Das Jahr 2013

Benjamin Richter 80. Geburtstag und 100. Marathon Jubiläumslauf am 30.11.2013

Schon seit Jahren hatte mein Lauffreund mit seinen bis dato 99 Marathon- und Ultrafinishes allen bekannt gegeben, seinen 100. Marathon erst an seinem 80. Geburtstag zu laufen. So hatte er viele Lauffreunde eingeladen und es auch auf der Homepage seines Vereins LG Albatros Kiel veröffentlichen lassen. Am 30. November war es dann soweit. Auf der offiziell vermessenen Landschaftsmarathonstrecke von Harald Petersen von Strande um den Bülker Leuchtturm sollte dieses Versprechen eingelöst werden, die Zahl 100 zu schaffen. Ca. 40 der vielen Lauffreunde von Benno kamen, um ihm dabei die Ehre zu erweisen. Viele brachten auch kleine Geschenke und Aufmerksamkeiten mit. Auch ich hatte ein passendes Foto von einem Dreileuchttürmelauf gerahmt und Berichte über Benno aus alten Albi-Infos als Erinnerung zusammengestellt. Die Marathonis sollten genau 42,2 km laufen > und nicht mehr! Da jedoch 6 Runden a 7,2 km eine Distanz von 43,2 km ergab, spazierten wir noch 1 km bis zum Start von der Grundschule Strande an die Strander Bucht um Promenade. Jeder Teilnehmer könne so viele Runden laufen, wie gewünscht. Mein Ziel war, einen Halbmarathon zu laufen, was sich natürlich als Problem darstellte, weil das Ziel sich bei der Grundschule befand. So hatte ich nur 2 komplette Runden a 7,2 km und die Anfangsrunde von 6,2 km zurückzulegen. Machte aber nix. Hatte mir eh nix besonderes vorgenommen. Wollte auch die gesamte Strecke im Powerwalkingtempo finishen. Nach einer Ansprache vor der Startlinie gings dann bei angenehmen Wetter um 9:00 Uhr los. Schnell zog sich das Lauffeld auseinander. Ich lief bzw. walkte einen Großteil der Strecke zusammen mit Jörg Schmahlfeldt im gleichmäßigen Tempo. Reichhaltig -und nicht nur gesund!- war die Strecken- und Zielverpflegung beim Ziel. Nach genau 20,61 km in 2:23:00 Std. und somit einem Brutto-Km-Durchschnitt von 6:56 Min. beendete ich zufrieden den Lauf. Ich zog mir schnell trockene Kleidung an, blieb noch eine Weile dort und genoß interessante Smalltalks mit langjährigen Lauffreunden. Es gab später unter anderem noch heiße Erbsensuppe und Würstchen im aufgebauten Festzelt, so daß der einsetzende Regen nicht weiter störte. Eine kleine Tragödie war jedoch, daß Benno selbst seinen 100. Marathon an diesem Ehrentag verletzungsbedingt nicht finishen konnte. Trost von allen Seiten für ihn. Aber da Benno ja ein schon so oft bewiesenes "Stehaufmännchen" ist, ist allen klar, daß er den 100. Finish über mindestens 42,2 km doch noch schafft. Zusatz: Am 13.09.2014 beim Öjendorfer See-Marathon des 100MC finishte Benno dann endlich und tatsächlich seinen 100. Lauf über mindestens 42,2 km. > Herzlichen Glückwunsch! -Mein 445. Wettkampf-


26. Kiel.Lauf mit wieder fast 10.000 Teilnehmern am 08.09.2013

Um die Qualität der Veranstaltung weiterhin zu wahren, bestand von seiten des Veranstalters "Zippel´s Läuferwelt" nicht der Ehrgeiz, die Teilnehmerzahl weiterhin zu erhöhen oder wieder die 10.000 vom Vorjahr zu erreichen. Schon Wochen vorher wurde daher auf allen Strecken ein "Ausgebucht" verhängt, denn es waren bereits doch wieder fast 10.000 Anmeldungen zu verzeichnen, die wieder eins der hochwertigen -diesmal orangefarbenen- Funktions-T-Shirt besitzen möchten, daß im Startgeld enthalten war. Wieder war der Volkslauf über die eine große Runde von 10,5 km am begehrtesten. Fast 5.000 wollten hier dabei sein. Den Hauptlauf über die Halbmarathondistanz mit den 2 Runden wollten nur knapp die Hälfte  hiervon sich antun. Die weiteren gut 2000 Anmeldungen verzeichneten die Schüler- und Kurzläufe über 3 und 6 km und der Bambinilauf über 0,8 km. Wie vom Kiel.Lauf nicht anders gewohnt, war das Wetter für alle Helfer, Streckenposten und Organisatoren wieder angenehm warm und trocken, die Läufer und Läuferinnen brauchten sich dagegen wieder einmal gar nicht warmlaufen und es wurde schnell zu warm mit über 20 Grad im Schatten beim Start des Hauptlaufs um 11:50 Uhr. Bei den kürzeren Läufen ab 8:40 Uhr war es aber noch angenehmer. Da ich bereits im Vorjahr anläßlich meines 25. Kiel.Laufs einen ausführlicheren Bericht -siehe hier weiter unten!- geschrieben, kann dieser Bericht diesmal etwas kürzer ausfallen. Am Freitag die Startunterlagen abgeholt und einen interessanten Bummel über die Marathonmesse gemacht, nahm ich am Lauftag wegen der Parkplatzprobleme den Bus für die Reinfahrt ins Kieler Zentrum, denn alle Parkplätze waren natürlich bereits von den Aktiven der frühen Läufe bis inclusive des Volkslaufs vergeben.

