200 m. von Start/Ziel entfernt in der Straße "Bellevue" ein Parkplatz gefunden und der Himmel riß auf und machte alles farbenfroh. Zelt, Tische und die Verpflegung waren schon aufgebaut, als ich Rene Wallesch, den Veranstalter, begrüßte, und er mich auf seiner Meldeliste abhakte. Ich teilte ihm -eine Besonderheit- meine aus dem eigenen Bestand (ca. 500!) ausgesuchte Startnummer mit. Für dieses Mal suchte ich mir die  Original-Startnummer heraus, mit der ich 1991 meine persönliche Bestzeit (2:50:41 Std.) gelaufen bin. Nach einigen Plaudereien mit Kollegen erfolgte dann für die 31 Teilnehmer pünktlich um 9:55 Std. der Start. Die erste Runde wollte ich erstmal auf jeden Fall zusammen mit Rita walkend das Panorama genießen. Hatte ich im Vorwege noch zu ca. 70 % geplant und mir ausgerechnet, dann die folgenden ca. 3 Runden (5:15 Min/km) zu laufen, in der Rita ca. 2 Runden (7:45 Min/km) walken würde, um dann noch 2 Runden wieder mit Rita zu walken, so daß sie 6 Runden und ich 7 Runden geschafft hätte, siegte die Unlust darüber, mich dafür zu quälen und ich entschied mich dafür, mich ebenfalls mit "nur" 6 Runden und somit 44,4 km zu begnügen und Rita weiterhin zu begleiten. Nach Runde 1 und 2 und auch 3 waren Rita und ich uns sicher, das Zeitlimit von 5 Stunden locker zu unterbieten, um noch eine 6. Runde in Angriff nehmen zu dürfen, hatten wir doch immer jeweils mit 4 Minuten als Durchschnitt je Runde hierfür das Limit unterboten. So konnten wir uns also bereits in der 5. Runde etwas schonen und die 6. Runde so richtig genießen. Rita und ich hatten -teilweise unterstützt durch Christian Hottas- genügend Gesprächsstoff, so daß auch diese doch relativ langen Runden kurzweilig vorübergingen, unterstützt natürlich dadurch, daß man immer aufmerksam laufen mußte, um einer Kollision oder Rempelei mit den flanierenden, walkenden oder laufenden Sonnenanbetern aus dem Weg zu gehen. Für männliche Augen sind natürlich sportliche laufende Frauen von vorne -aber auch von hinten!- eine zusätzliche Augenweide, auch wenn es für bauchfreies Laufen um diese Jahreszeit noch etwas kühl war. Unsere gemeinsame Endzeit  mit einer Endspurteinlage von 5:49:32 Std. war für uns nebensächlich. Erwähnt werden soll aber noch, daß Sven Peemöller diesen Lauf gewonnen hat. Die Strecken- und Zielverpflegung war top, der von Christine Schröder gebackene Kuchen lecker und saftig. Es gab neben Soforturkunden als - weitere Besonderheiten- eine Blume für alle "männlichen" Teilnehmer sowie Medaillen für die 20 besten bzw. schnellsten Finisher vom Veranstalter Rene Wallesch, der diesen Lauf nicht nur wieder vorbildlich organisiert, sondern sich auch offiziell genehmigen lassen hatte von der Stadt Hamburg. Erwähnen möchte ich auch noch das ehrenamtliche Engagement von Peter Kellermann, der frühmorgens extra das Zelt, die Tische usw. herangeschafft hat und auch abends alles wieder abgeholte. Ohne diese ehrenamtlichen freizeitopfernden Engagements würde es vieles so nicht geben. Viele sollten sich das deshalb vor Augen halten und darüber  nachdenken, daß man nicht nur mit-nehmen darf, sondern auch selbst mal etwas geben sollte. (Mein 249. Marathon/Ultra in 5:49:32 Std.)


5. Öjendorfer See Frühlingsmarathon am 12.03.2011

Es war der erste richtige Frühlingstag mit viel Sonne und angenehmen Temperaturen bis 14 Grad, obwohl es nachts noch leicht gefroren hatte und auch zum Start um 9 Uhr recht frisch war. Diese positiven Wettervorhersagen waren es wohl, daß es eine Rekordteilnehmerzahl mit 113 Finishern gab, wobei aber kritisch die 41(!) Nachmeldungen direkt bis 5 Minuten vor dem Start anzumerken sind. So etwas stellt nicht nur das Meldebüro vor erhebliche organisatorische Probleme, sondern hätte auch hinsichtlich der besorgten Mengen an Verpflegung und Getränke einen Mangel aufkommen lassen können. Deshalb hier schon einmal ein besonderes Lob an die Veranstalter hinsichtlich der gewaltigen Mengen an toller und super Verpflegung. Von süß bis herzhaft und von fruchtig bis salzig mangelte es an nix. Für alle Finisher gab es zusätzlich hinterher sogar noch leckere Erbsen- und Lauchsuppe mit Würstchen von unserer guten Seele Rita Gehrke. Aber auch am Verpflegungsstand wurde von Rita, Christa Heyer und Regina Behrmann alles eß- und trinkbare stets läufergerecht vorgehalten.