        

Die schnellsten Männer und Frauen auf der Halbmarathonstrecke kamen wieder aus Kenia. Die Nr. 2 stellte mit 1:01:39 Std. einen neuen Streckenrekord auf. Rechts die schnellsten "hellhäutigen"! 

Aus Magnesium, 3 Scheiben Rosinenbrot mit Margarine, insgesamt 3 Bananen, viel Mineralwasser und 1 Flasche Red Bull vor dem Start bestand meine Verpflegung an diesem Vormittag. Direkt vor dem Lauf und während des Laufs bei km 7 und 14 bewahrten mir je 2 Salztabletten vor Wadenkrämpfen, unter denen ich bei warmen Temperaturen mit viel Schweißverlust leicht leide. Locker und nicht zu schnell wollte ich das Rennen angehen, um nicht zu früh die Reserven angreifen zu müssen und dadurch durch verkrampftes Rennen noch mehr Energieverluste hinzunehmen. Außerdem muß die lange Steigung nach dem Verlassen der Kieler Förde in der Forstbaumschule bei Halbzeit der beiden Runden verkraftet werden. Genau 54 Minuten zeigte meine Garmin nach dem Durchlaufen der 1. Runde beim Ziel an. Besser als ich dachte lief es. Hoffentlich reicht die Kraft aber, kamen mir Gedanken. Und so war es dann auch. Die lange Steigung ließ auch mich dort zweimal für jeweils ca. 100 m nur schnell gehen statt langsam zu laufen.

     

In der Klasse M70 gewann in 1:41:44 Std. der nur 1,60 m kleine Jose-Molero Membrilla, ein Urgestein in der schleswig-holsteinischen Läuferszene, der früher mal eine Bergetappe der Tour de France gewonnen hat.

Bei km 19 zu Beginn der "Partymeile" ´Holtenauer Straße` machte uns Aktiven der interessant und lebhaft, aber fachkundig moderierende Hans-Erich Jungnickel wieder Mut. Die letzten Reserven könne man jetzt angreifen, dennes ginge jetzt nicht mehr bergauf, sondern fast nur noch bergab. Vor allem die letzten 500 m die Fleethörn runter mit den vielen Zuschauern veranlaßt niemanden mehr zum Gehen. Ich erhielt wieder -die 26.- Kiel.Lauf-Medaille und mit meiner nicht erwarteten Zeit von 1:48:56 Std. war ich mehr als happy. In der Verpflegungszone und im Bus, wo die Umkleidetaschen aufbewahrt wurden, traf ich noch einige mir bekannte Gesichter zum Plaudern. Unter anderem sogar die beste Läuferin Schleswig-Holsteins -siehe Foto links > Anke Tiedemann-, die sich so schlimme Blasen gelaufen hatte, daß Sie jetzt überhaupt nicht mehr auftreten und gehen könne. Aber glücklich war sie doch, eine der schnellen kenianischen Gazellen bezwungen zu haben. Auch Stefan Ulicka > rechtes Foto- als bester Schleswig-Holsteiner männlicher Läufer und Olympia-Teilnehmer, war zufrieden nach seinem überlegenen Sieg über die 10,5 Kilometer des Volkslaufes. Ich machte mich nach dem Ausdrucken einer Soforturkunde auf den Weg zum Bahnhof, wo ich das Glück hatte, sofort einen Schnellbus Richtung Strand zu erwischen, der mich über den Nordostseekanal wieder nach Holtenau nach Hause brachte, wo meine Frau mir einen Kaffee kochte. Eine erfrischende Dusche und ich saß rechtzeitig um 14 Uhr zum Start eines Formel-1-Rennens vor der Mattscheibe zum Regenerieren. Mit meinem 9. Platz von 41 Finishern in der AK M60 war ich sehr zufrieden. Gewonnen haben beim Hauptlauf wieder bei den Männern und Frauen die mit einem faszinierenden Laufstil ausgestatteten dunkelhäutigen Afrikaner. Ein wieder tolles und perfekt organisiertes Großevent von Zippel´s Läuferwelt mit Kultcharakter, zumal es eine Neuigkeit gab: Erstmals wurde der Lauf 7 Stunden lang live im Internet übertragen und kann auch später über die Mediathek angeguckt werden. Von 10 Kameras von unterwegs und aus der Luft wurde faszinierendes FullHD-Material geliefert. Jeder Läufer kann sich somit hier überall selbst wiederfinden. Moderatoren vom NDR und ZDF begleiten den Mitschnitt.  - Fotos Rainer Thies und R. Behrmann - (Mein 444. Wettkampf!)


20. MARE Holtenauer Straßenlauf "Rund um den Holtenauer Leuchtturm" am 30.08.2013

   

                 Start des Kurzlaufes über 5 km                                          Start des Hauptlaufes über 10 km

1992 gab es den 1. Holtenauer Abendlauf und er fand in den ersten Jahren immer im Mai statt. Auch gab es nur eine große Runde rund um Kiel-Holtenau statt jetzt zwei Runden. Diese führte nach dem 1. Umlaufen des Holtenauer Leuchtturms die Kastanienallee aufwärts und entlang der Hauptstraße bis zur Tankstelle am Ortseingang. Entlang der Nordseite Holtenaus ging es dann wieder Richtung Förde und es wurde der Leuchtturm ein 2. mal umrundet, bevor es an der unter Denkmalschutz stehenden Kanalstraße mit der beeindruckenden nördlichsten Platanenallee Europas zurück zum Ziel ins Stadion ging. Aber der zunehmende Autoverkehr auf den Straßen zwang auch den TuS Holtenau zu einer anderen Lösung und Streckenänderung, die aber gut ange- nommen wurde. Das zeigen die steigenden Teilnehmerzahlen. Bei  meiner 1. Teilnahme vor 20 Jahren zum Beispiel waren es 58 Finisher beim 5 km-Schnupperlauf und 238 auf der 10 km-Strecke mit nur einer geringen Frauen-quote von 17%. Dafür waren aber die Zeiten hochwertiger. Die Männer-Mannschaftswertung z. B. wurde damals in einer Zeit von 1:35 Stunden gewonnen. 20 Jahre später erzielte die SG Tantalus Kiel als schnellste Mannschaft eine Zeit von 1:55 Stunden; also 20 Minuten mehr. Und blieben vor 20 Jahren noch 75 Läufer unter einer Zeit von 40 Minuten, waren es diesmal nur 18 Männer. Und dies trotz höherer Finisherzahl. Nach 337 und 357 Finishern in den vergangenen zwei Jahren stieg die Zahl in diesem Jahr beim Hauptlauf über 10 km auf genau 400 an. Bei den Männern gab es einen spannenden Einlauf, denn das Spitzentrio -siehe Foto oben- war binnen 8 Sekunden im Ziel. Es siegte Maik Willbrandt (MHK) im blauen Shirt in 35:03 Min. vor Henning Liß (M35) mit der Start-Nr. 170 und Tobias Bünger (MHK). Bei den Damen war es einmal mehr Anke Tiedemann, -siehe Foto oben mit der Nr. 466-  die in 37:29 Min. fast 3 Minuten Vorsprung auf ihre Verfolgerinnen Verena Becker und Trixi Trapp herauslaufen konnte. Alle gehörten bereits der Altersklasse W35 an. Herausragend aber auch die Zeiten von Senioren wie des Friedrichsorters Peter Schuster -siehe Foto links Start-Nr. 462-  in der Klasse M70 in 49:30 Min., des Altenholzers Manfred Hümmecke -siehe Foto rechts- in der M60 in 40:50 Min. und Thomas Wenck in der M50 in 37:10 Min. Am stärksten vertreten von der Anzahl der Finisher waren bei den Männern die Klassen M45 mit 68 vor der M40 mit 44 und M50 mit 40. Mit Abstand folgen die MHK und M35 mit je 28 und M55 und M30 mit 26 bzw. 23 Finishern. Auch bei den Frauen lagen Die Klassen W45 und W40 mit 24 bzw. 23 Finishern vorne. Bei dem Kurzlauf mit einer Runde über 5 km gab es ebenfalls eine Steigerung der Finisher mit 202 zu 161 und 168 in den Jahren 2011 und 2012. Es siegten bei den Männern Sven Teegen -siehe Foto links mit der Start-Nr. 619- in 17:54 Min. und Simone Braun -siehe Foto rechts mit der Start-Nr. 646- bei den Frauen in 20:16 Min. Insgesamt betrug der Frauenanteil beachtliche gut 30 % der gesamt 602 Finisher. Das Wetter zeigte sich auch ohne Sonnenschein von der guten Seite, obwohl es mit den 22 Grad Celsius sicher vielen beim Laufen schnell zu warm wurde. Die beiden Steigungen auf dem letzten Kilometer vor dem Stadion rauben sicher allen dabei die letzten Reserven, was aber nicht mehr sehr schmerzt, wenn man im Ziel von dem fachkundigen Moderator Hans-Erich Jungnickel -siehe Foto unten links- empfangen wird und mit einer schönen Medaille hierfür belohnt wird. Die Organisation dieser zum Zippel´s Kiel-Cup zählenden Veranstaltung war wie gewohnt auf einem hohen Niveau. Das bewährte Helferteam um Siegfried Schmitz -auch selbst noch als Läufer dabei mit der Start-Nr. 254 (Foto unten rechts)- als Mann der 1. Stunde ist seit vielen Jahren eingespielt. Ich persönlich war mit meinen 49:45 Min. bei meiner insgesamt 10. Teilnahme auch zufrieden, hatte ich doch damit mein Ziel, unter einem 5-Minuten-Schnitt zu bleiben, erreicht. Meine Garmin 305 zeigte sogar einen km-Schnitt von 4:54 Min an, was daran lag, daß eine Distanz der 2 Runden von 10,14 km gemessen war, obwohl ich immer den engsten Radius -z. B. in Kurven- gelaufen bin.  Wäre ich nur 1 Minute schneller gewesen, hätte ich statt des 9. sogar den 5. Platz von 16 Finishern in der Klasse M60 erzielt. Vor genau 20 Jahren bin ich mit einer Zeit von 38:53 Min. noch mehr als 10 Minuten schneller gewesen, die nur zu einem 11. Platz von 34 Finishern in der Klasse M40 reichte. Mit der Zeit in diesem Jahr wäre ich 6. von 44 Finishern in derselben Klasse geworden. -Unten das Siegerfoto der schnellsten Frauen und Männer des Hauptlaufes- Die Fotos dieses Berichts stellte mir freundlicherweise der Hoffotograf des TuS Holtenau Rainer Thies zur Verfügung. (Mein insgesamt 443. Wettkampf)  