     

 Ansprache und wichtige Infos vor dem Start von Arne Franck - Christa Heyer und Rita Gehrke am Verpflegungsstand

Vor dem Start erinnerte unser Arne Franck an den 75. Geburtstag von Rita am 9. März und erwähnte den heutigen Geburtstag von Frank Berka, der dafür im Ziel Freibier für alle spendieren wolle. Wir starteten zusammen mit den kürzeren Strecken laufenden Aktiven, welche im Gegensatz zu den Marathonis kurz nach dem Start bereits gleich links abbiegend in die normale Runde gehen sollten, während die Marathonis erstmal geradeaus ein Auftaktpendelstück zu absolvieren hatten. Das klappte -wohl auch aufgrund der großen Teilnehmerzahl- nicht reibungslos. Erstens kam es zu Beinahezusammenstößen mit linksabbiegenden und geradeauslaufenden Teilnehmern und ich hörte, daß einige Marathonis ebenfalls wohl gleich mit links abgebogen waren und zurückgerufen wurden -wohl von sich -gottseidank- persönlich kennenden Läufern-. Was aber ist, wenn tatsächlich z. B. ein langsamerer Läufer -versehentlich (Absicht kann man ja nie unterstellen)- gleich links abbiegt, sich die 660 m. erspart und von schnelleren Läufern eingeholt wird, die sich dann wundern, daß diese vor ihnen waren. Da sollte m. E. über sicher machbare andere Lösungen nachgedacht werden.

     

Jetzt aber zu meinem Lauf: Die ersten 4 1/4 Runden bin ich gelaufen, um dann eine 3/4 Runde mit  -es müßte wohl Ursula Grube gewesen sein- einer ebenfalls schnellen Walkerin im Gleichschritt zu gehen und mich interessant mit ihr zu unterhalten. Dann bin ich wieder gelaufen, war es doch von Anfang an mein Ziel gewesen, die eine Stunde vor mir gestartete Walkerin Rita Brämer einzuholen. Die 6. Runde begann ich deshalb gleich wieder mit "Laufen". Und dann auf Höhe des Kiosks sah ich sie vor mir und holte sie kurz nach km 3 der Runde ein. Der Rest von 4 Runden (ca. 15 km) war jetzt "Gehen" mit Rita in Verbindung mit kurzweiliger, spaßiger, aber auch ernsthafter Unterhaltung. Aufgrund einer erst 11 Tage zuvor überstandenen Operation wäre heute eine Zeit von unter 6 Stunden ein kleiner Traum von Rita. Es wurden dann sogar noch 12 Minuten weniger und Rita war happy.

           

         Mario Sagasser, der Sieger des Marathons > es wurde warm im Verlaufe des Rennens ----- meine Urkunde

Jetzt hieß es: Laufklamotten runter, etwas frischmachen und nichtriechende Kleidung anziehen. Unterhielt mich dabei noch mit Hiren Kurendra über seinen zwar recht langen, aber so lebendig und authentisch spannend geschriebenen Bericht in der aktuellen 100MC-Clubzeitung von seiner organisierten Indien-Laufreise nach Mumbai und den erlebten unglaublichen Abenteuern. Wirklich lesenswert! Dann hieß es für mich u.a.: "Wo gibts die Erbsensuppe mit Würstchen!" und "Hmm!-ist der Kuchen lecker saftig!" und "Danke (Frank) für das lecker Bier!". Um 15:30 Uhr dann "Tschüss"-sagen und um 16:35 Uhr waren wir mit Heyers wieder zurück in Kiel, wo es erstmal "Duschen" hieß.

     

Fazit: Ein schöner Tag, Traumpanoramen über den Öjendorfer See, Frühlingsgefühle bei den Wasservögeln und ein großes "Dankeschön" an die Organisatoren und Helfer dieser erneut toporganisierten Veranstaltung, die viel Freizeit dafür investieren und alles ehrenamtlich machen. Ich plädiere daher beim Startgeld für einen Extra-Helfereuro, damit diese zumindest schon mal das "Spritgeld" erstattet bekommen. Auch die Nachmelder am Starttag sollten zusätzlich einen "Orga-Streß-Euro" zahlen. (Mein 248. Marathon/Ultra in 4:52:08 Std.)