 

 


 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


 

 




13. Gettorf - Lauf am 02.06.2013

Den eigentlich bis diesen Sonntag andauernden Urlaub im Pfälzer Wald haben wir wegen schlechter Wetterprognosen um 3 Tage verkürzt bzw. vorzeitig beendet. So ließ ich mich unkompliziert von meinem Verein "Zippel´s Läuferteam" vergangenen Donnerstag für die 10 Meilen-Strecke nachmelden, zumal die Wetteraussichten hier in der Heimat prima waren. Lange war ich dort nicht mehr gelaufen, weil dieser Zeitpunkt immer in die Zeit unseres großen Urlaubs fiel. Meine Statistik bestätigte den letzten Start am 12. Mai 2005. Ich erinnere mich gut und gerne daran, war ich doch mit einer Zeit von 1:07:46 Std. Sieger der Altersklasse M 50 unter 25 weiteren Mitstreitern dieser AK geworden. Von diesen Zeiten bin ich jetzt aber 8 Jahre später weit entfernt. Wenn alles optimal läuft, wie in Ottendorf vor 4 Wochen, so wäre eine Zeit von ca. 1:22 Std. möglich, zumal dieser Lauf 16 statt 11 km lang ist. Weiterhin gut vorbereitet war ich aufgrund meiner 3 x wöchentlichen morgendlichen Läufe "rauf und runter" im Pfälzer Wald während des Urlaubs ab dem 8. Mai. Jetzt  also zum Lauf: Im Starterfeld entdeckte ich vor mir Christina Birkhahn, die ich in Ottendorf um eine Minute geschlagen hatte. An diese Läuferin könnte ich mich also erstmal "dranhängen", so mein Plan. Aber von Beginn an fühlte ich mich nicht locker und ich fing an zu grübeln, woran es lag. War das Tempo doch zu hoch! - war Christina heute schneller angegangen! - fehlte mir das Fahrradtraining von vor dem Urlaub - ect.! Jedenfalls wurde mir dann nach und nach auch klar, daß die Zeiten auf den ersten 7 Kilometern  immer konstant von ca. 4:55 Min. ja auch recht schnell waren. Ich lief auf eine Läuferin auf, die wohl ebenfalls zu schnell angegangen war. Mit ihr lief ich die nächsten 3 km konsequent Seite an Seite -einen Gang rausgenommen!- gleichmäßige 5:24-er Zeiten. Danach hatte ich mich tatsächlich erholt und ich verabschiedete mich wieder nach vorne. Einige Läufer und Läuferinnen, die mich bzw. uns vorher überholt hatten, konnte ich jetzt mit gleichmäßigen 5:05-er Kilometerzeiten wieder ein- und überholen, aber Christina hatte diesmal erfolgreich Revanche genommen und konnte einen Vorsprung von einer halben Stadionrunde verteidigen. Noch eine Stadionrunde also und ich wurde von dem fachkundigen Moderator Hans-Erich Jungnickel im Ziel empfangen. 1:20:28 Std. zeigte meine Uhr an. Besser als gedacht. Ich wartete noch auf meine 3-Kilometer-Begleitung, der ich unterwegs etwas böigen Windschatten gependet hatte, die auch sehr happy über ihre Zeit war. Auch Kirsten Boysen (vom Leuchttürmelauf) und Siggi Schmitz, die kurz danach die Ziellinie überquerten, waren glücklich. Siggi hatte zudem vom Vortag noch einen 35-km-Trainingslauf in den Beinen. Bald darauf begab ich mich zum Auto und fuhr nach Hause, denn mit einer Platzierung auf dem Siegerpodest war diesmal nicht zu rechnen. Abends freute ich mich zuerst wieder über tolle Fotos von Rainer Thies und dann noch über meine überraschende Platzierung. Mit genau 5:00 Min. je km hatte ich den 2. Platz von 13 Läufern in der Altersklasse M60 belegt. Insgesamt kamen 221 Männer und 80 Frauen über die 10-Meilen-Distanz ins Ziel. 2005 waren es noch 253 Männer und 81 Frauen gewesen. Zur Entschuldigung muß aber gesagt werden, daß die Anzahl von Laufveranstaltungen seitdem rasant angestiegen ist, denn die Organisation dieser Veranstaltung war einfach wieder vorbildlich und absolut ausgereift. (Mein insgesamt 442. Wettkampf)


19. Ottendorfer Kanallauf am 05.05.2013

Immer Anfang Mai, wenn der Raps in voller Blüte steht, findet dieser Lauf über u. a. 11 km statt. Dieses Jahr schien zwar die Sonne zunehmend immer mehr gelb oder golden vom Himmel, aber der Raps war aufgrund des langen Winters noch der Zeit zurück im kräftigen Grünton. Die ersten 3 km ging es immer leicht bergauf und bergab mit oftmals frischem Wind von vorne Richtung des Nordostseekanals. Es folgten 4,5 km direkt am Kanal Richtung SW mit abermals dem Wind von links vorne, allerdings des öfteren etwas geschützt durch die Kanalböschung. Bei der Fähre Landwehr verließen wir den Kanal und es ging erstmal für ca. 1 km unangenehm bergauf. Dann jedoch gings es für die restlichen 2,5 km wieder zurück Richtung Ottendorf ziemlich eben und der Wind war ebenfalls nicht mehr wahrzunehmen. Mit meiner Renneinteilung war ich im Nachhinein genauso zufrieden wie mit meiner Endzeit von 54:32 Minuten. Die Kilometerzeiten waren von Beginn bis zum Ende ziemlich konstant um die 5 Minuten. Mit einem Schnitt von 4:57 Min./km war ich so schnell bei einem Wettkampf wie zuletzt am 02.09.2011 beim 10 km-Lauf in Holtenau (4:54 Min./km). So sprang immerhin wieder wie im März beim Kieler Hochbrückenlauf der 4. Platz (von diesmal 12 Finishern) in der AK 60 heraus. Insgesamt gab es bei diesem Event, der zum Zippel´s-Kiel-Cup gehört, wieder soviele Anmeldungen wie der Ort Ottendorf Einwohner hat. Ins Ziel schafften es dann insgesamt 562 Teilnehmer. Über den Hauptlauf der 11 km finishten dabei 261 Männer und 101 Frauen. Beim Lauf über die 5,5 km erreichten 87 Männer und 75 Frauen das Ziel. Jeweils 19 Teilnehmer taten was für Ihre Gesundheit und finishten über die 5,5 km Walking bzw. 2,2 km Schnupperlauf. (Mein insgesamt 441. Wettkampf)