17. Famila Kiel-Marathon am 26.02.2011

Bei diesem Marathon vier mal immer an der Kieler Förde rauf und runter nahm ich zum 14. mal teil und habe es noch nie ohne Wind erlebt. Eine Richtung -meistens Richtung Norden- immer Rückenwind und zurück in südliche Gefilde Gegenwind. Auch diesmal war es nicht anders, aber allen Wettervorhersagen die Tage widersprechend, riß fast pünktlich zum Start die Wolkendecke auf und die Sonne versuchte uns zu wärmen bei Temperaturen von 0 Grad beim Start und immerhin 5 Grad 5 Stunden später. Jedoch fühlte es sich aufgrund des Gegenwindes Richtung Süden immer mindestens 10 Grad kälter an. Bereits im Bus auf der Anreise traf ich eine extra aus München zum Lauf anreisende Läuferin, die sich mir gerne wegen Ortsunkundigkeit anschloß. Sie traf ich zufällig auf dem Rückweg auch wieder im Bus, war total begeistert von Kiel und des Kieler Förde-Panoramas. Ankommend im Ostseekai  traf gerade auch die größte Fähre der Welt, die "Color-Magic" aus Oslo ein. Startunterlagen abholen, Klönschnacks mit vielen Bekannten, umziehen und dann gings raus aus dem Warmen in die Kälte zum Start. Wie geplant, lief ich dann die ersten 2 Runden im 5:15-Min/km-Tempo und powerwalkte die letzten 2 Runden im 6:58-Min/km-Schnitt. Auch unterwegs traf und grüßte ich viele mir bekannte Gesichter. Muß aber auch gestehen, daß auch schön geformte Rücken(teile) (!!) entzücken. Meine Endzeit war mir heute unwichtig, dachte nur daran, am Abend und nächsten Morgen/Tag nicht allzugroße Schmerzen wegen meiner Haglund-Exostose (Ferse) zu bekommen. Kurz vor meinem Einlauf lief dann die "Color Magic" wieder aus. Im Ziel nette mit "Leuchtturmheinzi" usw. motivierende Begrüßung durch den gut vorbereiteten Moderator. Mit einer Medaille gings dann ins Warme zum Umziehen und zur Bushaltestelle und dann zum Duschen nach Hause ins 8 km entfernte Holtenau. Fazit: Wieder top organisiert, nette Helfer und gut bestückte Verpflegungsstellen. Da das Wetter so gut war, war die Promenade zusätzlich reich mit flanierenden Fußgängern, spielenden Kindern usw. besucht und es war schon für uns Läufer ein kleines Spießrutenlaufen, aber erst recht für die erst spät gestarteten, aber dafür sehr schnellen Handbiker, die laut voraus warnend auf sich aufmerksam machen mußten. Das war schon sehr gefährlich und deren Teilnahme sollte daher mal vom Veranstalter überdacht werden. Hoffe, das dabei nix passiert ist. (Mein 247. Marathon/Ultra in 4:18:50 Std.)


15. Kieler Dreileuchttürmelauf am 06.02.2011

Über diesen mit dem Veranstalter "Zippel´s Läuferwelt" gemeinsam organisierten Lauf erscheint natürlich hier kein eigener Bericht, sondern ich verweise auf den auf dieser Homepage unter "Fotoberichte" eingestellten Bericht. (Mein 246. Marathon/Ultra in gestoppten 5:28:15 Std.)