26. Kieler Hochbrückenlauf am 24.03.2013

Seit 1988 gibt es diese immer perfekt organisierte Veranstaltung der LG Albatros Kiel. Für mich war es die insgesamt 4. Teilnahme als Aktiver. Diesmal wieder wie 2011 über die Kurzstrecke von selbst per GPS gemessenen 15,86 km. Bei meiner 1. Teilnahme 1988 mit Start noch vom Clubhaus Tannenberg lief ich die für mich jetzt unvorstellbare 1:49:58 Std. über die 27 km. Ein Schnitt von 4:04 Min/km. Waren das noch Zeiten. Mittlerweile bin ich 25 Jahre älter und wäre mit dieser Zeit auch über die später eingeführte zusätzlich Kurzstrecke fast zufrieden. Von 1994 bis 2008 war ich selbst Mitglied dieses veranstaltenden Vereins und somit selbstverständlich zum Helfen -oftmals von Freitags an- verpflichtet. Der dieses Jahr nicht endende lange Winter mit immer wieder neuem Schneefall bei starken Ostwinden verursachte Schneeverwehungen, so daß erstmals in der Geschichte dieser Veranstaltung witterungsbedingt die Strecke kurzfristig als reine Wendestrecke ausgetragen werden mußte. War zwar weniger attraktiv für die Aktiven, die deshalb zwei mal die 48 m hohe Levensauer Hochbrücke bewältigen mußten und nicht direkt am Kanal entlanglaufen konnten. Die Holtenauer Hochbrücken waren somit erstmals für die Aktiven tabu. Für den Veranstalter war dies so jedoch einfacher zu organisieren. Man benötigte weniger Streckenposten und die Verpflegungsstelle in Holtenau war entbehrlich. Dafür mußten aber die Helfer um den Cheforganisator Henning Mohr am Vortage noch an vielen Stellen im Start-Ziel-Gelände Schnee beiseite schieben und auch heute mehr frieren als sonst, zumal der böige Ostwind die fühlbare Temperatur zusätzlich senkte. Auch im Projensdorfer Gehölz im Stadtparkweg mußte am Vortage extra noch ein Schneeräumdienst für einigermaßen belaufbare Verhältnisse sorgen. Jetzt aber zu meinem Lauf: Welche Schuhe ziehe ich an, ohne wieder eine Zerrung in der Wade zu erleiden, machten mir am meisten Gedanken. Ich zog mich bereits zu Hause laufgerecht an, einfach Jacken drüber und fuhr zum Start auf die andere Seite des Kanals. Parkte gleich vornean und ging noch ca. 500 m zu Fuß. In der angenehm temperierten  Sporthalle war bereits ein reges Treiben. Auch gemütlicher als draußen. Abholung der Startnummer und des Einmalchips problemlos, da gut organisiert. Erst fünf Minuten vor dem Start um 9:45 Uhr traute ich mich raus. Eingereiht in den Startblock gleich bei Start und Ziel -es konnte ja wegen des Schnee´s keine Stadionrunde vor und zum Ende des Laufs angeboten werden- wurde es zwischen den vielen Läufern wieder angenehmer. Gleich nach dem pünktlichen Start verfiel ich in einen lockeren aber schonenden Laufstil. Eine nur ziemlich feste Schneedecke bereitete unebene Laufeigenschaften und man rutschte mit der Schuhspitze etwas. Erst nach dem Passieren der ersten 3 km wurde es in Suchsdorf und über die Hochbrücke besser. Sogar schwarzer Asphalt kam zum Vorschein. Hier bergauf ging ich  schnellen Schrittes hinauf. Nach 26:55 Min. passierte ich das Kilometer-5-Schild. Verpflegung -1 Becher Tee- bei der "Schweinsgeige". Jetzt ging es für uns nicht wie gewohnt links runter zum Kanal, sondern weiter geradeaus über Altwittenbek bis Neuwittenbek. Hier bei km 7,9 dann die Wende für uns Kurzstreckler. Vorher bereits konnte man die vor einem liegenden Läufer -bereits auf dem Rückweg- sehen und danach die hinter einem laufenden langsameren Aktiven, aber auch schon die schnelleren Langstreckler, die uns entgegekamen und ihre Wende erst 6 km weiter in Schinkel haben würden. Vielfaches Grüßen untereinander war angesagt. Auch wieder ganz nett.

   

Jetzt - zumal es gegen den Ostwind an ging- spürte ich aber doch, daß ich meine Kräfte etwas einteilen mußte und ging schnellen Schrittes auch bei kürzeren Bergaufpassagen. Bei km 10 zeigte meine Uhr 51:11 Min. an. Also nur 24:16 Min. für die zweiten 5 km gebraucht. Daher also der spürbare Kräfteverschleiß. Wieder einen Becher warmen Tee und dann den einen Kilometer langen Anstieg zur Hochbrücke im schnellen Gehschritt hinauf - statt zu laufen. Jetzt wieder bergab und noch durch den verschneiten und schwieriger zu laufenden Stadtparkweg. Bei km 15 zeigte meine Uhr 1:18:38 Std. an. Für den dritten 5-Kilometer-Abschnitt hatte ich also 27:27 Min. benötigt. War sehr zufrieden, zumal auch meine rechte Wade diesmal keine Probleme bereitete. Ich erreichte das Zielgelände, wo ich gleich vom fachkundigen Moderator Hans-Erich Jungnickel mit "warmen" und "schmeichelnden" Worten begrüßt wurde. Meine Uhr stoppte ich nach genau 1:25:01 Stunden und 15,86 km. Aber wie kamen die gemessenen 6:23 Min. für die 1,21 km zustande? Da mußten also irgendwo die Kilometerschilder nicht ganz richtig gestanden haben. Später stellte ich fest, daß die Kilometer 7 bis 9 nur 1,64 km lang gewesen waren. Auch den 14. und 15. Kilometer habe ich mit nur 908 m bzw. 969 m gemessen. Alle anderen km stimmten bis auf zu vernachlässigende Abweichungen. Insgesamt jedoch habe ich diesen Lauf unter diesen Verhältnissen mit einem Schnitt von 5:22 Min. je km beendet und war damit mehr als zufrieden. Eine wirklich schöne beeindruckende Medaille wurde mir umgehängt. Losglück hatte ich zudem noch. Ich hatte bei der Verlosung gewonnen und konnte als Preis ein kleines Fitnessgerät in Empfang nehmen. Ich zog meine 2 alten wärmenden Jacken über und begab mich zum Auto. Die Sitzheizung in meinem neuen Auto wärmte mich schon nach kürzester Zeit. Zu Hause dann frisch geduscht, Brot und Käse gegessen und ein Nickerchen gehalten. Beim Sichten der Ergebnislisten am frühen Abend war ich dann doch etwas stolz, unter 22 Finishern in meiner Altersklasse einen 4. Platz belegt zu haben. Insgesamt kamen auf der Kurzstrecke 438 Teilnehmer -darunter 127 Frauen- ins Ziel. Auf der Langstrecke über die 29 km finishten 443 -darunter 84 Frauen- . Wenn ich von insgesamt 1400 Meldungen ausgehe, -der Lauf war ja ausgebucht- waren bei 881 Zieleinläufen insgesamt 37 Prozent nicht am Start bzw. haben das Ziel nicht erreicht. (Mein insgesamt 440. Wettkampf)