7. Kraftwerk-Landschaftsmarathon in Schwentinental am 02.01.2011

Veranstalteten Harald Petersen und Tanja Goile in den Vorjahren immer noch vor dem neuen Jahr einen Silvestermarathon, wurde daraus diesmal ein Neujahrsmarathon. Auch die Strecke änderte sich, war es doch sonst immer der Kanal-Marathon um die Gutshöfe Knoop und Projensdorf gewesen. Der durchgehend strenge Winter mit viel Schnee seit Ende November ließ auch meine Trainings- und Wettkampftätigkeiten erlahmen. Zuletzt war ich am 20.11. bei Thorsten Themm 45 km mit Rita Brämer "gegangen", weil mich meine linke Ferse mit Haglund-Exostose Problemen doch arg behinderte. Außer meiner morgendlichen ca. 70 Minuten dauernden "Kieler-Nachrichten"-Zustellung als Powerwalking hatte ich keine längeren Einheiten absolviert. Walken bei Schnee und Eis ist nämlich viel anstrengender als Laufen, wobei man ja überwiegend mit dem ganzen Fuß auftritt. Jedenfalls meldete ich mich dann erst 3 Tage vorher für diesen Lauf an - und zudem noch inoffiziell -, weil ich das von den Wetterverhältnissen abhängig machen wollte am Lauftag. Tauwetter würde Matsch verursachen und ein schnelles Gehen über 42 km zu einer Rutschpartie machen, wozu ich keine Lust hatte. Aber die Wettervorhersage am Vortag war okay.Ich streifte mir meine ganz neuen Yaktrax-Schneeketten unter die Laufschuhe. Es war bei -2 Grad, aber klarem Himmel noch recht dunkel, als ich den nicht geräumten Parkplatz am Schwimmbad beim Rosensee erreichte. Was mich dann die 50 m zum See bergab schockte, waren die total vereisten Bodenverhältnisse, wo Spikes besseren Halt als Schneeketten boten. Ich fing schon an zu bereuen, mich auf dieses Abenteuer eingelassen zu haben. Würde etwa die ganze Strecke -auch mit vielen Auf- und Ab´s  genauso vereist sein, würde ich sicher mehr als 6 Stunden benötigen. Harald und Tanja mit Brigitta organisierten liebevoll den Verpflegungsstand. Es wurde wieder alles Erdenkliche an Speis´ und Trank aufgetischt: Einfach vorbildlich. Auch bekommt jeder der immerhin 23 Teilnehmer wieder seinen fest stationierten und nummerierten Trinkbecher.Mehr als die Hälfte aller Starter, die sich die Marathondistanz vorgenommen hatte, entscheiden sich für die optional zusätzliche frühere Startzeit von 8 Uhr. Gemeinsam schlendern bzw. schlittern wir ca. 500 m Richtung Wildpark, wo der Startpunkt ist für die 4,75 km-Runden. Noch kurz ein Gruppen-Startfoto von Hans-Jürgen Hetzel und los geht´s im Uhrzeigersinn. Mir ist es recht, daß auch Rita Brämer wieder dabei ist. Zum einen kann man sich nett mit ihr unterhalten und zum anderen will sie -wie ich auch- nur walken. Zudem konnte ich trotz Sägespänemarkierungen dafür Sorge tragen, sie nicht vom rechten Weg abkommen zu lassen, denn es war Rita´s Premiere hier am Rosensee. Sie mit Spikes und ich mit Schneeketten "umwandern" wir die 1. kürzere Runde so dahin. Rita´s Spikes verrutschen ständig, so daß sie sich von einem trennt. Außerdem hatte sie sich einige Tage zuvor auf einem Parkplatz den Knöchel schmerzhaft verknackst, was sie wohl noch etwas vorsichtiger -jedenfalls anfangs- agieren ließ. 43 Min. für 4,25 km bis zum Ziel und Verpflegungspunkt waren mir dann doch zu langsam und ich fing an zu frieren. Rita zeigte Verständnis und ließ mich ziehen. Alle 8 folgenden Runden walkte ich dann in immer fast identischen ca. 34 Minuten. 4 Bergabpassagen je Runde habe ich jedoch laufend genossen -wie auch das traumhafte  Wetter bei Sonnenschein pur mit herrlichen Blicken auf den teilweise zugefrorenen Rosensee und all den Wasservögeln. Gottseidank war die Strecke nicht überall vereist und zum anderen gewöhnte man sich so allmählich an die Verhältnisse. Mit den Schneeketten hatte ich durchgehend keine Probleme und sie halfen bei den verharschten Passagen sehr. Spikes waren zwar an den vereisten Passagen im Vorteil, aber für die 500 m auf einem geräumten Bürgersteig zum Nachteil. Nach 5:15:08 Std. erreichte ich das Ziel und war froh, endlich mal wieder einen langen Törn als Training absolviert zu haben. Ich stärkte mich noch kurz und kräftig, erhielt wie gewohnt meine Soforturkunde und verabschiedete mich, weil mir kalt wurde. Zu Hause erst unter die warme Dusche und dann im Stressless-Sessel vor der Glotze und Wintersport mit meiner Frau regenerieren und entspannen. Beim Betrachten der bereits abends eingestellten Ergebnisliste beeindruckte mich am meisten, daß Mario Sagasser unter diesen Laufbedingungen bei 13 Marathonfinishern (darunter 1 Hund und beachtliche 4 Frauen) mit 3:55:01 Std. einen Rekordvorsprung von 73 Minuten auf den 2. herauslaufen konnte und Rita Brämer sich vom Schleichtempo trotz nur einem Spikesüberzieher und Verletzung vom Tempo noch ordentlich steigern konnte. (Mein 245. Marathon/Ultra in 5:15:08 Std.)

 

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