19. FAMILA - Kiel - Marathon am 23.02.2013

Seit einem guten Jahr bin ich nach jahrelangen Fersenschmerzen wieder völlig schmerzfrei. So kommt es unwillkürlich, daß ich vor einem dreiviertel Jahr wieder angefangen bin, statt nur extrem schnell zu walken  auch wieder mal kürzere Distanzen vorsichtig zu laufen, was sogar weniger anstrengend ist. 42 km -also eine Marathondistanz- trainiere ich auf 3 Tage wöchentlich verteilt. 2 mal 10 km an den Arbeitstagen frühmorgens zum Dienst  und einmal am Wochenende einen 22 km-Lauf/Walk. So war ich inzwischen schon so weit, daß ich 10 km locker in 50 Minuten durchlaufen konnte. So machte ich mir bis vor 8 Tagen schon Hoffnung, bei diesem Halbmarathon von Beginn bis zum Ende durchlaufen zu können, um realistische 1:50 Std. zu schaffen. Aber wie schon erwähnt, eben bis vor 8 Tagen: Da passierte es frühmorgens beim Training, obwohl der Laufanteil bei nur 40% gelegen hatte, daß ich mir ganz plötzlich eine Zerrung in der rechten Wade zuzog. Laufen ging nicht mehr, aber Walken ging weiter fast schmerzfrei. Einige Tage die Wade mit Voltaren eingerieben und es wurde besser. Ganz kleine Lauftests in den letzten 3 Tagen vor diesem Lauf machten mich zuversichtlich, daß es doch klappen könnte mit einem richtigen "Lauf". Ich suchte mir die seit dem erfolgreichen Kiel.Lauf geschonten fast neuen Mizuno-Laufschuhe aus, in die ich noch ein Noene-Fersenpolster unter die Einlage plazierte. Mich fertig angezogen, warme Sachen drüber, Tasche gepackt, begab ich mich rechtzeitig zum Bus. 1 Stunde vor dem Start erreichte ich den Ostseekai, das Zentrum der großen Veranstaltung mit 2000 Teilnehmern. Ich erlebte noch den Start der 42,2 km-Läufer, die ich heute bewunderte, da sie 4 mal Richtung Nordosten gegen den scharfen und kalten Wind ankämpfen mußten. Ich traf noch viele mir gut bekannte Gesichter zu einem kleinen Smalltalk, trank dann noch was und aß 2 Bananen. Erst einige Minuten vor dem Start um 11:15 Uhr traute ich mich nach draußen zur Startaufstellung mitten und wärmend im 800 Teilnehmer starken Pulk. Vom Start weg begann ich mit dem lockeren Laufen. Das Feld war dicht beisammen und es war somit viel Windschatten da. Wende in der Wik und zurück mit dem Wind. Meine Pace zeigte einen 5:05-er Schnitt an, als ich plötzlich nach 5,77 km einen stechenden Schmerz wieder in der rechten Wade verspürte. Sch......!. Plan geplatzt. Also wieder schnelles Gehen angesagt. So wurde ich dann auch zweimal -bei km 8 und 10,5 beim Ostseekai- bewundernd vom fachkundigen Moderator Hans-Erich Jungnickel begrüßt. Aber ich spürte bereits jetzt wieder ganz schmerzhafte Blasenbildung an den Fersen. Das schnelle Gehen ging auch nicht mehr. Dafür waren diese Laufschuhe einfach weniger geeignet. Meine Durchschnittspace war bis km 12 von 5:05 Min/km inzwischen auf 5:46 Min/km gestiegen und würde sicher noch bis zum Ziel 9 km weiter auf 6:20 Min/km steigen. Jetzt versuchte ich kurzschrittig und etwas humpelnd vorsichtig wieder das Laufen. Zweimal brach ich es noch wieder ab, aber dann hatte ich den Laufrhytmus, wo und wie es schmerzmäßig ertragbarer als das Gehen war, herausgefunden. Immer besser ging es mit der Zeit und meine Durchschnittspace ging zuerst nur ganz langsam wieder runter. Ich fing an zu rechnen, welche Distanz noch nach wäre und mit welcher Durchschnittspace ich evtl. doch noch ein Minmalziel von unter 2 Stunden erreichen könnte. Die letzten beiden km bekam ich bereits wieder Zweifel, daß mir das gelingen würde, weil jetzt der mehrbelastete linke Fuß und auch diese Wade etwas ermüdete. Kurze Gehphasen und dann wieder die Laufgruppe vor mir einholen, die auch auf eine Sub-2-Stunden-Zeit auswaren, hieß meine Devise. Und es klappte. Doch noch den Umständen entsprechend sehr glücklich überquerte ich nach 1:59 Std. die Ziellinie. Medaille, warme Brühe, warmer Tee, Bananen und Weizenbier ohne Alkohol nahm ich gerne zu mir, bevor ich mich nach drinnen zum trockene Sachen anziehen begab. Dann ein Blick auf die Uhr. Hmm..! - den Bus 901 könnte ich ab Lorenzendamm noch bekommen. Also mit so schnellem Schritt, wie noch ging, fuhr mir dann der Bus überpünktlich doch vor der Nase weg. Immerhin windgeschützt wartete ich im Buswartehäuschen dann noch 16 Minuten, bevor eine ebenfalls 16-minütige Busfahrt mich nach Holtenau zurückbrachte. Duschen und beim Kaffeetrinken meiner Frau die Erlebnisse erzählt. Danach habe ich hier gleich angefangen, diesen Bericht zu erstellen. Fertig um genau 17 Uhr. ----- Nachtrag: Jetzt sind die Ergebnisse verfügbar: Mit meiner Zeit von 1:59:13 Std. wurde ich 9. von 17 in der AK M60. Gesamtplatz 392 von 590, wovon 140 Frauen (= 23,7 %) waren. Beim vollen Marathon gab es 240 Zieleinläufe, wovon lediglich 34 (= 14,2%) weiblichen Geschlechts waren. Über die 10 km-Distanz finishten insgesamt 635 Teilnehmer. Der Frauenanteil lag hier mit 224 Finishes bei 35,3 %. Insgesamt gab es auf allen 3 Laufstrecken somit 1465 Zieleinläufe: 1067 Männer und 398 Frauen.  (Mein 439. Wettkampf insgesamt)


17. Kieler Dreileuchttürmelauf am 03.02.2013

Über diese Veranstaltung -von meiner Frau Regina und mir in guter Zusammenarbeit mit dem Veranstalter "Zippel´s Läuferwelt" organisiert- erfolgt natürlich hier an dieser Stelle kein gesonderter Bericht. An vielen Stellen auf dieser Homepage findet ihr genügend Informationen, Hinweise, Berichte und Fotos von allen bisherigen 16 Leuchttürmelaäufen seit 1997. (Mein 438. Wettkampf insgesamt)

 

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